Der nächste wichtige Schritt für Spieler, die auf Windows verzichten wollen? Nvidia bringt Beta von Geforce Now für Linux

Nvidia startet offiziell mit der Beta-Version seiner nativen GeForce-Now-App für Linux. Offiziell wird zunächst nur Ubuntu 24.04 unterstützt, theoretisch sind aber wohl andere Distributionen machbar.

Nvidia hat am 28. Januar 2026 die Beta-Version einer nativen GeForce-Now-App für Linux-PCs veröffentlicht. Damit erweitert das Unternehmen sein Cloud-Gaming-Angebot um eine vollwertige Desktop-Lösung für klassische Linux-Systeme.

Vom Browser zur nativen App: Ein Sprung nach vorn für Linux-Gamer

Die neue App richtet sich laut der offiziellen Nvidia-Mitteilung gezielt an Desktop-Nutzer und orientiert sich funktional an den bestehenden Versionen für Windows und macOS. Unterstützt werden zunächst Ubuntu 24.04 und neuere Distributionen.

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Im Unterschied zu den bisherigen, primär auf Browser-Umwege fokussierten Lösungen ist die neue Desktop-App laut Nvidia auf eine höhere Leistung ausgerichtet. Mithilfe der Anwendung werden kompatible Linux-PCs in »Geforce-RTX-betriebene Gaming-Rigs« verwandelt.

  • Versprochen wird das Streaming aus der Cloud mit bis zu 5K-Auflösung bei 120 Bildern pro Sekunde oder 1080p bei bis zu 360 FPS.
  • Das eigentliche Rendering erfolgt vollständig in der Cloud auf Nvidias Servern. Dadurch erhalten auch leistungsschwächere Geräte Zugriff auf aktuelle RTX-Technologien wie Raytracing und Nvidia DLSS 4.

Installation über Flatpak – moderate Systemanforderungen

Die Installation erfolgt laut Gaming on Linux über eine ausführbare Binärdatei, die sich als Flatpak-Paket entpuppt und bei Bedarf automatisch die nötigen Komponenten nachzieht.

Damit ist zumindest denkbar, dass die App trotz der Ubuntu-Voraussetzung auch auf anderen, ebenfalls gängigen Linux-Distributionen laufen sollte.

  • Wenn also die restlichen Systemanforderungen erfüllt sind und Flatpak aktiv ist (beziehungsweise nachinstalliert wurde), lässt sich GeForce Now durch einfaches Ausführen auf dem System installieren.
  • Auch mögliche Abhängigkeiten werden dabei während des Installationsprozesses von Flathub bezogen.
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Apropos Systemanforderungen: Die bleiben moderat. Ein Dual-Core-x86-64-Prozessor mit mindestens 2,0 GHz und 4 GB RAM reichen aus.

Entscheidend ist die Software: Für Intel- und AMD-Systeme gibt Nvidia Mesa ab Version 24.2.8 an: Geforce-Grafikkarten benötigen den Treiber 580.126.09 oder neuer. Außerdem verlangt die GeForce-Now-App für Linux den Support des H.264- und H.265-Vulkan-Video-Codecs.

Nvidia ist übrigens nicht die einzige Spieleplattform, die den Wechsel auf Linux erleichtern will: Auch GoG Galaxy plant demnächst den Linux-Sprung.

Drei Abo-Stufen: Premium-Leistung hat ihren Preis

GeForce Now ist in drei Varianten verfügbar: Die kostenlose Stufe erlaubt einstündige Sessions mit Werbung und beschränkt sich auf 1080p bei 60 FPS.

  • Die Performance-Mitgliedschaft für 10,99 Euro monatlich bietet bis zu 1440p-Auflösung, sechsstündige Sessions und Raytracing-Features.
  • Das Ultimate-Abo kostet 21,99 Euro im Monat und bietet exklusive RTX-5080-Leistung mit 4K-Auflösung, bis zu 240 FPS und DLSS 4 inklusive Multi-Frame-Generation.

Seit Januar 2026 gilt zudem für alle Abos ein Zeitlimit von 100 Spielstunden pro Monat. Wer mehr spielen möchte, muss zusätzliche Stundenpakete kaufen: Performance-Nutzer zahlen 2,99 Euro für 15 Stunden, Ultimate-Abonnenten 5,99 Euro.

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