Wie oft habt ihr schon fluchend vor eurer Haustür gestanden, weil der Schlüssel mal wieder ganz unten in der Tasche vergraben war? Oder schlimmer noch: Ihr wart euch nicht sicher, ob ihr überhaupt abgeschlossen habt?
Damit ich mir darüber keine Gedanken mehr machen muss, nutze ich seit Jahren ein smartes Türschloss. Für GameStar Tech habe ich bereits einige Modelle unterschiedlicher Marken getestet, komme privat aber immer wieder zu Nuki zurück.
Deren Smart Lock sieht nämlich nicht nur schick aus und schließt zuverlässig die Tür, sondern bietet auch als einer der wenigen Vertreter eine Auto-Unlock-Funktion, die mir automatisch die Tür öffnet.
Mit dem Smart Lock Pro 5.0 hat Nuki nun ihre mittlerweile fünfte Generation ins Rennen geschickt – und zu meinem Erstaunen erneut einen großen Schritt nach vorn gemacht. Warum das neue Smart Lock dennoch knapp die Höchstwertung verfehlt, erfahrt ihr jetzt.
Transparenzhinweis: Nuki hat mir das Smart Lock Pro Gen 5 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und erhielt keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Lieferumfang & Design: Gewohnt hohes Niveau
Das Smart Lock Pro 5.0 setzt auf das selbe elegante Design wie das Smart Lock Ultra von Nuki: Das Edelstahlgehäuse in Silber oder Schwarz ist im Vergleich zu früheren Modellen deutlich kompakter geworden – der gesamte Akku ist jetzt direkt in das Schloss integriert, statt von unten angesteckt zu werden.
Dadurch sieht das Schloss nun aus wie ein Türknauf und wirkt nicht mehr so klobig. Abgerundet wird der elegante Eindruck durch hochwertige Materialien. Ein deutlicher Sprung nach vorne.
Im Karton findet ihr neben dem Schloss selbst
- zwei Montageplatten (eine zum Klemmen, eine zum Kleben)
- ein Ladekabel
- eine kurze Anleitung
- ein Inbusschlüssel
- eine Montage-Schablone (um die Kompatibilität zu prüfen)
Installation & Einrichtung: So einfach wie gewohnt
Kommen wir zu einem Punkt, der viele abschreckt: die Installation. Die Montage ist aber auch beim Nuki 5 kinderleicht und dauert, selbst wenn man zwei linke Hände hat, kaum länger als fünf bis zehn Minuten.
Ihr müsst nicht bohren oder euren alten Zylinder austauschen. Das Schloss wird einfach auf den innen steckenden Schlüssel aufgesetzt und mit der entsprechenden Montageplatte fixiert. Ideal also auch für Mietwohnungen!
Die eigentliche Einrichtung erfolgt dann über die Nuki App, die euch und Schritt für Schritt mit Bildern durch den Prozess führt. Ihr müsst euch übrigens auch nirgendwo registrieren und somit keine persönlichen Daten angeben.
Besonders cool: Wenn ihr schon ein älteres Nuki hattet, könnt ihr ein Backup eurer Einstellungen und Berechtigungen einspielen. Das hat bei mir reibungslos funktioniert.
Dank des integrierten WLAN-Moduls in der Pro-Version braucht ihr auch keine separate Bridge mehr für den Fernzugriff. Das Schloss verbindet sich direkt mit eurem heimischen Netzwerk. Anschließend erfolgt eine kurze Kalibirierung und das Schloss ist einsaztbereit.
Wichtig: Ist der Akku leer, könnt ihr das Schloss nicht mehr steuern. Ihr benötigt daher im Bestfall einen Türzylinder, der separat auch von außen mit einem Schlüssel gedreht werden kann – sonst sperrt ihr euch gegebenenfalls aus.
Schließen & Öffnen im Alltag – Geschwindigkeit und Lautstärke
Kaum im Einsatz, hat mich die Schnelligkeit des Schlosses überrascht: Der Motor arbeitet laut Hersteller sogar bis zu dreimal schneller als beim Vorgänger und das kann ich bestätigen: Er ist verflixt schnell.
Besonders im Insane
-Modus (der dritte Modus neben Gentle
und Normal
) flitzt der Riegel in unter einer Sekunde auf oder zu. Als würde jemand vom Schlüsseldienst mal eben das Schloss aufbohren. Das ist schon beeindruckend.
Allerdings kommt die Schnelligkeit auch mit einem Preis: Das Nuki Smart Lock Pro 5.0 ist im Vergleich zum direkten Vorgänger wieder etwas lauter geworden. Das Geräusch des Schließvorgangs erinnert mich zudem an eine Bohrmaschine – gewöhnungsbedürftig.
Ich persönlich bin aber schnell damit klargekommen und die Geschwindigkeit macht das Geräusch für mich mehr als wett. In hellhörigen Wohnblöcken solltet ihr aber unter Umständen eure Nachbarn informieren.
Technische Spezifikationen
- Farbe: Edelstahl mit austauschbaren Ringen in Schwarz und Weiß
- Gewicht: 290 g
- Abmessungen: Ø 57 x 70 mm
- Motor: Bürstenlos
- Montage: Nachrüstbar auf bestehende Schließzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion, keine Zylinderänderung notwendig
Bluetooth Low Energy (BLE): IEEE 802.15.1, 2,4 GHz
- Thread: IEEE 802.15.4, 2,4 GHz
- WLAN: IEEE 802.11 b/g/n, 2,4 GHz (integriert, kein zusätzlicher Hub nötig)
- Matter-kompatibel: Ja, für Integration in gängige Smart-Home-Systeme3568
Akku und Stromversorgung
- Akku: Lithium-Ionen-Akku, magnetischer Ladeanschluss
- Ladezeit: ca. 2 Stunden für vollständige Ladung
- Laufzeit: 4–9 Monate (je nach Nutzung und Verbindungstyp)
Kompatibilität und Steuerung
- App: Nuki App für iOS, Android, EMUI (Huawei)
- Smart-Home-Plattformen: Apple Home, Amazon Alexa, Google Home, Samsung SmartThings, Matter
- Fernzugriff: Direkt über integriertes WLAN möglich
Sicherheit
- Verschlüsselung: End-to-End, regelmäßige Sicherheitsupdates
- Zugangsberechtigungen: Bis zu 200 individuelle Berechtigungen per App
Betriebsbedingungen
- Betriebstemperatur: 10–40 °C
So habe ich getestet
- Ich habe das Schloss vier Wochen lang getestet mit einem Mix aus Tasten- und Handysteuerung inklusive Fernzugriff
- Im Haus wohnen zwei Erwachsene und ein Kind (4 Jahre)
Akku, Konnektivität & das leidige Ladekabel
Bei der Akkulaufzeit war ich anfangs skeptisch. Schließlich ist das Nuki Gen 5 deutlich geschrumpft. Aber hier gab's eine positive Überraschung: Nach acht Wochen intensiver Nutzung (mehrere Schließvorgänge täglich, Auto-Unlock, gelegentlicher Fernzugriff) stand mein Akku noch bei satten 70 Prozent.
Hochgerechnet würde das bei meinem Nutzungsverhalten einer Laufzeit von sechs bis sieben Monaten entsprechen. Für so ein kompaktes Schloss mit dieser Schließgeschwindigkeit ein beachtlicher Wert.
Der Hersteller gibt sogar bis zu neun Monate bei Nutzung ohne Fernzugriff an. Bei Fernzugriff via Thread bis zu sieben Monate und über WLAN vier bis sechs Monate. Sollte der Saft doch mal zur Neige gehen, lässt sich das Schloss auch während des Ladevorgangs weiter nutzen.
Apropos Laden: Hier kommt einer meiner größten Kritikpunkte: Nuki setzt beim Pro 5.0 auf ein neues Spezialladekabel. Das ist im Jahr 2025 einfach nicht mehr zeitgemäß und ehrlich gesagt ziemlich nervig. Ein Kabel mehr, das man nicht verlieren darf. Schade!
Dafür glänzt das Schloss bei der Konnektivität: Das Nuki Smart Lock Pro 5.0 unterstützt wie bereits gesagt WLAN sowie Matter und Thread. Damit ist es bestens für die Integration in verschiedenste Smart-Home-Ökosysteme wie Apple HomeKit, Google Home oder Amazon Alexa gerüstet. Das ist ein dickes Plus.
App & Steuerung: Intuitiv und funktionsreich
Die Nuki App ist das Kontrollzentrum für euer smartes Schloss und macht einen wirklich guten Job. Sie ist übersichtlich gestaltet, intuitiv bedienbar und bietet eine Fülle an Funktionen:
- Zugangsberechtigungen: Ihr könnt dauerhafte, zeitlich begrenzte oder wiederkehrende digitale Schlüssel für Familie, Freunde oder Dienstleister erstellen und verwalten.
- Protokoll: Jeder Schließvorgang wird protokolliert, sodass ihr immer wisst, wer wann die Tür geöffnet oder geschlossen hat.
- Auto Unlock & Lock: Per Geofencing erkennt das Schloss, wenn ihr euch nähert, und öffnet die Tür automatisch. Beim Verlassen kann es automatisch abschließen.
- Einstellungen: Verschiedene Schließmodi, Benachrichtigungen, Integrationen – hier lässt sich viel individualisieren.
Auto Unlock ist seit Jahren eines meiner Lieblings-Features und funktioniert im Alltag beinahe perfekt. Es gibt selten Situationen, in denen ich vor der Tür warten muss – und wenn, sind es nur ein bis zwei Sekunden.
Ebenfalls löblich: die Sicherheit. Die Tür springt nach dem Entriegeln nicht direkt auf, sodass ich keine Angst haben muss, dass meine Katze ausbüxt. Beim Fernzugriff gibt's eine zweite Bestätigungsabfrage und wer möchte, kann sich Push-Mitteilungen senden lassen, wenn die Tür zu lange offensteht.
Noch besser wird das Nuki Smart Lock in Kombination mit dem Nuki Keypad (für Codeeingabe inklusive Fingerabdrucksensor), dem Türsensor oder den Nuki Fob (eine kleine Fernbedienung), die allerdings extra kosten.
Solltet ihr euch das Nuki Smart Lock Pro 5.0 kaufen?
Kommen wir zur Gretchenfrage. Lohnt sich die Investition von derzeit rund 270 Euro?
Das Nuki Smart Lock Pro 5.0 ist ideal für euch, wenn:
- Ihr in einer Mietwohnung wohnt und keine baulichen Veränderungen vornehmen dürft/wollt.
- Ihr Wert auf ein schickes, modernes Design an eurer Tür legt.
- Ihr oft Besuch habt oder Dienstleistern Zugang gewähren müsst und das flexibel managen wollt.
Mögliche Alternativen zum Nuki Smart Lock Pro 5.0
- SwitchBot Lock Pro: Starker Funktionsumfang und optionales Zubehör zu einem attraktiven Preis – aber ohne Auto Unlock.
- Aqara U200: Starkes Smart Lock mit Apple HomeyKey-Support.
- LOQED Touch Smart Lock: Bietet einen interessanten Ansatz mit Touch-to-Open und ist ebenfalls sehr robust, allerdings oft etwas aufwendiger in der Installation.
Das Nuki Smart Lock Pro 5.0 ist ohne Zweifel eines der besten smarten Türschlösser, die ihr aktuell kaufen könnt. Die einfache Installation, das schicke Design, die rasante Geschwindigkeit, die gute Akkulaufzeit und vor allem die zukunftssichere Konnektivität mit integriertem WLAN, Matter und Thread machen es zu einer echten Empfehlung.
Die App ist ausgereift und die Bedienung im Alltag ein echter Komfortgewinn. Zudem besitzt es einen vielfältigen Funktionsumfang mit zig Anpassungsmöglichkeiten. Damit verdient es sich den Leistungs-Award in der Kategorie der smarten Türschlösser.
Besitzt ihr bereits ein Smart Lock? Oder plant ihr, euch eines zuzulegen? Schreibt es mir in die Kommentare! Falls ihr Fragen habt, beantworte ich sie euch gerne!





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