Seit mehr als 9 Jahren vermisse ich ein Feature der Switch, obwohl es zur Kernidentität von Nintendo gehören sollte

Schwarz oder Weiß, mehr Themes gibt es auf der Konsole nicht. Wann darf ich die Optik der Software wieder selbst bestimmen?

Gefühlt schon immer konnte man seine Nintendo-Konsolen personalisieren. Doch wo sind die Themes bei der Switch 2. (Bildquellen: Nintendo, Maxe S., GameStar) Gefühlt schon immer konnte man seine Nintendo-Konsolen personalisieren. Doch wo sind die Themes bei der Switch 2. (Bildquellen: Nintendo, Maxe S., GameStar)

9 Jahre. So lange ist es her, seit die erste Switch erschienen ist; am 3. März 2017 war es so weit. Und genau so lange warte ich auf eine Funktion, die zu Nintendo passt wie der Pilz zum Ex-Klempner.

Themes, also die Möglichkeit, das Interface der Konsole anzupassen. Die gab es seinerzeit für den 3DS und wurden von mir innig geliebt – und ich bin nicht allein.

Also, Nintendo. Wo Themes?

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist Nintendo-Spieler der ersten Stunde – also seiner ersten Stunde. Im Hause Schwind wurde seit jeher von den Eltern Tetris und Mario Bros. gezockt, mit seiner Schwester hat er sich als Kind bei Bomberman Sprengkörper um die Ohren geworfen. »Darf ich Nintendo spielen?« war wohl die häufigste Frage, die sich Mama und Papa haben anhören müssen.

Schwarz oder Weiß?

Sowohl bei der Switch als auch der Switch 2 zeigt sich Nintendo bedeckt. Ihr könnt im Interface zwischen diesen beiden »Farben« wählen.

Ganz egal, wofür ihr euch entscheidet: Irgendwie ist das Menü trist und langweilig. Zweckdienlich, ja, aber auch sehr wenig persönlich. Und das finde ich schade.

Auf X zählt ein Account die Tage, ohne die wir mit Switch-Themes auskommen müssen. Mittlerweile haben wir 3.288 Tage erreicht.

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Beim 3DS war das noch anders. Dort hatte Nintendo nämlich Themes angeboten und das auch noch für einen Spottpreis.

2 Euro hat so ein Overlay gekostet und beinhaltete:

  • Ein Panorama-Design für den oberen Bildschirm, das man nur durch Seitwärtsscrollen komplett anschauen konnte.
  • Ein prominenter Song aus dem Spiel ertönte, sobald man den Handheld anschaltete.
  • Ein farblich zum Spiel gehörendes User-Interface.
  • Passende Icons für Ordner.
Ace Attorney Smash Bros. Ace Attorney Smash Bros.

Hier zwei Design-Beispiele: Smash Bros. und Ace Attorney. (Bildquellen: Maxe S., GameStar)

Warum gibt es das nicht für die Switch oder Switch 2? Keine Ahnung, aber das Spielerische gehört doch zur Markenidentität von Nintendo. 

Personalisation ist Teil von Nintendos DNS

Verspieltsein gehört zu Nintendo wie das Amen in der Kirche. Ja, das führte zu Flops wie der Wii U, wenn die Japaner zu viel wollten. Allerdings bescherte uns diese Eigenheit auch hervorragende Konsolen wie die Switch, die sich mit 155 Millionen abgesetzten Einheiten zur bestverkauftesten Hardware von Nintendo überhaupt gehört (via CNBC).

Dazu gehörten auch schon immer Accessoires, um seine eigene Konsole aufzuhübschen – ob sie Sinn ergeben oder nicht.

  • Bunte Chassis für den 3DS 
  • Farbige Joy-Cons für die Switch
  • Zum Lieblingsspiel passende SD-Karten, die sowieso niemand sieht.

Joy-Cons Für meine alte Switch habe ich mir Joy-Cons in Lila und Gelb gekauft. Wario-Style, was bitte auch sonst? (Bildquelle: Nintendo)

SD-Karten Selbst SD-Karten im Nintendo-Design gibt es. (Bildquelle: Sandisk)

Und dann wären da auch noch die Varianten der Konsolen selbst, etwa eine Switch im Zelda oder Animal-Crossing-Look. Darüber hinaus finden sich schier unendlich viele Accessoires von Drittherstellern, um die Konsolen aufzuhübschen. Ich hatte einen Stand für das Switch-Dock mit dem Shikah-Logo aus Breath of the Wild, der blau leuchtete.

Ihr fühlt mit mir

Wenn man die Switch 2 einschaltet, wirkt es einfach langweilig. Ich dachte, das sei nur ich. »Old men yells at cloud« und so, aber tatsächlich treibt viele Nintendo-Fans dasselbe um. In einem Sub-Reddit r/NintendoSwitch2 ging oben verlinkter X-Post um und rührte die Fans auf.

Über 1.700 Votes und 250 Kommentare sprechen eine klare Sprache. Die Fans sind aus denselben Gründen enttäuscht wie ich – und verweisen vor allem auf die Ausdrucksweise von Nintendo. Der Menüpunkt in den Einstellungen heißt nämlich »Themes«.

Wenn sie wirklich nicht wollten, dass die Leute bestimmte Themes erwarten, hätten sie die Einstellung bei der Veröffentlichung von Switch 2 in ›Dunkler Modus‹ umbenennen können. 

FierceDeityKong

Damit spielt der FierceDeityKong auf die Benennung der beiden vorhandenen Themes an, die »Basic Light« und »Basic Dark« heißen – eine Implikation, dass es noch mehr Themes gibt (oder geben könnte).

Video starten 10:45 Die Nintendo Switch 2 ist für mich bislang eine große Enttäuschung

Auch die Möglichkeit, vielleicht eigene Screenshots als Hintergründe verwenden zu können, stößt auf viel Gegenliebe der Community.

Ein Kommentar trifft für mich den Nagel auf den Kopf.

Sie [Nintendo] könnte Geld drucken, indem sie Themes verkaufen.

darkmoon_faire

Auf dem 3DS haben Themes 2 Euro pro Stück gekostet. Das sind solche marginalen Preise, dass viele sicherlich bereit wären, sich eine Handvoll Themes zu ihren Lieblingsspielen zu gönnen. Ich würde das.

Ein anderer gangbarer Weg wäre, wie es Sony bei der PS4 gemacht hat. Dort gab es Themes manchmal als Vorbestellerbonus obendrauf. Übrigens, auch auf der PS5 werden Menü-Designs im alten Stil schmerzlich vermisst.

Wieso Nintendo hier Potenzial und Geld liegen lässt, obwohl es zu ihrer Kernidentität gehört, bleibt mir schleierhaft. Natürlich müssen Themes auch erst gebaut werden, aber die Community ist bereit, dafür Geld auszugeben.

Also, Nintendo. Wo Themes?

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