Es ist mehr als 36 Jahre her, dass die erste 486er-CPU von Intel erschienen ist und immerhin 18 Jahre, dass das letzte Modell hergestellt wurde. Doch Linux konnte trotzdem bis vor Kurzem noch mit der hoffnungslos veralteten Architektur umgehen.
Das ändert nun ein Patch für den 6.15 Kernel, mit dem Linux bestimmte Funktionen voraussetzt, die 486er nicht bieten (via Ars Technica).
- Die Unterstützung für die nochmals älteren 386er-Prozessoren wurde bereits 2012 gestrichen und Linux-Erfinder Linus Torvalds hat laut Ars Technica bereits vor fast drei Jahren empfohlen, dasselbe mit 486er-Prozessoren zu tun.
- In einer Nachricht zu dem Patch wird Torvalds mit den folgenden Worten zitiert:
Ich habe wirklich das Gefühl, dass es an der Zeit ist, die i486-Unterstützung hinter sich zu lassen. Es gibt keinen wirklichen Grund für irgendjemanden, auch nur eine Sekunde der Entwicklungsarbeit auf diese Art von Problemen zu verschwenden.
- Zu den betroffenen Modellen gehören gleichzeitig auch einige frühe Versionen der 586er-Prozessoren.
Wer Systeme mit diesen CPUs im Jahr 2025 also wirklich weiter benutzen möchte, der muss auf ältere Versionen von Linux oder andere Betriebssysteme setzen.
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Was ist mit Windows?
- Das Betriebssystem von Microsoft hat die offizielle Unterstützung für die 1989 erstmals erschienenen 486er-Prozessoren von Intel deutlich früher gestrichen als Linux.
- Bereits Windows ME aus dem Jahr 2000 nannte nur noch Pentium-Prozessoren als mindestens benötigte CPUs.
- Überraschend kommt das allerdings nicht, schließlich ist Windows ein äußerst weitverbreitetes Betriebssystem, das sich in puncto Support und Sicherheit auf Massenware konzentrieren muss, während Linux ein deutlich kleineres Publikum anspricht.
Dass man so ein System auch heute noch grundsätzlich verwenden kann, zeigen unter anderem zahlreiche Beispiele bei YouTube. In einem Fall wird sogar die Verbindung mit dem Internet und ChatGPT hergestellt. Ob das so die allerbeste Idee ist, steht aber auf einem anderen Blatt.
Wie lange 486er-CPUs schon nicht mehr aktuell sind, zeigt auch ein Blick auf unsere eigene Vergangenheit, die im Jahr 1997 begann. In unserem Retro-PC, den wir anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums im Jahr 2017 gebaut haben, steckte bereits ein Pentium-Prozessor:
16:58
20 Jahre GameStar: Retro-PC - Wir bauen einen High-End-Spiele-PC von 1997 zusammen. - Wir bauen einen High-End-Spiele-PC von 1997 zusammen.
Dass derart veraltete Hardware einige Besonderheiten zu bieten haben kann, die wir heutzutage längst nicht mehr kennen, zeigt indes der folgende Artikel:
Unabhängig davon dürfte es nicht allzu viele Menschen stören, dass Linux jetzt keine 486er-CPUs mehr unterstützt. Solche Prozessoren sind dann doch eher etwas für ein Museum als für einen aktiv genutzten Rechner.
Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr eigene Erfahrungen mit Linux und/oder mit 486er-Prozessoren habt!
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