Gute Nachrichten für PC-Gamer: Microsoft bringt neue Technologie für NVIDIA- und Intel-Grafikkarten

Advanced Shader Delivery kommt Ende Oktober für NVIDIA-RTX- und Intel-Arc-Grafikkarten. Wir erklären euch, was hinter Microsofts neuer Anti-Ruckler-Technologie steckt.

Neben dem neuen Gears of War soll auch das kommende Call of Duty mit dem neuen Feature versehen werden. (Bildquelle: 3djuegos | Activision – Microsoft – Nvidia) Neben dem neuen Gears of War soll auch das kommende Call of Duty mit dem neuen Feature versehen werden. (Bildquelle: 3djuegos | Activision – Microsoft – Nvidia)

Wenn ihr am PC spielt, kennt ihr das Problem vermutlich nur zu gut: Ihr installiert ein neues Spiel und noch bevor ihr das Hauptmenü erreicht, begrüßt euch ein Ladebildschirm mit dem Hinweis »Shader werden kompiliert«. Der Fortschrittsbalken kriecht quälend langsam voran – und wenn ihr endlich loslegen könnt, ruckelt das Spiel in den ersten Arealen trotzdem immer wieder.

Das tritt zwar nicht bei jedem Titel auf, ist aber ein extrem nerviger Umstand in der Welt des PC-Gamings. Microsoft arbeitet schon länger an einer Lösung, um diese Wartezeit auf ein Minimum zu reduzieren, und steht nun kurz vor dem Rollout einer passenden Technologie.

Gears of War: E-Day wird auf Advanced Shader Delivery setzen – Microsofts System, das euch das Warten beim Optimieren erspart, da die Shader bereits vorkompiliert mit dem Spiel ausgeliefert werden.

Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite 3DJuegos und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.

Was ist Advanced Shader Delivery?

Das Feature hört auf den Namen Advanced Shader Delivery (ASD). Das Konzept dahinter: Vorkompilierte Shader werden direkt zusammen mit dem Download kompatibler Spiele bereitgestellt, anstatt euren Rechner beim Spielstart oder während des Gameplays damit zu belasten.

Wie Microsoft nun bekannt gegeben hat, wird der Support für ASD Ende Oktober auf Grafikkarten von NVIDIA und Intel ausgeweitet. Die Liste umfasst sämtliche RTX- und Spark-GPUs sowie die Modelle Intel Arc B570 und B580 sowie Prozessoren der Core-Ultra-Serien 2 und 3.

Auf der GDC 2026 hat NVIDIA bereits eine Zusammenarbeit mit Microsoft angekündigt, um ASD und weitere Werkzeuge »Ende dieses Jahres« auf GeForce-RTX-Karten zu bringen, ohne damals konkrete Generationen zu nennen.

Aktuell gibt es noch keinen festen Veröffentlichungstag, und auch die nötigen Mindestversionen der Treiber für NVIDIA und Intel stehen noch aus. Zudem reicht reine Hardware-Kompatibilität nicht aus: Auch die Entwicklerstudios müssen ASD aktiv implementieren, um vorkompilierte Shader zu verteilen und eure Wartezeiten zu verkürzen.


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Wie funktioniert Advanced Shader Delivery

Im Detail: In der offiziellen Präsentation vom August 2025 erklärte Microsoft, dass die Technologie die Shader-Kompilierung in die Cloud verlagert. Bei Shadern handelt es sich um kleine Rechenprogramme, die festlegen, wie die Grafikkarte Beleuchtung, Texturen und andere Bildelemente darstellt.

Diese müssen exakt auf die jeweilige Kombination aus Spiel, GPU und Treiber abgestimmt sein. Normalerweise übernimmt euer PC diese Rechenarbeit beim ersten Spielstart oder mitten im Gameplay – mit ASD soll das künftig bereits während des Spieledownloads geschehen.

Advanced Shader Delivery erweitert den Support auf NVIDIA RTX und Intel, um Ladezeiten und störende Ruckler durch Shader-Kompilierung in unterstützten Titeln zu reduzieren. (Bildquelle: VideoCardz) Advanced Shader Delivery erweitert den Support auf NVIDIA RTX und Intel, um Ladezeiten und störende Ruckler durch Shader-Kompilierung in unterstützten Titeln zu reduzieren. (Bildquelle: VideoCardz)

Advanced Shader Delivery erweitert den Support auf NVIDIA RTX und Intel, um Ladezeiten und störende Ruckler durch Shader-Kompilierung in unterstützten Titeln zu reduzieren. Bildquelle: VideoCardz.

Das Prinzip sieht vor, dass die Daten vorab kompiliert und im Downloadpaket des Spiels mitgeliefert werden. So liegt unter Windows direkt ein fertiger Cache bereit, wodurch das System den langwierigen Rechenprozess beim ersten Start komplett überspringen kann. Erkennt das System ein Treiber-Update, aktualisiert Microsoft diesen Cache automatisch im Hintergrund (via VideoCardz). Für euch bedeutet das vor allem: spürbar kürzere Wartezeiten und weniger Ruckler beim Zocken.

Was die Performance betrifft, verspricht Microsoft beachtliche Resultate: Advanced Shader Delivery soll die Dauer der Shader-Kompilierung um rund 95 Prozent verkürzen. Beim kommenden Gears of War: E-Day soll der erste Spielstart auf einem typischen Gaming-PC dadurch von mehreren Minuten auf wenige Sekunden schrumpfen.

Die Technologie debütierte im Oktober 2025 auf dem ROG Xbox Ally und Ally X und wurde im Mai 2026 auf alle AMD-RDNA-Architekturen ausgeweitet. Ende des Monats öffnet Microsoft ASD nun für Systeme mit Intel- und NVIDIA-Hardware.

Um ASD nutzen zu können, benötigt ihr mindestens Windows 11 24H2 und aktuelle Treiber. Microsoft hat bereits bestätigt, dass Call of Duty: Modern Warfare 4 und weitere Blockbuster ASD unterstützen werden.

Eine Übersicht findet ihr in der aktuellen Liste aller Spiele mit ASD-Support. Ob ein Spiel die Technologie nutzt, erkennt ihr künftig an folgendem Hinweis im Interface: »Vorkompilierte Shader installiert«. Bislang wird ASD von AMD RDNA 1 bis RDNA 4 (ab Adrenalin 26.6.1) sowie Qualcomm Snapdragon X2 (ab Treiber 2026.08.3) unterstützt.

Wer die Technikszene aufmerksam verfolgt, weiß möglicherweise, dass NVIDIA bereits ein ähnliches Feature namens Auto Shader Compilation im Portfolio hat. Allerdings funktioniert dieses grundlegend anders: Nach einem Grafiktreiber-Update generiert das Tool die Shader für DirectX-12-Spiele lokal auf eurem PC neu, sobald das System im Leerlauf ist.


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ASD setzt dagegen früher an: Microsoft stellt die fertigen Shader direkt gebündelt mit den Spieldateien bereit. Nun bleibt abzuwarten, wie viele Spiele das Feature zügig integrieren und wie stabil es über alle GPU-Reihen hinweg läuft. Das Ziel ist klar: Herunterladen und direkt ohne Verzögerung losspielen soll am PC endlich zum Standard werden.

Wie sieht es bei euch aus? Was haltet ihr von Microsofts Ansatz? Glaubt ihr, dass Advanced Shader Delivery nervige Shader-Kompilierungsbalken am PC endlich der Vergangenheit angehören lässt? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!


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