Im vergangenen Oktober startete der »Nvidia DGX Spark« genannte Mini-Computer für rund 4.000 US-Dollar in den Handel. Der im März 2025 angekündigte Rechner soll dem Hersteller zufolge als »kleinster KI-Supercomputer der Welt« dienen und so unter anderem Entwicklern unter die Arme greifen.
Ein Enthusiast hat es sich stattdessen zur Aufgabe gemacht, Cyberpunk 2077 darauf zum Laufen zu bringen – immerhin ist das Rollenspiel von CD Projekt Red als RTX-Showcase wie gemacht für ein solches Experiment. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen und fiel selbst einem Nvidia-Mitarbeiter auf, der dem Tüftler Tipps zur Verbesserung gab.
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An High-End-Gaming-PCs reicht DGX Spark nicht heran
Im Nvidia-Subreddit stellte der Nutzer »Retrotom« sein kurzweiliges Experiment vor, in dem Cyberpunk 2077 auf dem DGX Spark funktionstüchtig geschaltet werden sollte.
Als auf KI-Arbeitslasten ausgelegter ARM-Prozessor war das keine triviale Aufgabe; mithilfe des Box64-Emulators gelang es dem Reddit-Nutzer dennoch, das Rollenspiel startklar zu machen. Und immerhin: Mit nativen 50 Fps bei klassischer Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) und mittleren Details konnte der DGX Spark eine zumindest ausreichende Leistung zeigen.
- Zur Einordnung: Die 6.144 Shadereinheiten des im Spark steckenden Blackwell-GPU-Chiplets entsprechen zumindest nominell einer Geforce RTX 5070. Die »echte« Nvidia-GPU schafft allerdings in derselben Auflösung und maximalen Details etwa die doppelte Framerate.
- Nicht berücksichtigt sind in diesem Vergleich Techniken wie DLSS und Multi Frame Generation. Im Fall der DGX Spark geht das auch gar nicht: Die entsprechenden Optionen wurden laut Retrotom von vornherein ausgeblendet.
Über Umwege zu DLSS 4 und Multi Frame Generation
Dennoch machte das Experiment im Nvidia-Subreddit die Runde und gelang selbst zu einem Mitarbeiter des Unternehmens. Der »NV_Tim« genannte Angestellte betonte an dieser Stelle zwar noch einmal, dass DGX Spark für KI-Entwickler, -Forscher und Datenwissenschaftler gedacht ist – mit dem entsprechenden Know-how lassen sich aber auch Linux-Spiele darauf spielen.
Was als anfängliches Kuriosum gedacht war, lässt sich laut NV_Tim aber noch etwas verfeinern. Hierfür stellte der Nvidia-Mitarbeiter eine Anleitung zur Verfügung, mit der sich auch auf der DGX Spark doch noch DLSS 4 mit Multi Frame Generation sowie Raytracing-Effekte freischalten lassen.
Link zum Reddit-Inhalt
Daraus soll auch eine zumindest in Zahlen messbare Verbesserung der Framerate einhergehen, wie NV_Tim weiter erklärt. Bei gleichbleibender 1080p-Auflösung mit hohen Einstellungen und Raytracing auf maximalen Details sollen so mehr als 175 Fps zu Buche stehen. Ob es Retrotom gelungen ist, diese Werte zu bestätigen, ist bisher nicht bekannt – zunächst muss »der PyTorch-Compiler noch das Loch in den Schreibtisch fertig brennen«.

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