»Absurder Winterverbrauch«: Er schafft mit seinem E-Auto gerade kaum noch 200 Kilometer – die Community weiß: Mitschuld am Problem trägt die Effizienz des Autos

E-Autos zeigen im Winter teilweise andere Verbrauchswerte als im Sommer. Der Grund dafür ist die Effizienz.

Der VW ID.4 hat im Winter offenbar einen höheren Verbrauch. (Bild: VW) Der VW ID.4 hat im Winter offenbar einen höheren Verbrauch. (Bild: VW)

Elektroautos sind ein wichtiger Bestandteil der Mobilitätswende und werden immer besser. Besonders die Reichweite steigt stetig an. Was viele Neubesitzer allerdings nicht wissen, ist, dass sich der Verbrauch im Winter stark vom Sommer unterscheiden kann.

E-Autos sind zu effizient für den Winter

Fahrzeuge mit Verbrennermotor und solche mit Elektromotor unterscheiden sich in vielen Punkten stark. Einer davon ist die Wärmeentwicklung. Während Verbrenner extrem viel Abwärme produzieren, erzeugen E-Autos fast keine Abwärme. Und das kann auch zum Problem werden.

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Verbrennermotoren erzeugen nämlich so viel Wärme, dass ein Teil davon problemlos zum Heizen des Fahrzeuginnenraums genutzt werden kann. Im Gegenzug muss natürlich im Sommer auch mehr Energie aufgewendet werden, um den Motor und das Fahrzeug zu kühlen.

Bei E-Autos ist der Fall anders gelagert, wie kürzlich auch der Reddit-Nutzer »LM1117« feststellen musste. Er hat vor einigen Tagen einen Post im Elektroautos-Subreddit abgesetzt und erklärt dabei, dass dieses Jahr sein erster Winter mit E-Auto ist.

Ihm sei dabei aufgefallen, dass die in seinem VW ID.4 angezeigte Reichweite bei niedrigen Temperaturen und Minusgraden gerade bei kurzen Strecken deutlich geringer ausfällt. Seien es im Sommer bei halber Ladung etwa 300 Kilometer, würden jetzt teilweise nur noch zwischen 100 und 200 Kilometer angezeigt.

Er selbst vermutet, dass es am erhöhten Innenwiderstand im Akku liegt, da die Unterschiede beim Verbrauch kleiner werden, wenn er auf der Autobahn unterwegs ist und die Batterie wärmer wird. Dennoch fragt er die Community um Hilfe.

Den Post findet ihr hier:

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In den Kommentaren wird schnell klar, wo das Problem tatsächlich liegt. Da der Elektromotor kaum Abwärme erzeugt, muss zusätzliche Energie zum Heizen genutzt werden. Bei kurzen Strecken in der Stadt kann sich das dann stark auf den Verbrauch auswirken.

Seine Vermutung war also richtig: Auch der erhöhte Innenwiderstand spielt eine Rolle, wenn auch eine kleinere als die Heizung.

Die Lösung, die von vielen Nutzern vorgeschlagen wird, besteht darin, einfach öfter zu laden und bei wirklich kurzen Strecken nur auf die Sitz- und Lenkradheizung zu setzen. Dadurch könne Energie gespart werden. Auf langen Strecken fällt der Mehrverbrauch demnach weniger stark ins Gewicht.

Das ist aber natürlich individuell und letztlich muss man sich wohl einfach mit einem etwas höheren Verbrauch im Winter abfinden. Das Problem sei aber eben in erster Linie nicht, dass E-Autos so schlecht gebaut sind, sondern tatsächlich, dass sie eher zu effizient arbeiten.

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