Mit dem Juni beginnt die Sommersaison, ihr wisst alle, was das bedeutet: Hitze in unterschiedlichen Ausführungen. Im Freibad, am Strand oder im Wald gut auszuhalten, in Innenräumen ohne ausreichende Klimatisierung kann es aber unangenehm werden.
Auf der Suche nach Abkühlung fällt gerade das aktuelle Aktionsangebot von Lidl ins Auge: Eine mobile Klimalösung zu einem niedrigen Preis - was kann man da falsch machen? Keine Sorge: Wir sagen es euch.
Deal oder nicht? Klimagerät von Tronic im Lidl-Angebot
Für nur 129 Euro bietet Lidl ab Mittwoch, den 03. Juni das Klimagerät Tronic TLK 7000 C2 an, heruntergesetzt um 13% von 149 Euro. Eine überschaubare Ersparnis aber auch ein verlockend niedriger Endpreis von 129 Euro.
Das Gerät beherrscht drei Funktionen: Kühlen, Luftentfeuchten und Ventilieren. Dabei gibt es zwei Ventilationsstufen und eine automatische horizontale Oszillationsfunktion. Oszillation? Dabei bewegt sich das Lüftungsgitter, um die kühle Luft besser im Raum zu verteilen.
Für die Luftentfeuchtung ist ein 0,5 Liter fassender Tank verbaut, praktischer ist die Nutzung des 1,5m Ablaufschlauches. Eine Fensterabdichtung für den Abluftschlauch ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Die Kühlleistung von 7.000 BTU (2 kW) reicht für Räume mit 30-45 m³. Nichts für ganze Wohnungen, einzelne Zimmer (12-18 m²) sollten sich aber kühlen lassen.
Technische Daten Tronic TLK 7000 C2:
- 3 in 1 mit Kühlen, Luftentfeuchten und Ventilieren
- 2 Ventilationsstufen
- integrierter 24-Stunden-Timer
- Für Räume bis 18 m²
- Kühlleistung 7.000 BTU
- Entfeuchtungsleistung 1,5 l/h
Geringe Kühlleistung bei vergleichsweise hohem Verbrauch
Klingt doch verlockend? Stimmt schon, allerdings sollte zusätzlich zum Kaufpreis auch der Stromverbrauch einberechnet werden. Die Anlage dürfte die meiste Zeit mit recht hohem Energiebedarf arbeiten. Sonderlich effizient arbeiten Monoblock-Anlagen nur selten und um den Raum dauerhaft kühl zu halten, muss die Kühleinheit durchlaufen. Es gibt allerdings einen sparsameren und leiseren Nachtmodus, der aber auch weniger stark kühlt.
Euer Stromverbrauch wird sich bei dauerhafter Nutzung pro Tag um einige Kilowattstunden erhöhen - lasst ihr die Anlage durchlaufen, sind es fast 20 kWh zusätzlich. Bei durchschnittlichen Stromkosten von 27 Cent/kWh ergibt das etwas über 5 Euro pro Tag, realistisch sind wohl eher 2-3 Euro. Erfahrungsgemäß heizt sich der Raum sehr schnell wieder auf, sobald die Kühlung nicht mehr auf voller Kraft arbeitet.
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Unser Fazit: Im Notfall lässt sich ein (nicht zu großer) Raum mit der Tronic-Klimaanlage durchaus spürbar abkühlen. Im Hochsommer und im Dachgeschoss könnte es aber schon schwieriger werden. Dazu kommt ein hoher Stromverbrauch und sofortige Rückkehr der Hitze, wenn die Anlage nicht auf hoher Leistung läuft. Praktisch ist allerdings die Luftentfeuchtung. Wir würden trotzdem nicht zuschlagen, sondern lieber etwas mehr investieren und zwei Wochen warten.
Ab 15. Juni: Midea PortaSplit – Split-Klima ohne Handwerker
Während die Anfang Juni angebotene Tronic-Klimalösung eher ein Notbehelf gegen akute Hitzeprobleme darstellt, handelt es sich bei der ab Mitte Juni reduziert angebotenen Midea PortaSplit Cool um ein ausgewachsenes Klimagerät in Split-Bauweise statt Monoblock.
Bedeutet: Die Anlage besteht aus zwei mit einem flachen Schlauch verbundenen Komponenten, ähnlich wie bei einer PC-Wasserkühlung. Das Kühlgerät mit dem großen Ventilator steht draußen entweder auf dem Balkon, der Terrasse oder an der Fensterbank. Die Inneneinheit hingegen kann so deutlich leiser arbeiten und es ist auch kein dicker Abluftschlauch nötig, der die offene Fläche beim Fenster vergrößert und so mehr Wärme ins Haus lässt.
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Eine Halterung, um das Außengerät an einem Fenster zu montieren, liegt dem Paket bei. Besonders praktisch für Mieter: Es muss nicht angebohrt werden und erfordert auch sonst keine invasiven Umbauten.
Hohe Energieeffizienz aber auch ein höherer Anschaffungspreis
Highlight der PortaSplit ist aber ihre Arbeitsweise: Durch die getrennten Einheiten arbeitet die Kühlung effektiver, auch der Spalt für den Schlauch im Fenster ist deutlich kleiner. Die Haupt-Lärmequelle steht zudem außerhalb des Zimmers - auch wenn natürlich das Fenster einen Spalt offen sein muss.
Achtung: Lidl bietet das kleinere Modell der PortaSplit an. Die Cool-Variante kann nur kühlen und nicht heizen. Auch bei der Raumgröße müsst ihr gegenüber der PortaSplit-E einen Kompromiss eingehen: Bis zu 28 m² bzw. 70 m³ lassen sich damit temperieren, das teurere und nicht günstiger angebotene Modell schafft bis zu 48 m².
Technische Daten Midea PortaSplit Cool:
- 3 in 1 mit Kühlen, Luftentfeuchten und Ventilieren
- 4 Kühlstufen (48/46/42/38 dB(A))
- Fernbedienung und App-Steuerung
- Für Räume bis 28 m²
- Kühlleistung 8.000 BTU
- Split-Klimagerät, zwei fest verbundene Bauteile
Sollten euch die Einschränkungen nicht stören, bekommt ihr eine angenehm leise Klimalösung mit guter Kühlleistung pro Watt Stromverbrauch. Dafür spricht auch der SEER-Wert von 6,1 - ein hoher Wert steht für eine bessere Kühlleistung pro Watt, die Energieeffizenzklasse liegt damit bei A++.
Die Leistung lässt sich in mehreren Abstufungen (per Fernbedienung oder App) regeln, einen Schlafmodus gibt es ebenfalls. Maximal 38 dB(A) verspricht Midea im Silent-Modus, deutlich leiser als das günstige Tronic-Modell.
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Apropos günstig: Der Angebotspreis von 599 Euro klingt vielleicht auf den ersten Blick nicht nach einem Schnäppchen. Der Normalpreis liegt aber auch bei 749 Euro und die gebotene Mehrleistung gegenüber preiswerten Monoblock-Klimalösungen ist den Aufpreis unserer Ansicht nach wert. Spätestens, wenn ihr den deutlich geringeren Stromverbrauch mit einberechnet - vor allem mit einem Akku-Balkonkraftwerk wird es hier spannend, da sich der Strom für die Kühlung so ausgerechnet der Sonne abtrotzen lässt.


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