Die Speicherkrise hat zahlreiche Technikbereiche fest im Griff: Seit Monaten wird gefühlt jedes Stück Hardware um ein ordentliches Maß teurer. Auch Notebooks sind davon betroffen – obwohl viele Hersteller genügend RAM-Lagerbestände für rund ein Jahr zur Verfügung stehen haben.
Dies erklärte Nish Neelalojanan, Senior Director of Product Management bei Intel, im Interview mit Tom's Guide. Diese Aussage sollte die Befürchtungen einer akuten Preisexplosion entschärfen, doch Gegenberichte zeigen schon jetzt, dass sich diese Hoffnung als eher unwahrscheinlich einstufen lässt.
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3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!
Warum Notebook-Preise trotz voller Lager steigen
Laut Neelalojanan verfügen viele OEM-Partner über Lagerbestände von konkret »neun bis zwölf Monaten«. Diese Vorsichtsmaßnahme sei branchenüblich, da bei Laptops sehr lange im Voraus geplant wird.
Wie ComputerBase anmerkt, muss RAM allerdings schon jetzt für die kommenden Jahre eingekauft werden – und dieser ist derzeit extrem teuer. Mittelfristig könnten sich diese erhöhten Kosten auf die Notebookpreise auswirken oder dazu führen, dass weniger Speicher verbaut wird.
- Framework, ein kleinerer Hersteller, hat bereits Preiserhöhungen für Speicherupgrades um bis zu 40 Prozent umgesetzt. Das Unternehmen begründet dies mit schlechteren Konditionen bei RAM-Lieferanten und geringeren Lagerbeständen.
- Marktforschungen von TrendForce deuten darauf hin, dass auch HP und Lenovo in diesem Jahr die Preise erhöhen werden. Asiatische Berichte wie von ZDNet Korea erwarten dagegen pauschale Preiserhöhungen von 20 Prozent für dieses Jahr erscheinende Notebooks.
In den nächsten Wochen dürften HP und Lenovo konkrete Preislisten für ihre Frühjahrsmodelle veröffentlichen. Diese werden zeigen, ob die Marktforschung von TrendForce zutrifft. Zudem wird mit Spannung erwartet, wie sich die Speicherknappheit auf die Verfügbarkeit von High-End-Notebooks mit 32 GByte RAM oder mehr auswirkt.
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