Meta ist zur zentralen Säule der digitalen Kommunikation in Deutschland geworden.
Laut einer repräsentativen Umfrage von YouGov und der Macromedia University of Applied Sciences verwenden 89 Prozent der Deutschen mindestens einen Meta-Dienst – sei es Facebook, Instagram, WhatsApp oder Threads.
Diese Dominanz geht jedoch weit über reine Nutzerzahlen hinaus: Für den Konzern entscheidend ist die enorme Aktivität auf den Plattformen, denn hier liegt der wahre Vorteil im KI-Wettbewerb.
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Die YouGov-Umfrage offenbart ein Muster. Zwar nutzen viele Menschen auch YouTube und TikTok, doch die Qualität ihrer Interaktion mit Meta-Diensten unterscheidet sich erheblich:
- 68 Prozent der Befragten posten und reagieren häufiger auf Meta-Plattformen als auf allen anderen von ihnen genutzten Netzwerken.
- Zeitgleich verbringen 57 Prozent mehr Zeit auf Meta-Diensten als auf der Konkurrenz.
Diese Kombination ist eminent wichtig für Metas KI-Ambitionen. Die kontinuierliche Erzeugung neuer Inhalte, das Teilen, Kommentieren oder anderweitiges Interagieren schafft eine enorme Datenmenge, auf die die hauseigene KI trainiert werden kann.
Meta nutzt diese Ressourcen bereits aktiv. Seit Mai 2025 trainiert der Konzern seine KI-Systeme mit öffentlichen Inhalten von Facebook und Instagram sowie mit Interaktionen mit dem KI-Chatbot – auch in der EU.
Private WhatsApp-Chats bleiben zwar verschlüsselt, doch Gespräche mit der KI gelten als öffentlich und fließen ebenfalls in die Modellentwicklung ein.
Apropos WhatsApp: Der Messenger spielt in Metas Überlegungen eine gesonderte Rolle.
- Der YouGov-Umfrage zufolge findet heutzutage ein Großteil der alltäglichen digitalen Interaktionen in diesem Kanal statt.
- Diese Dominanz spannt über mehrere Generationen hinweg – mit einer interessanten Einschränkung. Während Gen Z ihre Präferenz bei Instagram hat, bewältigen vornehmlich ältere Generationen das Gros ihrer Kommunikation über WhatsApp.
Meta verschärft den Einsatz dieser Daten zusätzlich. Ab dem 16. Dezember sollen KI-Chatdaten außerhalb der EU auch für personalisierte Werbung und Empfehlungen verwendet werden. Das bedeutet, dass Gespräche mit dem Chatbot künftig die Inhalte und Anzeigen beeinflussen können, die Nutzer sehen.
Der Konzern hat zudem angekündigt, den freiwilligen KI-Verhaltenskodex der Europäischen Kommission nicht zu unterzeichnen.
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