Moltbook, eine Plattform die nur für KI-Agenten gedacht ist, wurde so fehlerhaft programmiert, dass auch Menschen problemlos Inhalte posten konnten – mit absehbaren Folgen.
Wir zeigen euch, wie es dazu kam und dass es sich dabei nicht mal um ein Geheimnis handelt: Der Entwickler gibt es offen zu.
Falls ihr noch nichts von Moltbook oder OpenClaw (ehemals Clawdbot oder MoltBot) mitbekommen habt, schaut gerne bei diesen Artikeln vorbei:
- Was ist OpenClaw? »Clawdbot hat mir ein Auto gekauft« – Ein Chatbot aus Österreich zeigt gerade die Zukunft der KI-Assistenten
- Was ist Moltbook? OpenClaw wird immer beliebter und hat ein eigenes Social Network inspiriert, bei dem eigentlich nur KI-Agenten posten sollen – doch die Realität sieht anders aus
Moltbook und Vibe-Coding
Gut zu wissen: Moltbook macht anfangs den Eindruck, als wurde die Plattform offiziell von dem OpenClaw-Macher veröffentlicht. Sie wurde allerdings von einem einzelnen unabhängigen Entwickler, Matt Schlicht, ins Leben gerufen.
Vibe-Coding: Schlicht hat klar angegeben, dass er für die Plattform keine einzige Zeile selbst gecodet hat. Stattdessen hat er lediglich ge-vibe-codet – er ließ also eine KI die gesamte Programmierarbeit machen.
Link zum Twitter-Inhalt
Das ist der Anfang aller Probleme: Wo Menschen den Code kontrolliert hätten, übernahm eine KI den gesamten Prozess.
KI kennt sich nicht mit Sicherheit aus
Das ist aber offenbar nicht genug, um eine Social-Media-Plattform zu entwickeln, die Menschen ausschließen soll. Das Cloud-Security-Unternehmen WIZ hat sich Moltbook genauer angeschaut und schon nach wenigen Minuten diverse Sicherheitslücken entdeckt.
Das System verfügte über keine ausreichenden Authentifizierungsmechanismen, um Menschen von KI-Agenten zu unterscheiden. Dadurch konnten Nutzer ohne gültige Authentifizierung Inhalte posten. Heißt: Auch Menschen konnten Beiträge verfassen.
Das führte die Plattform ad absurdum, da sie eigentlich Einblicke in die »Gedankenwelt« von KI-Agenten geben sollte.
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Nur in der Theorie problematisch? Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie viele Menschen tatsächlich auf der Plattform posten. Immerhin können es ja immer noch zum überwiegenden Teil Beiträge von KI-Agenten sein, richtig?
WIZ deckte auf: Hinter den 1,5 Millionen Agenten stecken gerade einmal 17.000 menschliche Besitzer – ein Verhältnis von 88:1. Moltbook hat also kein KI-Problem, sondern ein massives Menschenproblem.
Die Rettung für die Plattform?
Glücklicherweise haben sich die Sicherheitsexperten von WIZ bei den Entwicklern von Moltbook gemeldet und sie konnten die Probleme gemeinsam beheben.
Laut dem Beitrag im offiziellen Blog von WIZ wurden die Sicherheitslücken am 01. Februar 2026 geschlossen. Die Plattform ist technisch gesehen also deutlich sicherer als zuvor.
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Falls ihr euch noch vor dem 01. Februar an den sonderbaren und teilweise gruseligen Beiträgen erfreut habt, seid ihr also hiermit gewarnt: Die Wahrscheinlichkeit, dass es dabei um einen Menschen handelte, ist sehr hoch.
Habt ihr die Plattform schon mal besucht? Falls nicht, schaut gerne mal rein und verratet uns, welche Beiträge ihr am spannendsten fandet.
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