Wir haben bereits darüber berichtet, dass die Preise für Arbeitsspeicher drastisch anziehen. Neben Laptops sind davon auch alle anderen Gerätschaften wie Smartphones, Tablets etc. betroffen, bei denen DRAM-Chips verbaut werden.
Das für seine modularen Laptops bekannte Unternehmen Framework sieht sich nun gezwungen, die Preise für Arbeitsspeicher in seinem Konfigurator um rund 50 Prozent anzuheben. Diese Entscheidung ist die direkte Folge einer massiven Verknappung auf dem weltweiten Speichermarkt, die vor allem durch den enormen Bedarf der KI-Rechenzentren befeuert wird.
Framework-Gründer Nirav Patel informierte die Kunden in einem Blogbeitrag über diesen Schritt. Die neuen Preise betreffen sämtliche RAM-Konfigurationen im Online-Shop des Herstellers. So kostet ein einzelnes 8-Gigabyte-SO-DIMM-Modul jetzt bereits 68 Euro, während für 64 GB (2x 32-GB-Module) stolze 544 Euro fällig werden.
Trotz dieser massiven Steigerung betont das Unternehmen, dass die eigenen Preise immer noch unter dem aktuellen Marktniveau liegen könnten. Es darf bezweifelt werden, dass die Entwicklung mit dieser Preisanpassung bereits ihr Ende erreicht hat. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis andere Hersteller nachziehen. Das wird spätestens dann der Fall sein, wenn die eigenen Vorräte aufgebraucht sind.
Die Hintergründe
Hintergrund dieser Entwicklung ist ein regelrechter Goldrausch bei Halbleitern. Große Speicherproduzenten wie Micron richten ihre Kapazitäten verstärkt auf das lukrative Geschäft mit Enterprise-Lösungen für künstliche Intelligenz aus. Das bedeutet in diesem Fall auch die komplette Abkehr vom Consumer-Markt, die beliebte Marke Curical wird von Micron aufgegeben.
Dies führt dazu, dass Endverbraucherprodukte wie DDR5-Module knapp und teuer werden. In der Branche wird bereits von einer Verdoppelung oder gar Verdreifachung der Kosten für Arbeitsspeicher in den letzten Monaten berichtet.
Um den Missbrauch durch Wiederverkäufer zu verhindern, hat Framework zudem seine Verkaufsrichtlinien verschärft. Der separate Kauf von RAM-Modulen wurde demnach bereits vor Wochen unterbunden.
Neu ist zudem, dass bei einer Rückgabe des Laptops auch der günstig
mit gekaufte Speicher zurückgegeben werden muss. Damit will der Hersteller verhindern, dass sogenannte Scalper die Geräte lediglich als billige Quelle für Speichermodule nutzen.
2026 wird ein teures Jahr für Verbaucher
Für Verbraucher sollte diese Nachricht ein deutliches Warnsignal sein. Während Framework andere Komponentenpreise stabil halten kann, zeigt die RAM-Krise, wie anfällig selbst spezialisierte Nischenanbieter für globale Marktschwankungen sind.
Wir raten dazu, notwendige Hardware-Anschaffungen entweder sofort zu tätigen oder, falls möglich, Upgrades in die Zukunft zu verschieben, da eine Entspannung der Preise im kommenden Jahr nicht absehbar ist.
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