Seit den ersten Handys hat sich das Tippen immer wieder verändert. Von T9 ging es zu physischen Tastaturen und dann weiter zu Touchscreens. Der britische Hersteller Nothing möchte nun die nächste Stufe entwickelt haben.
Nachrichten einfach einsprechen
Gerade längere Nachrichten zu tippen, ist oft noch immer ziemlich unbequem. Viele Leute greifen deshalb etwa auf WhatsApp zu den beliebten Sprachnachrichten. Die kommen aber auch nicht ohne Probleme.
Einerseits werden sie oft unnötig lang, weil die einsprechende Person einfach nicht zum Punkt kommt. Andererseits unterstützen nicht alle Anwendungen Sprachnachrichten und der Empfänger hat nicht immer die Möglichkeit, sich eine minutenlange Nachricht anzuhören.
Mit Essential Voice möchte Nothing jetzt eine KI-gestützte Alternative bieten. Dabei können Texte ganz einfach eingesprochen und von der KI in optimierte Nachrichten umgewandelt werden.
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Essential Voice: Nothing stellt neue KI.Sprachfunktion vor
Es handelt sich dabei natürlich um mehr als nur eine normale Diktierfunktion, wie sie nahezu jedes Smartphone sowieso schon bietet.
Hier ist der Unterschied:
- Essential Voice schneidet etwa Füllwörter weg und kann die Rede direkt in Listen, Schritte oder Aufzählungspunkte formatieren.
- Auch eine Direktübersetzung in mehr als 100 Sprachen soll so möglich sein. Man kann also einen Text in Deutsch einsprechen und dann daraus direkt englischen Text erstellen lassen.
Essential Voice soll dabei mit der Zeit eine eigene kleine Bibliothek von Abkürzungen und Synonymen für jeden Nutzer erstellen. Der Satz »an meine E-Mail senden« wird dann nicht transkribiert, sondern als Befehl verstanden und ausgeführt.
Das Feature ist ab sofort auf dem Phone (3) verfügbar. Das Phone (4a) Pro folgt noch im April und das Phone (4a) wird Anfang Mai versorgt. Essential Voice kann direkt über die Tastatur und damit in allen Anwendungen genutzt werden, in denen sonst die Tastatur genutzt wird.
Unter dem Ankündigungspost fallen die Reaktionen sehr positiv aus. Ein Nutzer schreibt etwa:
»Was für eine Idee!! Ich liebe es!«
Ein anderer fügt an:
»Zuerst dachte ich, das wäre eine wirklich coole Funktion, und dann habe ich gesehen, dass es mehrsprachig ist und außerdem die Möglichkeit bietet, Verknüpfungen zu erstellen! Das ist sehr beeindruckend und eine großartige Erweiterung von Essential.«
KI ist auch bei Nothing ein immer größer werdendes Thema. Laut einem Bericht soll der Handy-Hersteller das Ökosystem ab 2027 auch um eine smarte Brille erweitern.
Ob Essential Voice in der Praxis so gut funktioniert, wie Nothing es bewirbt, muss sich natürlich erst noch zeigen. Die nächste Frage ist dann, ob die Nutzer wirklich »glattgebügelte« Texte etwa in privaten Nachrichten vorziehen oder doch einfach weiter tippen.
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