Was in »Ted« oder »Toy Story« noch reine Fiktion war, könnte demnächst tatsächlich Realität werden. Spielzeuge, die dank KI fast lebensecht mit ihren Besitzern interagieren können, sind zumindest vorstellbar – und Mattel arbeitet offenbar schon an den ersten Modellen.
Mattel und OpenAI arbeiten zusammen
Darum geht's: Mattel, einer der größten Spielzeughersteller der Welt und Inhaber von Marken wie Barbie, Hot Wheels, Polly Pocket oder auch UNO, hat eine Zusammenarbeit mit OpenAI angekündigt.
In einer Mitteilung vom 12. Juni 2025 wurde diese Kooperation angekündigt. Die KI-Tools von OpenAI sollen einerseits hinter den Kulissen bei der Produktentwicklung zum Einsatz kommen, aber offenbar auch direkt in Spielzeugen.
In der Mitteilung ist etwa die Rede von »KI-gesteuerten Produkten und Erlebnissen auf der Grundlage der Marken von Mattel«.
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Das erste Produkt dieser Zusammenarbeit soll dabei noch in diesem Jahr vorgestellt werden. Alleine die Idee von KI-Spielzeug ruft dabei allerlei Bedenken und Ängste hervor. Die Diskussion darum hat arstechnica gut abgebildet.
In dem Schreiben versichert Mattel zwar, dass die Sicherheit und Privatsphäre der Kinder an erster Stelle stünden, einige Beobachter hinterfragen aber, ob der Hersteller das überhaupt gewährleisten kann. Robert Weissman, der Co-Präsident des US-amerikanischen Verbraucherschutzvereins Public Citizen fasst die Bedenken folgendermaßen zusammen:
Wenn man Spielzeug mit menschlich anmutenden Stimmen ausstattet, die in der Lage sind, menschenähnliche Gespräche zu führen, riskiert man, den Kindern echten Schaden zuzufügen [...] Es kann die soziale Entwicklung untergraben, die Fähigkeit der Kinder, Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen, beeinträchtigen, Kinder vom Spielen mit Gleichaltrigen abhalten und möglicherweise langfristige Schäden verursachen.
Public Citizen fordert daher mehr Transparenz von Mattel und OpenAI, damit Eltern besser abschätzen können, womit sie es zu tun haben. Derzeit liegt die Altersbeschränkung etwa für die Nutzung von ChatGPT bei 13 Jahren. Dieselbe Beschränkung müsste daher auch für Spielzeug gelten.
Andere Beobachter aus der Tech-Branche haben ebenfalls Bedenken zu dem Vorgehen geäußert und fürchten, dass es noch zu früh für solche Produkte sein könnte. KI-Modelle neigen noch immer dazu, zu halluzinieren oder Fakten einfach zu erfinden.
Letztlich kann niemand wollen, dass sich demnächst Kinder in romantischen Beziehungen mit ihren Barbie-Puppen oder Hot-Wheels-Autos wiederfinden.
Was haltet ihr davon? Sind die Bedenken berechtigt oder übertrieben? Schreibt es gerne unten in die Kommentare.
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