Netflix vs. Apple - Streaming-Dienst will 30-Prozent-Abgabe umgehen

Der Streaming-Dienst Netflix will die 30-Prozent-Abgabe an Apple im App-Store durch einen Trick umgehen.

von Georg Wieselsberger,
22.08.2018 09:11 Uhr

Netflix testet den Abschluss von Abos im Browser für iOS-Nutzer.Netflix testet den Abschluss von Abos im Browser für iOS-Nutzer.

Netflix ist der weltweit beliebteste Streaming-Dienst und bietet natürlich auch eine entsprechende iOS-App für Geräte von Apple an. Doch im App-Store angebotene Apps und auch Käufe oder Abos, die über Apple abgerechnet werden, sind für die eigentlichen Anbieter recht teuer.

Apple verlangt hier 30 Prozent des Umsatzes. Das scheint Netflix nun zu teuer zu werden, denn bisher zahlen iOS-Kunden nicht mehr als andere Nutzer und der Dienst erhält so weniger pro Abo.

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In mehr als 30 Ländern soll es laut einem Bericht von Techcrunch bis zum 30. September 2018 teilweise nicht mehr möglich sein, Abos über iTunes abzuschließen oder zu verlängern. Auch Deutschland und Österreich gehören zu den genannten Ländern. Manche Netflix-Nutzer werden in der Testphase dann dazu aufgefordert, den Webbrowser auf ihrem iOS-Gerät zu starten, sich dort einzuloggen und das entsprechende Abonnement dann über den Browser abzuschließen.

Auch bei der Neuregistrierung eines Netflix-Kontos kann die Aufforderungen zur Nutzung des Browsers angezeigt werden. In diesen Fällen wäre Netflix nicht gezwungen, die Abgabe an Apple zu bezahlen. Apple verlangt zwar bei Abo-Diensten im zweiten Jahr nur noch 15 Prozent von den Anbietern, doch Apple und Netflix sind im Bereich Video-Streaming Konkurrenten. Netflix scheint also auch nach Wegen zu suchen, einen Konkurrenten nicht auch noch mitzufinanzieren.

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Allerdings ist die Aufforderung, einen Browser für den Abschluss eines Abonnements zu verwenden, eventuell auch ein Verstoß gegen die App-Store-Richtlinien. Darin untersagt Apple ausdrücklich direkte oder indirekte Hinweise auf Bezahlmöglichkeiten, die keine In-App-Käufe sind.

Netflix bietet zwar den Kunden, die nun einen Browser nutzen sollen, gar keine In-App-Käufe mehr an, doch ob Apple das gelten lässt, wird sich noch zeigen. Meistens reagiert Apple in solchen Fällen sehr empfindlich.

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