In Norwegen haben sie bei -32 Grad die tatsächliche Reichweite von E-Autos getestet – es gibt zwei klare Gewinner

Bei Extremtemperaturen von bis zu -32 Grad Celsius sinkt die Reichweite von E-Autos im Schnitt um 38 Prozent.

Auch Tesla nahm mit einem Modell an dem Extremtest teil. (Bildquelle: Severin Demchuk Unsplash) Auch Tesla nahm mit einem Modell an dem Extremtest teil. (Bildquelle: Severin Demchuk / Unsplash)

Im Winter beginnt für viele E-Auto-Fahrer das große Zittern um die Batterie und die Frage, wie viel Reichweite bei eisigen Temperaturen übrigbleibt.

Genau dieser Frage ist der norwegische Automobilverband NAF beim diesjährigen Elprix-Wintertest nachgegangen und hat 24 aktuelle Elektroautos dem ultimativen Härtetest unterzogen.

Der großangelegte Praxistest deckt auf, was Rekordkälte mit den Akkus der E-Autos macht: Während viele Modelle dramatisch einbrachen und die Normwerte weit verfehlten, gab es zwei klare Sieger-Modelle, die der extremen Kälte am besten trotzten.

Video starten 1:38 Wie fit ist der Akku von einem 9 Jahre alten E-Auto?

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick

Der Test bekräftigt, dass die vom Hersteller angegebene Werte im harten Winter kaum Bestand haben, da dieser der Batteriechemie und der Heizleistung massiv zusetzt:

  • Großer Reichweitenverlust: Im Schnitt verloren die E-Autos rund 38 Prozent ihrer angegeben Reichweite. In der Spitze lag der Verlust sogar bei 46 Prozent.
  • Zwei Effizienz-Gewinner: Während fast alle Autos stark einbüßten, gab es zwei Überraschungssieger, die prozentual am wenigsten Reichweite verloren: der MG S6 und der Hyundai Inster.
  • Der Langstrecken-König: In absoluten Zahlen konnte sich der Lucid Air am weitesten fortbewegen, auch wenn der Wagen einen deutlichen Verlust gegenüber den Werksangaben hinnehmen musste.

Die beiden Testsieger verloren rund 29 Prozent ihrer Reichweite im Extremtest. Beide sind eher im unteren Bereich bei der Reichweite angesiedelt. Hyundais Inster schafft laut den offiziellen Angaben eine Reichweite von rund 360 Kilometern und ist damit das Auto mit der geringsten Reichweite im Test gewesen.

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Im Test verlor das E-Auto satte 104 Kilometer Reichweite, nach nur 256 Kilometern war demnach schon Schluss.

Das Lucid Air kam mit 520 Kilometern auf mehr als die doppelte Strecke, verlor allerdings 440 Kilometer Reichweite im Vergleich zu den Laborwerten.

Mehr zum Thema: »Absurder Winterverbrauch«: Er schafft mit seinem E-Auto gerade kaum noch 200 Kilometer – die Community weiß: Mitschuld am Problem trägt die Effizienz des Autos

Im Vergleich zum Vorjahr verloren alle getesteten Wagen ungleich mehr Reichweite. Dies lag an den milderen Temperaturen des Vorjahrs, wo die Tests zwischen minus sechs und plus acht Grad Celsius durchgeführt worden sind. Damals verloren die Wagen im Schnitt rund 18 Prozent Reichweite.

Nun ist eure Meinung gefragt. Fahrt ihr bereits ein E-Auto, oder setzt ihr noch auf Autos mit Verbrennungsmotor? Wie ist eure Erfahrung in der Winterzeit? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.

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