Die EcoFlow Wave 3 kühlt mich auch beim Camping ab – und zwar mit Sonnenenergie

Ein Zelt mit Klimaanlage? Das gibt es tatsächlich: Die EcoFlow Wave 3 hält mein Outdoor-Refugium in diesem wechselhaften Sommer wahlweise kühlt oder warm.

Ein Solarpanel mit 400 Watt, das den lieben langen Tag auf der Gartenliege chillen und dabei Strom erzeugen darf, reicht bereits, um im Zelt für angenehme Abkühlung zu sorgen: Der epische Kampf Sonne gegen Sonne. Ein Solarpanel mit 400 Watt, das den lieben langen Tag auf der Gartenliege chillen und dabei Strom erzeugen darf, reicht bereits, um im Zelt für angenehme Abkühlung zu sorgen: Der epische Kampf Sonne gegen Sonne.

Zu Beginn eine Beichte: Camping ist bei mir ein wenig heimatnäher als üblich. Um genau zu sein, befindet sich das Rückzugsdomizil im recht üppig dimensionierten Garten. Dort steht ein sonst für Liverollenspiele genutztes Zelt, das im Sommer als ausgelagertes Homeoffice und abendliche Zockerhöhle für meinen Sohn und mich dient. Ab und zu wird darin auch mal geschlafen.

Der Strom für Arbeit und Gamingsessions kommt aus einer Powerstation, die per Sonne recht zuverlässig geladen wird. Aber eines störte dann doch immer wieder: teils recht unerfreuliche Temperaturen.

Zur Einordnung: Ich wohne in Schleswig-Holstein, hier ist es oft regnerisch und meist kühler als in den südlicheren Bundesländern. Im Sommer kann es aber trotzdem auch warm werden. Nein, das erfinde ich nicht einfach so, das stimmt wirklich.

Ihr kennt das sicherlich, so ein der Sonne ausgesetzter und geschlossener Raum wird schnell zur Sauna. Das gilt auch für das eigentliche Homeoffice direkt unterm Dach. Ich bin nicht sehr klug in der Wahl meiner Arbeitsstätten, ich weiß.

Vergleichen mit günstigen mobilen Baumarkt-Klimageräten ist die Ecoflow Wave 3 angenehm klein und mit 15,6 kg auch transportabel. Weitere 10 kg würde allerdings der optionale Akku draufschlagen. Vergleichen mit günstigen mobilen Baumarkt-Klimageräten ist die Ecoflow Wave 3 angenehm klein und mit 15,6 kg auch transportabel. Weitere 10 kg würde allerdings der optionale Akku draufschlagen.

Mobile Klimaanlage vs. Dachgeschoss-Hitze

Im Dachbüro versucht eine mobile und eher günstige Klimaanlage, die Hitze zu bekämpfen – diese sperrigen Dinger auf Rollen, mit nur einem Schlauch und der Geräuschkulisse Mordors kurz vor Feierabend. Frisst Strom ohne Ende, sobald man sie ausschaltet, ist es sofort wieder heiß im Raum, naja. Aber das muss doch besser gehen? Und vielleicht flexibel genug, um auch draußen im Zelt für Erfrischung zu sorgen?

Tatsächlich erwies sich die EcoFlow Wave 3 als Glücksgriff für dieses Problem. Die mobile Klimalösung nutzt eine Wärmepumpe für gute Effizienz, ist mit 15 Kilogramm und gerade einmal einem Viertel der Bauhöhe meiner "großen" Anlage gut transportabel und wurde mir, Transparenzhinweis, von EcoFlow testweise zugeschickt.

Die Schlauchsysteme der EcoFlow Wave 3 sind recht flexibel - die Klimaanlage kann dabei sowohl im RaumZelt oder auch außerhalb (mit nach innen geführten Schläuchen) eingesetzt werden. Die Schlauchsysteme der EcoFlow Wave 3 sind recht flexibel - die Klimaanlage kann dabei sowohl im Raum/Zelt oder auch außerhalb (mit nach innen geführten Schläuchen) eingesetzt werden.

Das bedeutet aber nicht, dass ich jetzt aus Dankbarkeit in allen Punkten total begeistert bin, ich habe da auch Kritikpunkte. Aber so generell ist die Wave 3 schon ein beachtlicher Luxus an Hochsommertagen. Auch preislich allerdings: Das Basisgerät kostet 799 Euro, zusätzlich gibt es noch einen Unterschnall-Akku, der auch einen Anschluss für ein Solarpanel bietet, für 599 Euro.

  • Kühlleistung: 6.100 BTU (1.800 Watt)
  • Heizleistung: 6.800 BTU (2.000 Watt)
  • Kältemittel: R290 (112 g)
  • Nettogewicht (ohne Akku): 15,6 kg
  • Abmessungen: 519 x 297 x 336 mm
  • Betriebsgeräusch: 44-58 dB
  • IP-Schutzklasse: IPX4

Nimm das, Sonne: Solarenergie sorgt für Abkühlung

Und auch wenn der Preis gesalzen ausfällt, gerade in Kombination mit dem Akku und PV ist es mein persönliches Lieblingstestprodukt in diesem Jahr. Bis zu 400 Watt können per Solareingang auch im laufenden Betrieb geladen werden, sodass die 1 kWh Kapazität des LFP-Akkus auch unter Last nur langsam abnimmt.

Apropos Last: Im maximalen Kühlmodus genehmigt sich die Klimalösung gut 550-650 Watt, mein Zelt ist damit nach einer Stunde von Das tötet Menschen auf Oh, aushaltbar gefallen. Anschließend reicht ein deutlich stromsparenderer Betrieb, um die Temperatur zu halten. Und das sogar in einem nicht wirklich wärmeisolierten Baumwollzelt.

Der 2025er-Sommer war voller Überraschungen, an einigen sich in die Nacht erstreckenden Zockrunden mit dem Nachwuchs sank die Temperatur in fast schon unangenehme Niederungen. Die Wave 3 kann aber auch heizen, was für kuschelige Temperaturen sorgte. Noch besser ist hier im Norden aber die Funktion zur Luftentfeuchtung. Im Zelt allerdings ist das eine Quest, die EcoFlow wohl nie beenden können wird.

Im Büro läuft die Wave 3 meistens im energiesparenden Eco-Modus, der zudem auch leise genug ist, um konzentriert arbeiten zu können. Oder um konzentriert aus dem Fenster zu starren, wie die Katze. Im Büro läuft die Wave 3 meistens im energiesparenden Eco-Modus, der zudem auch leise genug ist, um konzentriert arbeiten zu können. Oder um konzentriert aus dem Fenster zu starren, wie die Katze.

Die Ecoflow Wave 3 ist transportabel genug für den Einsatz an zwei Orten

Im Dachbüro zeigt sich die Wave 3 als deutlich effizienter als die ältere Klimalösung. Dass die Wave 3 auf zwei separate Schläuche für An- und Abluft verfügt, hilft spürbar. Und hier funktioniert der Teil mit der Luftentfeuchtung auch deutlich besser. Der Akku bleibt unterdessen einfach im Zelt stehen, die Klimaanlage wird dann später nur draufgeschoben und mit einem Kabel verbunden.

Der Stromverbrauch bei vergleichbarer Kühlleistung sinkt von 900 auf 600 Watt unter Last - und die ältere Klimalösung arbeitet so gut wie durchgehend unter voller Last, während die Ecoflow deutlich öfter runterschalten kann und es auch automatisch tut. Fürs Wohnzimmer reicht die Leistung jedoch nicht, Ecoflow gibt an, dass Räume mit maximal 11-15 Quadratmetern ausreichend gekühlt werden können.

Ihr merkt schon, ich bin begeistert. Ein paar Kleinigkeiten nerven aber, beispielsweise unerklärliche Hochleistungskühlaktionen, obwohl die Anlage eigentlich im Standby sein sollte. Oder der mitunter zickige Wasserablauf, der mir schon einmal den Zeltboden in eine Pfütze verwandelt hat. Seit die Anlage etwas erhöht steht, ist das aber behoben. Und natürlich der hohe Preis, auch wenn die praktische Abkühlung im Sommer schon sehr verlockend ruft.

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