Bei Lidl ist ab Montag eine mobile Split-Klimaanlage im Angebot – ich nutze sie seit einem Jahr und kann euch sagen, ob sich der Kauf lohnt

Bei Lidl ist ab Montag die Midea Portasplit Cool im Angebot. Ich habe mir letztes Jahr eine Split-Klimaanlage zugelegt und kann es nur empfehlen, wenn es bei euch sehr warm wird.

Ich nutze das Schwestermodell der Portasplit Cool seit letztem Sommer. (Bildquelle: GameStar Tech Midea) Ich nutze das Schwestermodell der Portasplit Cool seit letztem Sommer. (Bildquelle: GameStar Tech / Midea)

Lidl verkauft ab Montag im Onlineshop eine mobile Split-Klimaanlage von Midea für 599 Euro. Das ist deutlich günstiger als bei anderen großen Händlern, die für vergleichbare Angebote eher ab 719 Euro verlangen.

Für alle, die im Sommer in heißen Schlafzimmern oder Dachgeschosswohnungen schwitzen, könnte das interessant sein.

Ich selbst habe mir im letzten Jahr die reguläre und etwas teurere Portasplit gekauft, die etwas mehr Leistung sowie eine Heizfunktion besitzt – allerdings auch nur, weil es das kleinere Modell noch nicht gab. Sonst hätte ich wohl da zugegriffen.

Das steckt drin

Die Midea Portasplit Cool ist die kleinere Variante der bekannten Split-Anlage von Midea. Sie kann kühlen, entfeuchten und ventilieren, bringt verschiedene Kühlstufen mit und lässt sich per Fernbedienung oder App steuern. Laut Lidl ist sie für Räume bis 28 Quadratmeter geeignet und erreicht eine Kühlleistung von 8.000 BTU.

  • Preis bei Lidl: 599 Euro
  • Kühlleistung: 8.000 BTU
  • Geeignet für Räume bis 28 Quadratmeter
  • 3-in-1-Funktion: Kühlen, Entfeuchten, Ventilieren
  • Vier Kühlstufen, Schlafmodus, App- und Fernbedienung
  • Energieeffizienzklasse: A++ mit SEER 6,1

Im Gegensatz zur größeren PortaSplit verzichtet die Cool-Version auf eine Heizfunktion. Wer also nicht nur im Sommer kühlen, sondern das Gerät auch in der Übergangszeit zum Heizen nutzen will, muss zum teureren Modell greifen.

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Warum das Split-Konzept spannend ist

Der größte Vorteil des Systems ist die Bauweise: Innen- und Außeneinheit sind getrennt, verbunden nur über einen flachen Schlauch. Dadurch arbeitet die Anlage effizienter als viele Monoblock-Klimageräte, ohne dass eine feste Installation nötig ist.

Für Mieter ist das praktisch, weil keine Festinstallation nötig ist und auch keine bleibenden Eingriffe an der Wand erforderlich sind.

Wer wie ich ein kleines Schlafzimmer im Obergeschoss hat, kennt das Problem: Im Sommer wird es schnell unangenehm warm, Einschlafen fällt schwer, und bei starker Hitze helfen irgendwann auch Ventilator und Kühldecke nicht mehr.

Eine mobile Split-Anlage kann da einen Unterschied machen, weil sie den Raum deutlich schneller und gezielter herunterkühlt als einfache Luftumwälzer oder günstige Monoblock-Geräte.

Was man vorher wissen sollte

Die Außeneinheit meiner Portasplit. (Bildquelle: GameStar Tech) Die Außeneinheit meiner Portasplit. (Bildquelle: GameStar Tech)

Ganz ohne Kompromisse kommt das System aber nicht. Außen- und Inneneinheit sind recht groß, das sollte man vor dem Kauf einkalkulieren. Auch das Fenster muss für den Schlauch offen bleiben, wenn auch nur mit einem kleinen Spalt. Wer wenig Platz am Fensterrahmen hat, wird bei der Fensterabdichtung etwas fummeln müssen.

Lidl nennt für die Cool-Version eine Lautstärke zwischen 38 und 48 dB(A) je nach Stufe. Das ist für ein Klimagerät ordentlich, aber im Schlafmodus bleibt das Gerät natürlich trotzdem hörbar.

Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, sollte damit rechnen, die Anlage eher vor dem Zubettgehen stark herunterzukühlen und sie nachts auszuschalten – so mache ich es immer.

Aus meinem Alltag

Die Innenheit ist ebenfalls nicht gerade kompakt und benötigt etwas Platz. (Bildquelle: GameStar Tech) Die Innenheit ist ebenfalls nicht gerade kompakt und benötigt etwas Platz. (Bildquelle: GameStar Tech)

Ich selbst nutze die reguläre Midea Portasplit mit etwas mehr Leistung (12.000 BTU) und Heizfunktion. Für mich war sie eine der besten Anschaffungen der letzten Jahre. Die Montage ist schnell erledigt.

In meinem Schlafzimmer mit Dachschräge steigt die Temperatur im Sommer schnell auf 27 Grad und bei solchen Werten kann ich einfach nicht schlafen.

In einem Raum mit rund 13 Quadratmetern kühlt die Anlage bei großer Hitze in rund zwei Stunden auf etwa 16 bis 17 Grad herunter. Wenn das Zimmer schon bei rund 22 Grad liegt, geht es deutlich schneller.

Der Komfortgewinn ist im Alltag hoch: Ich schlafe viel besser, wenn es angenehm kühl ist.

Mein erster Versuch mit Rohrisolation: Nicht perfekt, aber es funktioniert gut. Vielleicht mache ich es irgendwann nochmal etwas schöner und passgenauer. (Bildquelle: GameStar Tech) Mein erster Versuch mit Rohrisolation: Nicht perfekt, aber es funktioniert gut. Vielleicht mache ich es irgendwann nochmal etwas schöner und passgenauer. (Bildquelle: GameStar Tech)

Zwei Nachteile gibt es für mich allerdings: Selbst auf kleinster Stufe ist mir die Anlage noch zu laut. Wie schon erwähnt, kühle ich deshalb den Raum vor dem Schlafengehen herunter und schalte das Gerät zum Schlafen aus. Nur wenn es extrem heiß ist, lasse ich sie laufen. Wer also absolute Stille erwartet, wird mit dem System nicht glücklich.

Zudem empfand ich die mitgelieferte Fensterabdichtung zu fummelig, da ich kaum Platz um den Fensterrahmen herum habe. Ich habe dann bei Reddit einige Ideen in Form von Poolnudeln beziehungsweise Rohrisolation gefunden, die ich seither stattdessen nutze – funktioniert gut.

Verbrauch

Über die App kann man die Anlage steuern, zudem lässt sich der Energieverbrauch einsehen. (Bildquelle: GameStar Tech) Über die App kann man die Anlage steuern, zudem lässt sich der Energieverbrauch einsehen. (Bildquelle: GameStar Tech)

Der Stromverbrauch hängt natürlich stark von Raumgröße, Temperatur und Laufzeit ab. Bei mir lag der Verbrauch im Juni bei insgesamt 2,04 Kilowattstunden, weil ich die Anlage nicht täglich, sondern nur abends vor dem Schlafengehen nutze.

Im Mai waren es 6,57 Kilowattstunden – hier gab es einige wärmere Tage und die Anlage lief auch einmal die ganze Nacht durch. Wenn es innen und außen sehr warm ist, zieht das Gerät gerne über 800 Watt.

Für mich ist es kein Gerät für den Dauerbetrieb rund um die Uhr, sondern für gezielte Abkühlung in den heißen Stunden.

Für wen sich die Portasplit Cool lohnt

Die Portasplit Cool ist vor allem dann interessant, wenn ihr:

  • eine mobile Klimaanlage mit Split-Bauweise sucht.
  • keine feste Installation wollt oder dürft.
  • ein Schlafzimmer, Arbeitszimmer oder kleines Wohnzimmer gezielt kühlen möchtet.
  • auf Heizfunktion verzichten könnt.
  • eine Lösung für Mieter sucht, die sich rückstandslos wieder abbauen lässt.

Weniger passend ist das Angebot, wenn ihr:

  • ein größeres Zimmer oder mehrere Räume kühlen wollt.
  • die Heizfunktion der normalen Portasplit braucht.
  • ein möglichst kompaktes Gerät sucht.
Midea PortaSplit Cool
Midea PortaSplit Cool
Mobile Split-Klimaanlage mit einer Kühlleistung von 8.000 BTU / 2,3 kW. Kann Kühlen, Entfeuchten und Ventilieren.
Midea PortaSplit
Midea PortaSplit
Die größere Variante mit 12.000 BTU und zusätzlicher Heizfunktion.

Alternativen

Wer mehr Leistung oder die Heizfunktion braucht, muss zur größeren Portasplit greifen und entsprechend mehr ausgeben. Für kleine bis mittelgroße Räume kann die günstigere Cool-Version dagegen schon reichen.

Fazit

Die Midea Portasplit, auch in der günstigeren Cool-Variante, ist kein Schnäppchen. Ich hatte selbst länger überlegt, ob ich so viel Geld für ein Kühlgerät ausgebe oder mir doch lieber einen günstigen Monoblock kaufen soll.

Allerdings haben einige Personen in meinem Umfeld solch günstigere Geräte und sind zumeist nur mäßig begeistert davon. Ich habe mich daher für dieses Gerät entschieden, nachdem ich viele positive Erfahrungsberichte gelesen hatte, und bereue es bislang nicht.


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Unterm Strich ist die Portasplit Cool vor allem für kleine bis mittelgroße Räume interessant, wenn ihr eine mobile Split-Lösung ohne feste Installation sucht.

Wer mehr Leistung oder Heizfunktion braucht, muss zur größeren Portasplit greifen und entsprechend mehr ausgeben.

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