Bei Nvidias Geforce Special-Event zum Reveal der RTX-3000-GPUs haben viele gespannt auf Details zu neuen Grafikkarten gewartet. Bevor es soweit war, hat Nvidia aber auch in Sachen Software für Spieler sehr interessante Neuigkeiten zu bieten gehabt.
So gab es unter anderem eine erweiterte Form vom beliebten Tool RTX Voice zu sehen und einen neuen Ansatz bei der Übertragung von Daten, der an die kommenden Konsolen erinnert. Wir fassen für euch zusammen, um welche Software es sich genau handelt und was sie kann (oder können soll).
Was wir von den Specs der neuen Geforce RTX 3000 halten und wie wohl Nvidias Pläne für den Grafikkarten-Markt aussehen, analysieren wir im Plus-Artikel:
Nvidia Reflex
Bei Nvidia Reflex handelt es sich um eine Treiber-seitige Optimierung der Render-Pipeline zwischen Prozessor und Grafikkarte, die für eine Reduzierung der Latenz von Eingaben um bis zu 50 Prozent sorgen soll. Sie muss von Spielen aber explizit unterstützt werden.
Das Feature ist primär auf kompetitive Titel ausgelegt und soll Spielern mit Geforce-Grafikkarten hier einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Nvidia Reflex erscheint im September über den Nvidia-Treiber und setzt keine RTX-Grafikkarte voraus. Diese Spiele sind die ersten, die Reflex-Unterstützung bieten:
- Valorant
- Fortnite
- Apex Legends
- Call of Duty Warzone
- Destiny 2
Nvidia Broadcast
Nvidia Boradcast ist ein Plugin für Streaming-Software, das nur mit RTX-Grafikkarten funktioniert. Dabei handelt es sich gewissermaßen um eine erweiterte Version der Rauschunterdrückung RTX Voice, die vor einigen Monaten mit sehr positiven Reviews für Aufsehen gesorgt hat und auch uns überzeugen konnte.
Broadcast soll Ende September verfügbar sein und bietet die folgenden Funktionen:
- Rauschunterdrückung: Störgeräusche im Hintergrund abseits der eigenen Stimme werden automatisch herausgefiltert
- Virtueller Hintergrund: Ohne Greenscreen kann der Hintergrund unscharf gemacht oder durch andere Szenen ersetzt werden, inklusive dem grade gespielten Spiel
- Auto-Frame: Zoomt heran und verfolgt Kopfbewegungen, damit man immer im Bild bleibt
Nvidia Omniverse Machinima
Das Programm Nvidia Omniverse Machinima soll es leichter machen, aus Elementen von Videospielen Filme zu erstellen (was sich Machinima nennt).
Omniverse Machinima bietet unter anderem folgende Möglichkeiten:
- über eine Webcam und eigene Bewegungen Animationen erstellen
- die eigenen Stimme nutzen, um entsprechende Lippenbewegungen hervorzurufen
- realistisch aussehende Elemente wie Feuer integrieren
Die Beta für das Programm startet im Oktober.
Nvidia RTX IO
Mit Nvidia RTX IO will Nvidia sich dem Problem annehmen, dass Spiele immer größer und SSDs immer schneller werden, aber CPUs beim Dekomprimieren der großen Datenmengen vergleichsweise langsam sind.
So braucht es laut Nvidias CEO Jensen Huang nur »ein paar« CPU-Kerne, um Daten von einer Festplatte mit einer Geschwindigkeit von 100 MByte pro Sekunde zu dekomprimieren. Muss das dagegen von einer PCI-Express-4.0-SSD mit 7.000 MByte pro Sekunde geschehen, seien mehr als 20 CPU-Kerne nötig.
RTX IO soll mit drei entscheidenden Vorteilen in die Bresche springen:
- Daten 100 Mal schneller und mit 20 Mal geringer CPU-Auslastung direkt von der SSD zum Videospeicher der Grafikkarte laden
- verlustfreien Dekomprimierung
- Zusammenarbeit mit Microsoft und DirectStorage für Windows
Vergleichbare Ansätze kennen wir von den kommenden Konsolen in Form der PlayStation 5 und der Xbox Series X, die neben SSDs mit sehr hohen Übertragungsraten auch passende Software-Lösungen bieten, um Daten möglichst schnell laden zu können.
Wie der PC aktuell ohne RTX IO und DirectStorage hier im Vergleich mit den neuen Konsolen da steht, erfahrt ihr unserem Vergleich der technischen Daten:
Welches der neuen Tools und Features von Nvidia findet ihr am spannendsten? Oder lassen sie euch alle eher kalt? Schreibt es gerne in die Kommentare!
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