Seite 2: Lenovo ThinkBook Plus Gen 3 im Test: Luxus dank mehr Bildfläche

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Grafisch am Limit

Sie betreffen den Hauptbildschirm. Einerseits erzeugt die hohe Pixeldichte von 196PPI eine sehr kleine Schrift, die ohne Vergrößerung durch die Windows-Optionen einem Sehtest gleichkommt. Das Ultrawide-Format in 21:10 mag beim Genuss von Kinofilmen entgegenkommend sein, aber bei Arbeitsflächen ergibt es nur dann Sinn, wenn der mögliche Canvas hoch genug ist, damit man Details in der Vertikalen mühelos erkennt. Dafür sind knapp 19 cm Höhe etwas dürftig.

Andererseits können jene, die am meisten von diesem Format profitieren würden, es mit der verbauten Hardware leider am wenigsten nutzen. So bequem sich das Arbeiten beim 3D-Modellieren oder beim Filmschnitt anbieten könnte, so schmerzlich vermisst man ein wenig Hardware-Unterstützung beim Ausrendern.

Die verbaute Intel Iris Xe G7-Grafikeinheit hat zwar genügend Punch für rudimentäre Echtzeit-3D-Grafik, offeriert aber keinerlei Hardwarebeschleunigung beim Finalisieren von Filmen und 3D-Sequenzen. Der Hauptprozessor muss alles alleine stemmen. Wer unterwegs etwas modellieren oder schneiden will, es aber erst zu Hause am großen Rechner rendert, wird auf jeden Fall glücklicher.

Bei Programmen wie Blender, die mehrere parallele Ansichten oder Werkzeugleisten haben, erweist sich der zweite Bildschirm als nützliches Feature. Bei Programmen wie Blender, die mehrere parallele Ansichten oder Werkzeugleisten haben, erweist sich der zweite Bildschirm als nützliches Feature.

Unter Volllast nicht übermäßig laut, aber hörbar

Angesichts des dünnen Gehäuses ist krasse Prozessorlast belastend für die Hardware. Surfen und Office-Arbeiten vollzieht sie mucksmäuschenstill, doch sobald der Prozessor auf Touren kommt, drehen auch die Lüfter so hoch, dass ein hörbarer Luftstrom zu vernehmen ist. Keineswegs so laut wie bei einigen Gaming-Laptops, aber mit 41 Dezibel doch so auffällig, dass es Tischnachbarn aus ihrem Work-Zen reißen kann. Immerhin bleibt die Gehäusetemperatur in vertretbarem Rahmen.   

Kompilieren und rendern ist generell nur beim Anschluss des Netzteils sinnvoll, weil der Akku sonst innerhalb von weniger als neunzig Minuten schlapp macht. Bei Büroarbeiten und Browsernutzung in mittlerer Bildschirmhelligkeit streckten wir die Laufzeit auf fünf Stunden und neunzehn Minuten. Wer noch mehr herausholen möchte, sollte den sekundären Bildschirm deaktivieren.

Aufgeladen wird das Gerät mithilfe des handlich kleinen Netzteils über den USB-C-Anschluss an der linken Seite (USB-Version 3.2 inklusive Display Port). Auf der Rückseite befinden sich dazu noch eine HDMI-Buchse, zwei USB-A-Ports (Version 3.2) und ein weiterer USB-C-Anschluss samt Thunderbolt 4- und Display-Port-Unterstützung.  

Abgesehen von einem seitlichen USB-C-Port zum Aufladen befinden sich alle Schnittstellen auf der Rückseite Abgesehen von einem seitlichen USB-C-Port zum Aufladen befinden sich alle Schnittstellen auf der Rückseite

Was den Anschaffungspreis angeht, so sollen mehrere Einstiegsmodelle mit schwächerer Hardware schon ab 1050 Euro verfügbar sein. Für das Modell, das uns zum Test vorliegt, ist das Doppelte zu veranschlagen.

Für wen lohnt sich die Anschaffung?

Das Lenovo ThinkBook Plus Gen 3 hinterlässt allein schon aufgrund seines Hauptbildschirms einen guten Eindruck als Allround-Arbeitstier, doch obwohl Haptik und allgemeines Nutzungsvergnügen positiv auffallen, fällt es schwer, eine ideale Zielgruppe für diesen Laptop und seinen Zweitbildschirm einzugrenzen.

Für reines Zahlenschieben mit Word und Excel wäre seine Anschaffung ein absoluter Overkill. Filmschnitt und 3D-Grafikbearbeitung ergeben hingegen nur eingeschränkt Sinn. Die verbaute Grafikeinheit meistert zwar die Bearbeitung, doch beim Ausrendern bleibt alles am (durchaus fähigen) Hauptprozessor hängen.

Somit scheint das Konzept am ehesten für den Businessbetrieb mit gemischten Medien gedacht zu sein, auch wenn der breite Bildschirm in diesem Segment nicht sein volles Potenzial entfaltet. Wer im Zug ein wenig Photoshoppen muss, wird dank der guten Farbabdeckung des Bildschirms definitiv seine Freude haben.

Noch eher eignet er sich aber für Manager, PR-Agenten und dergleichen, die unterwegs mit mehreren mäßig anspruchsvollen Programmen im Multitasking versinken und zwischendurch mal einen Film auf dem für die Augen besonders angenehmen 21:10-Bildschirm genießen wollen.

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