DLSS 5 enthüllt: Den »größten Grafiksprung seit Pathtracing« sieht nicht nur Nvidia – aber noch braucht es zwei RTX 5090

Nvidia stellt DLSS 5 vor, das sich primär als KI-generierte Beleuchtung für Spiele zeigt. Digital Foundry sah es an vier Titeln – und nennt es den größten Grafiksprung seit Pathtracing.

Der Sprung von DLSS 4 auf 5 soll laut Nvidia der »GPT-Moment für Spielegrafik« werden. (© Nvidia) Der Sprung von DLSS 4 auf 5 soll laut Nvidia der »GPT-Moment für Spielegrafik« werden. (© Nvidia)

Die Nvidia-Keynote zur GTC 2026 hatte die offizielle Vorstellung von DLSS 5 in petto: Nicht weniger als »der bedeutendste Durchbruch in der Computergrafik seit dem Debüt von Echtzeit-Raytracing im Jahr 2018« soll es mit der neuen Upscaling-Generation werden.

Der »GPT-Moment für Spielegrafik«

Kern der Neuerung ist ein echtzeitfähiges KI-Modell, das bestehende Spielpixel nachträglich mit fotorealistischem Licht und physisch korrekt simulierten Materialien anreichern soll.

  • Im Unterschied zu bisherigen DLSS-Versionen, die primär auf Leistungssteigerung durch KI-Upscaling und Frame-Generierung ausgelegt waren, zielt DLSS 5 laut NVIDIA erstmals auf eine grundlegende Verbesserung der visuellen Qualität.
  • Die Technologie nimmt laut der Nvidia-Mitteilung »Farbwerte und Bewegungsvektoren eines Frames als Eingabe und berechnet daraus ein detailreicheres Bild mit Beleuchtung auf Filmproduktionsniveau«.

Fünfundzwanzig Jahre nach der Erfindung des programmierbaren Shaders erfinden wir die Computergrafik erneut. DLSS 5 ist der GPT-Moment für Spielegrafik – eine Kombination aus handwerklichem Rendering und generativer KI, um einen dramatischen Sprung in visuellem Realismus zu vollziehen.

Nvidia-CEO Jensen Huang

Was DLSS 5 (laut Nvidia) leisten soll

Nvidia zufolge analysiert das DLSS-5-Modell »komplexe Szenensemantiken«: So sollen Charaktere, Haare, Stoffe und transluzente Hauttöne ebenso erkannt werden wie Umgebungslichtverhältnisse – und zwar jeweils auf Basis eines einzelnen Frames ohne zusätzliche Vorberechnungen.

  • Zu den großen Effekten gehören nach Nvidia-Angaben unter anderem das sogenannte »Subsurface Scattering« auf Haut.
    • Gemeint ist ein Lichteffekt, bei dem Lichtstrahlen nicht einfach an einer Oberfläche reflektiert werden, sondern zunächst in das Material eindringen, dort gestreut werden und erst dann an einem anderen Punkt wieder austreten.
  • Entwickler sollen über Steuerelemente für Intensität oder Farbkorrektur präzisieren können, wo und wie die Verbesserungen im Bild angewendet werden.

Die Integration soll über das bereits etablierte Nvidia-Streamline-Framework erfolgen, das auch DLSS 4 und NVIDIA Reflex nutzen.

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Vier Titel bei Digital Foundry im Hands-on

Zu den bestätigten Titeln, die DLSS 5 unterstützen werden, zählen unter anderem Assassin's Creed Shadows, Hogwarts Legacy, Resident Evil Requiem oder Oblivion Remastered. Diese Titel wurden bereits von den Tech-Experten von Digital Foundry in einem ersten Hands-on mit DLSS 5 genauer angesehen.

Das große Versprechen vorne weg: Auch Digital Foundry nennt DLSS 5 den »größten Sprung seit Pathtracing«.

  • Das erwähnte Subsurface Scattering kommt dabei ebenso gut weg wie die deutlich natürlichere Haardarstellung, die sich laut Digital Foundry als »generationsübergreifender Sprung in der Bildqualität« beweist.
  • In den Spielen Assassin's Creed Shadows und Oblivion Remastered sorgte DLSS 5 zudem für realistischere Schattierungen und Umgebungsverdeckung (Ambient Occlusion): Objekte wirkten glaubwürdiger in ihre Umgebung eingebettet, als es der ursprüngliche Renderer erlaubte.
  • Besonders bemerkenswert sei indes der Umgang mit Laub und Vegetation, den DLSS 5 laut den Tech-Experten »selbst unter Berücksichtigung von Ray- und Pathtracing überzeugend« löse.
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Noch nicht fertig: Zwei RTX 5090 und sichtbare Fehler

Digital Foundry hält allerdings auch fest, was der Hands-on-Eindruck noch nicht zeigen konnte.

  • Für die Demos benötigte Nvidia nämlich gleich zwei RTX 5090: Eine GPU war für das Spiel zuständig, während die zweite Grafikkarte explizit nur DLSS 5 berechnete.
  • Die neue Generation ist aktuell also noch nicht auf einer einzelnen GPU lauffähig – VRAM-Bedarf und Rechenkosten sind hierfür noch zu hoch.
    • Für den tatsächlichen Release ist DLSS 5 für den Betrieb auf einer einzigen GPU ausgelegt. Nvidia gibt hierzu an, dass der Rechenaufwand wie gewohnt mit der Auflösung skaliert.
  • Zudem wurden laut Digital Foundry vereinzelte Fehler im Bild gesichtet. Nvidia selbst bezeichnet den aktuellen Stand als »Momentaufnahme« und kündigt weitere Optimierungen bis zum geplanten Release an.

Zuvor ist ohnehin erst einmal das Update auf DLSS 4.5 angesagt, das unter anderem mit Dynamic Multi Frame Generation und dem neuen 6x-Modus ankommen will.

DLSS 5 kommt im Herbst 2026 – Details noch offen

Nvidia nimmt als Veröffentlichungszeitraum für DLSS 5 den kommenden Herbst ins Visier. Ein konkretes Datum oder eine Liste unterstützter Grafikkartengenerationen gibt es bisher indes nicht – die neue Upscaling-Generation ist wie zuvor RTX-exklusiv, doch ob nur die aktuelle RTX-50-Generation oder auch ältere Grafikkarten profitieren, ist noch unklar.

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