Kehrseite des KI-Booms: Immer mehr Menschen aus ländlichen Regionen in den USA sollen den Bau von Rechenzentren ablehnen

Mehrere Städte in den USA haben sich bereits gegen den Bau von Rechenzentren ausgesprochen. Vor allem drei Gründe werden angeführt.

Der Plan, immer mehr Rechenzentren zu errichten, stößt vermehrt auf Widerstand in der Bevölkerung. (Bildquelle: Geoffrey Moffett on Unsplash) Der Plan, immer mehr Rechenzentren zu errichten, stößt vermehrt auf Widerstand in der Bevölkerung. (Bildquelle: Geoffrey Moffett on Unsplash)

Künstliche Intelligenz boomt. Sie hält in immer mehr Bereichen des alltäglichen Lebens Einzug, unter anderem in Smartphones, PCs oder aber auch Kühlschränken und Fernsehern.

Für den Betrieb werden Rechenzentren benötigt, in denen die Antworten der KI generiert werden. Laut einer Prognose des Nvidia-Chefs sollen diese KI-Rechenzentren hunderttausende Handwerker erfordern und auch im Betrieb Fachkräfte benötigen.

Es gibt aber auch eine Kehrseite der Medaille. Ein Bericht der Washington Post zeigt auf, warum sich mehrere Städte in den USA gegen die Errichtung von Rechenzentren ausgesprochen haben.

In dem Artikel werden vor allem drei Bedenken angesprochen:

  • Der hohe Bedarf an Elektrizität und steigende Stromkosten für Anwohner.
  • Der hohe Wasserverbrauch, der das Grundwasser belasten und ebenfalls höhere Kosten verursachen kann.
  • Eine hohe Belästigung durch Lärm, vor allem in der Nähe der Objekte.

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Wasser für direkte und indirekte Kühlung

Wasser wird eingesetzt, um Server und Komponenten in den Rechenzentren zu kühlen und ein Überhitzen zu verhindern. Zusätzlich wird Wasser gegebenenfalls auch außerhalb des Rechenzentrums benötigt, um Energieerzeuger wie Kohlekraftwerke oder Atomkraftwerke zu kühlen.

Eine wissenschaftliche Studie von 2023 geht von einem jährlichen Wasserverbrauch zwischen 4,2 und 6,6 Milliarden Kubikmetern aus, was der halben jährlichen Wasserversorgung des Vereinigten Königreichs entsprechen soll.

Ein typisches KI-Rechenzentrum soll laut eines Berichts der BBC dabei zwischen 11 Millionen und 19 Millionen Liter Wasser am Tag verbrauchen, was ungefähr dem täglichen Wasserbedarf von Städten mit 30,000 bis 50,000 Einwohnern entspricht.

Vor allem in wasserarmen Gegenden kann dies zu Engpässen führen.

Hohe Bedarf an Elektrizität kann Auswirkungen auf die Strompreise haben

Er kann sich auch auf die Strompreise in Regionen mit Rechenzentren auswirken. Ein Artikel der Washington Post aus dem Jahr 2024 legt nahe, dass Energiekosten für Verbraucher durch den Ausbau von Rechenzentren steigen können.

  • Durch den hohen Verbrauch kann es notwendig sein, Investitionen in die Infrastruktur vorzunehmen.
  • Der hohe Bedarf an Energie kann die Preise von Elektrizität erhöhen.

Lärm kann auch zu einem Problem werden

Rechenzentren nutzen Ventilatoren zur Kühlung von Servern und auch zur Klimatisierung der Räume. Im Jahr 2023 berichtete die Washington Post von Bewohnern in Northern Virginia in den Vereinigten Staaten, die sich über den permanenten Lärm der Ventilatoren der Rechenzentren in der Umgebung beschwerten.

Städte sprechen sich vermehrt gegen den Bau aus

Immer mehr Städte und Gemeinden sollen sich daher gegen den Bau von Rechenzentren aussprechen. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen es wegen dieser Entscheidungen zu Gerichtsprozessen gekommen ist.

In einem Fall einigten sich die Betreiber des Rechenzentrums und die Stadt auf einen Vergleich. Dem Bau wurde stattgegeben und der Betreiber verpflichtete sich, weitere Investitionen in der Region durchzuführen und den Wasserverbrauch zu begrenzen.

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