Die Ära der klassischen Browser neigt sich wohl dem Ende zu: Microsoft führt den Copilot-Modus in den Edge-Browser ein und signalisiert damit den »nächsten Schritt zu einer mächtigeren Surflösung«. Damit wird der Browser in einen KI-gestützten Navigator verwandelt, der weit über herkömmliche Suchfunktionen hinausgehen soll.
»Eine neue Art des Surfens«
Microsoft warnt zunächst allerdings noch davor, dass es sich beim Copilot-Browser um ein »experimentelles Feature« handelt; mit Bugs und Problemen ist also zu rechnen.
Die Funktionsweise soll an einen persönlichen Assistenten erinnern: Statt zwischen verschiedenen Websites zu wechseln und Informationen manuell zu vergleichen, können Nutzer dem KI-Helfer konkrete Aufträge erteilen.
- Ein Beispiel liefert Microsoft selbst: Wer nach einem veganen Rezept sucht, kann Copilot einfach fragen, wie sich ein fleischhaltiges Gericht entsprechend anpassen lässt, ohne die Seite verlassen zu müssen.
- Zudem lassen sich – nach ausdrücklicher Nutzerzustimmung – alle geöffneten Registerkarten erfassen und auswerten, um etwa Vergleiche und Analysen bei einer Produktsuche durchzuführen.
Die Integration von Sprachsteuerung komplettiert das Angebot. Microsoft plant außerdem, die Funktionen schrittweise zu erweitern und Copilot Zugriff auf Browser-Verlauf und Login-Daten zu gewähren.
Zudem öffnet Microsoft im Blogeintrag die Hintertür für ein mögliches Bezahlabonnement offen: »Der Copilot Mode steht in allen Copilot-Märkten für einen begrenzten Zeitraum kostenlos in Microsoft Edge für Windows und Mac zur Verfügung.«
Microsoft kämpft seit Jahren (via Statcounter) eher erfolglos darum, dem Marktführer Chrome nennenswerte Marktanteile abzujagen. Trotz aller Bemühungen – und diese waren oft umstritten – verharrt Edge seit Monaten weltweit bei rund 13 Prozent Marktanteil.
Chrome dominiert weiterhin mit rund 66,6 Prozent, während Safari (7,3 Prozent) oder Firefox (6 Prozent) nicht einmal in die Nähe davon kommen. Ob der neue Copilot-Modus das Ruder herumreißen kann, darf auch angesichts anhaltender Datenschutzbedenken bezweifelt werden.
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