Windows begleitet mich schon seit 30 Jahren und meine Empfehlung zum erreichten Ende von Windows 10 ist eindeutig

Windows 11 ist in meinen Augen besser als sein Ruf, aber trotz meiner klaren Empfehlung gibt es dabei wichtige Stolpersteine wegen der Systemanforderungen.

Unser langjähriger Tech-Autor Nils verrät euch, was er nach vier Jahren von Windows 11 hält. Unser langjähriger Tech-Autor Nils verrät euch, was er nach vier Jahren von Windows 11 hält.

Meine ersten PC-Gehversuche habe ich vor über 35 Jahren mit MS-DOS gewagt, bevor Windows seinen weltweiten Siegeszug angetreten hat. Dementsprechend begleitet mich Microsoft schon mein ganzes PC-Leben lang.

Auf Basis meiner langjährigen privaten und beruflichen Erfahrung mit Windows im Allgemeinen und Windows 10 sowie Windows 11 im Speziellen spreche ich daher zum Ende des Supports eine klare Empfehlung aus:

Wechselt zu Windows 11.

  • Einerseits ist das eine naheliegende Empfehlung, schließlich sind fehlende Sicherheitsupdates ein sehr gewichtiges Argument gegen Windows 10 – auch wenn ihr den Zeitraum über das ESU-Programm um ein Jahr bis Oktober 2026 verlängern könnt.
  • Andererseits sprechen sich sowohl in unserer Community als auch in unserer Redaktion durchaus viele gegen Windows 11 aus und sind nicht froh, mehr oder weniger zum Wechsel gezwungen zu werden.

Doch zumindest ein sehr zentraler Aspekt spricht in meinen Augen klar für den Wechsel: Letztlich unterscheidet sich Windows 11 so geringfügig von Windows 10, dass man dem Wechsel eine Chance geben sollte.


Video starten 5:00 Wir ignorieren die Windows-Warnung, den PC nicht auszuschalten und es passieren merkwürdige Dinge


Im Alltag merke ich längst keinen Unterschied mehr

Zugegeben, Windows 11 macht auf den ersten Blick so manches anders als Windows 10, dem man im Alltag durchaus oft begegnet.

Vom angepassten Kontextmenü (zu dem ich noch einen eigenen Artikel schreiben werde) über das veränderte Startmenü bis hin zur genauen Struktur so mancher Menüs ist längst nicht alles so, wie man es von Windows 10 kennt.

Nicht umsonst habe ich selbst mich darüber nach dem Release von Windows 11 im folgenden Artikel beschwert:

Doch nachdem ich Windows 11 inzwischen seit vier Jahren nutze, muss ich sagen, dass es sich für mich mehr oder weniger genau so anfühlt wie Windows 10, im positiven Sinne.

  • Windows 11 ist schnell.
  • Das Startmenü spielt für mich genau wie im Falle von Windows 10 aufgrund von angehefteten Taskleisten-Symbolen für die wichtigsten Tools keine Rolle.
  • Den immer noch nicht konsequent vollzogenen Wechsel zu Menüs im neuen Stil kenne ich bereits aus Windows 10.

Auf Basis meiner eigenen Erfahrung schätze ich daher, dass die meisten sich ziemlich schnell an Windows 11 gewöhnen werden und letztlich kaum einen Unterschied zu Windows 10 bemerken dürften.

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Eine Frage der Gewohnheiten – und der Hardware

Zwei Dinge muss ich aber einschränkend dazu sagen:

  1. Nicht jeder nutzt Windows gleich, und es ist durchaus denkbar, dass euch im Alltag Stolperfallen für eure individuelle Nutzung des Betriebssystems begegnen, die mir nicht aufgefallen sind oder die mich nicht betreffen.
  2. Völlig reibungslos gelingt der Wechsel zu Windows 11 nur dann, wenn die Hardware eures PCs zu den neuen Systemanforderungen passt. Schwierigkeiten können dabei vor allem das TPM-2.0-Modul sowie der stärker eingeschränkte CPU-Support machen.

Es ist zwar möglich, die zuletzt genannten Einschränkungen zu umgehen, und meiner Einschätzung nach wird das oftmals zu keinen größeren Problemen führen.

Aber eine Garantie dafür gibt es nicht und damit bleibt eine potenziell große Hürde für den Wechsel zu Windows 11 bestehen, sofern man sich keine neue Hardware zulegt (was nicht nur eine Frage des Wollens sein kann, sondern auch des Geldbeutels).


Video starten 0:20 Windows 11 Lautstärkesymbol: Zwei verschiedene Wege, um die Lautstärke anzupassen


Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Die Möglichkeit, den Update-Zeitraum für Windows 10 um ein Jahr zu verlängern, dürfte vielen gelegen kommen. Aber letztlich wird das Problem damit nur um ein Jahr nach hinten verschoben.

Ich empfehle euch daher, falls möglich, jetzt schon zu Windows 11 zu wechseln, damit ihr es hinter euch habt. Es dürfte oftmals weniger negativ laufen als befürchtet.

Oder ihr geht einen ganz anderen Weg und setzt in Zukunft nicht mehr Windows, sondern auf Linux oder ein anderes Betriebssystem. Ein deutlich schwererer Umstieg, der sich bestimmt lohnen kann. Auch wenn die reibungsloseste Gaming-Erfahrung trotz aller Verbesserungen unter Linux weiterhin bei Windows zu finden ist.

Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, wie eure Empfehlung zum Ende von Windows 10 aussieht, sei es nun aktuell oder in einem Jahr. Außerdem interessiert mich sehr, wie ihr Windows 11 beurteilt, ob eurer PC die Anforderungen des Betriebssystems erfüllt und wie ihr über Alternativen wie Linux denkt!

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