Kennt ihr das? Ihr sitzt als Beifahrer im Auto oder im Zug, starrt nur für wenige Minuten auf den Smartphone-Bildschirm und plötzlich dreht sich der Magen um. Genau gegen diese lästige Reiseübelkeit rollt Google jetzt einen smarten Helfer für euer Handy aus.
Wie das Tech-Portal Android Authority berichtet, hat die Verteilung des neuen »Motion Assist«-Features für Android 17 bereits begonnen.
Die Funktion, die aktuell bereits auf ersten Pixel-Smartphones landet, trickst euer Gehirn mit visuellen Bewegungshinweisen am Displayrand aus und soll so Schwindel und Übelkeit bei der Handynutzung während der Fahrt verhindern oder zumindest abmildern.
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Android Auto wird smarter: Google stellt umfangreiches Update mit Gemini-Integration vor
Ein Mittel gegen Reiseübelkeit
Schaut ihr während einer Fahrt mit Auto, Bus und Co. auf das Handy oder ein Buch, kann es vorkommen, das euch schnell schlecht wird. Ausgelöst wird dies durch zwei Wahrnehmungen, die gleichzeitig auf euch einprasseln.
Einfach ausgedrückt: Während euer Körper merkt, dass ihr euch bewegt, sind die Augen auf ein starres Objekt fokussiert.
Mit »Motion Assist« soll dies verhindert werden. Wird die Funktion aktiviert, zeigt das Smartphone auf dem Bildschirm Objekte an, die Bewegung simulieren.
Aktivieren lässt sich der "Motion Assist" in den Einstellungen unter Euer Profil > Alle Dienste > »Persönliche Sicherheit & Gerätesicherheit«. Neben der Option, die Anti-Übelkeit-Funktion jedes Mal manuell zu aktivieren, gibt es auch die Möglichkeit, sie Fahrten automatisch erkennen zu lassen. Hierbei erkennt das Handy automatisch, sobald ihr euch in einem bewegenden Fahrzeug befindet und aktiviert sie direkt.
Auch Form, Farbe und Deckkraft der Symbole können in den Einstellungen angepasst werden.
Apple als Vorbild
Ganz neu ist diese clevere Idee allerdings nicht. Wer mit einem Blick über den Tellerrand im Apple-Kosmos unterwegs ist, kennt das Feature vielleicht schon: Apple hat mit iOS 18 unter dem Namen »Fahrzeug-Bewegungshinweise« eine ganz ähnliche Funktion für iPhones eingeführt.
Auf der Android-Seite waren Nutzer für diesen Trick gegen die Übelkeit bislang auf Drittanbieter-Apps wie etwa KineStop aus dem Play Store angewiesen.
Zwar hatten einige Hersteller wie Oppo oder Vivo bereits ähnliche Lösungen auf ihren Geräten integriert, aber erst jetzt verankert Google das Anti-Übelkeit-Feature mit Android 17 tief im System.
Tipp: Auch für Gaming-Handhelds wie das Steam Deck gibt es bereits Lösungen, um auch während der Fahrt problemlos spielen zu können.
Der große Vorteil der offiziellen Google-Lösung: Dank neuer System-Schnittstellen schweben die rettenden Punkte nun auch problemlos über Systemmenüs, der Benachrichtigungsleiste oder dem Sperrbildschirm – etwas, woran externe Apps bisher oft gescheitert sind.
Wie sieht es bei euch aus? Gehört ihr auch zu den Menschen, denen beim Blick aufs Smartphone während der Autofahrt oder im Zug schnell flau im Magen wird? Habt ihr vielleicht schon Erfahrungen mit Apps wie KineStop oder Apples Lösung gemacht? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.

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