Nvidia-Maßnahme: Warum ihr demnächst auf günstigere Grafikkarten hoffen dürft

Laut aktueller Gerüchte senkt Nvidia die Kosten für seine Grafikchips erstmals seit Jahren. Das macht Hoffnung, dass sich der jüngste Preisverfall weiter fortsetzt.

von Kay Nordenbrock,
17.03.2022 11:36 Uhr

Nvidia konnte die Produktionskosten für Grafikkarten scheinbar um 8 bis 12 Prozent senken. Nvidia konnte die Produktionskosten für Grafikkarten scheinbar um 8 bis 12 Prozent senken.

In den letzten Monaten sind die Preise für Grafikkarten gesunken. Wir haben unter anderem berichtet, dass die UVP in allen Leistungsklassen wieder näher rückt. Jetzt könnten die Preise für die Grafikkarten des größten Herstellers Nvidia in den kommenden Wochen noch einmal fallen. 

Das Newsportal Wccftech berichtet, dass Nvidia seinen Partnern mitgeteilt habe, dass sie die Produktionskosten ihrer Grafikkarten um 8 bis 12 Prozent senken konnten. Diese Einsparungen sollen weitergegeben werden, sie könnten sich also auch positiv auf die Preise für Endkunden auswirken.

Wann genau das geschieht und in welchem Umfang, ist zwar schwer abzuschätzen. Sollten die Gerüchte stimmen, wäre das aber das nächste Zeichen für einen anhaltenden Trend zur Besserung der Preislage.

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Verfügbarkeit von Grafikkarten steigt ebenfalls weiter

Die Webseite 3DCenter hat dazu passend eine Grafik der aktuellen Verfügbarkeit und Preislage der Karten erstellt. Hier sehen wir, dass die Preise seit ungefähr Mitte Mai letzten Jahres fallen, während die Verfügbarkeit seit September stetig steigt: 

Sinkende Preise und steigende Verfügbarkeit sind ein schöner Anblick. Quelle: 3DCenter Sinkende Preise und steigende Verfügbarkeit sind ein schöner Anblick. Quelle: 3DCenter

Ebenfalls zu sehen sind die gesunkenen Kurse der Krypto-Währung Ethereum, dessen Mining (noch) leistungsstarke Grafikkarten erfordert. Auch wenn die Kurse sich zuletzt stabilisiert haben, stellte die Webseite Toms Hardware erst gestern erneut ein Anhalten der sinkenden Preise für GPUs fest.

Außerdem wird mit Intel ein dritter großer Hersteller im zweiten Quartal 2022 in den Grafikkarten-Markt einsteigen. Dadurch sollte die Verfügbarkeit noch einmal erhöht werden, was sich positiv auf die Preise auswirken könnte. 

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Preissenkungen sind keine Garantie

Es gibt aber auch Faktoren, die die Preise negativ beeinflussen könnten, etwa der Ukraine-Konflikt. Aufgrund dessen könnten den Herstellern wichtige Ressourcen ausgehen, was wiederum potenziell für eine Erhöhung der Preise sorgt.

Einen genaueren Blick auf die entscheidenden Einflussfaktoren wirft mein Kollege Alex in seiner unten verlinkten Analyse. Darin verrät er euch, was für und was gegen sinkende Preise spricht und gibt eine vorsichtige Prognose ab, wann Preise im Bereich der UVP wieder erreicht werden könnten.

Habt ihr schon den nächsten Selbstbau-PC in Planung oder wartet ihr noch ab, wie sich der Markt entwickelt? Könnten die Grafikkarten-Preise dieses Mal wirklich unten bleiben? Eure Meinung ist gefragt!

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