Das Wichtigste in Kürze
- Nvidia hat mit RTX 4000 den 12VHPWR-Anschluss eingeführt
- Probleme mit schmelzenden Steckern führten zur Entwicklung des neuen 12V-2x6-Anschlusses
- Kennzeichnung von Steckern: 12VHPWR mit »H+«, 12V-2x6 mit »H++«
- 12V-2x6 ermöglicht höhere Leistungsaufnahme bis zu 675 Watt - potenziell für RTX 5000-Serie
Mit dem Release der RTX 4000 Super-Grafikkarten hat Nvidia für diese GPUs den 12VHPWR-Anschluss vorgeschrieben.
Dabei ist es unabhängig davon, ob es sich um eines der »Founders Edition« genannten Referenzmodelle oder ein Custom-Design handelt - jede der RTX 4070 (Ti) Super und RTX 4080 Super verfügt über diesen Stromanschluss.
Nun hatte der 12VHPWR-Anschluss hauptsächlich zum Release Probleme mit schmelzenden Steckern, was die PCI-SIG dazu veranlasste, eine neue Revision des Anschlusses zu entwickeln: 12V-2x6 heißt die aktualisierte Buchse und soll die genannten Probleme vermeiden.
Der 12V-2x6-Stecker scheint sein offizielles Debüt mit den eingangs erwähnten Super-Grafikkarten von Nvidia gefeiert zu haben. Dies sollen zumindest Bilder auf der vormals als Twitter bekannten X-Plattform bestätigen:
Link zum Twitter-Inhalt
Woran erkennt ihr den Unterschied? Auf einen Blick können die Stecker durch die Kennzeichnung voneinander unterschieden werden.
So wird 12VHPWR mit »H+« identifiziert, bei 12V-2x6 ist es hingegen »H++«. Letztgenannter Stecker soll bei den meisten RTX-Super-Grafikkarten an Bord sein, nur noch wenige Custom-Partner haben dem Tweet zufolge den 12VHPWR-Anschluss verbaut.
Eine Begründung, wieso manche RTX-Super-GPUs noch den »älteren« Stecker nutzen, wird nicht geliefert. Denkbar ist etwa, dass die Hersteller noch Restbestände vom 12VHPWR-Anschluss haben oder hatten, die für die erste Fuhre neuer Nvidia-Grafikkarten genutzt wurden.
Was macht 12V-2x6 anders? Die überarbeitete Revision verspricht, dass die vereinzelt aufgetretenen Überhitzungsprobleme der Vergangenheit angehören. Gelingen soll dies mithilfe verkürzter Sensorik- und verlängerter Power-Pins.
Diese schlicht wirkende Umstellung hat große Auswirkungen: Zunächst einmal wird so sichergestellt, dass die 12V-Leitungen vor den genannten Sensorik-Pins anliegen.
Ist der 12V-2x6-Stecker nicht richtig drin, liegen die Sense-Pins wiederum nicht an der Buchse an - die eigentlich zulässige Stromzufuhr wird aufgrund der fehlenden Erkennung verweigert, sodass die genannten Überhitzungsprobleme von vornherein nicht auftreten können.
1:07
Nvidia stellt die neue RTX 40 Super-Serie mit einem Trailer vor
Ein Fingerzeig auf RTX 5000? Nun ist die Problemvermeidung nicht alles, was sich mit 12V-2x6 ändert - denn gemäß der zugehörigen PCI-Spezifikation CEM 5.1 kann der Anschluss bis zu 675 Watt vertragen.
Jüngsten Spekulationen zufolge soll Nvidia für die RTX-5000-Serie vollständig auf diese neue Spezifikation zur Stromzufuhr setzen. Möglich sei auch eine Umstellung auf die bisher nicht feststehende PCI CEM 6.0 - gesichert ist aber, dass 12V-2x6 definitiv ein Teil hiervon sein wird.
Entsprechend ließe sich wie vom Portal Tweaktown angemerkt konstruieren, dass ein mögliches Spitzenmodell in Form der Geforce RTX 5090 neue Höhen in der Leistungsaufnahme erreicht.
Zumindest theoretisch sind durch den neuen Anschluss eine TDP von 675 Watt möglich - und spätestens mit der RTX 4090 hat Nvidia bereits bewiesen, dass man mit dem Stromverbrauch der Enthusiasten-Modelle nicht gerade zimperlich umgeht.

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