Nvidia könnte bei den nächsten Grafikkarten wohl komplett auf den neuen 16-Pin-Stromanschluss setzen

Die RTX-5000-Generation von Nvidia setzt möglicherweise einen 16-Pin-Stromanschluss der sechsten PCI-Generation voraus.

Welcher Stromanschluss darf es bei der RTX 5000 sein? Dazu gibt es neue Gerüchte. Welcher Stromanschluss darf es bei der RTX 5000 sein? Dazu gibt es neue Gerüchte.

Mit dem Release der RTX 4000 »Super«-Grafikkarten neigen sich Nvidias Arbeiten an der Ada-Lovelace-Generation wohl dem Ende zu. Mit RTX 5000 (»Blackwell«) steht schon die nächste Reihe an, die vermeintlich spätestens Anfang 2025 auf den Markt kommen soll.

Nun häufen sich allmählich die ersten Gerüchte zu den kommenden GPUs. So soll Nvidias RTX-5000-Serie ausschließlich auf einen 16-Pin-Stromanschluss setzen. Bei RTX 4000 setzen langsamere und günstigere Modelle dagegen oft noch auf einen klassischen 8-Pin-Stecker.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nvidia plant laut Leak, dass die RTX 5000-Serie ausschließlich 16-Pin Stromanschlüsse verwenden wird
  • Nvidia strebt Kostenersparnis und einheitlichen Standard bei der Stromversorgung an
  • AMD lehnt den 16-Pin-Anschluss dagegen möglicherweise weiterhin ab und hält ihn für unnötig

Das behauptet der Leak: Die Gerüchte stammen vom YouTuber »Moore's Law is Dead«, der sich hier auf vier verschiedene Quellen beruft. Demzufolge soll Nvidia mit RTX 5000 einen vollständigen Wechsel auf den »PCIe 6.0 16-Pin Connector« anstreben.

Der Stromanschluss sei entsprechend für alle Modelle der Blackwell-Generation inklusive einer RTX 5060 vorgesehen. Für Nvidia sei der 16-Pin-Connector bereits als aktueller Industriestandard etabliert, weshalb es für den Hersteller Sinn ergebe, komplett auf diesen zu setzen.

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Mit einem einheitlichen Standard zur Stromversorgung über alle GPU-Modelle hinweg würde Nvidia schließlich bei den Materialkosten Geld einsparen.

Im Sinne der Leistungsaufnahme könne Nvidia hingegen entsprechende Abstufungen vornehmen - die Enthusiasten-GPUs wie eine RTX 5090 sollen hier bis zu 600 Watt aufnehmen können, während tiefere Modelle mit bis zu 450 bzw. 300 Watt versorgt werden sollen.

Was ist mit PCIe 6.0 gemeint?

Nun ist die Bezeichnung »PCIe 6.0« seitens MLID nicht ganz genau - denn mit eurem PCI-Express-Steckplatz, wie man vielleicht zuerst anhand des Video-Titels vermuten würde, hat der Leak nichts zu tun.

Vielmehr dürfte es sich hierbei um die PCI-CEM 6.0 (»PCI Express Card Electromechanical«) Spezifikation handeln, die als Nachfolger zu PCI CEM 5.0 gedacht ist - diese dürftet ihr vermutlich unter dem Namen »12VHPWR« kennen.

Ein bereits bekannter Teil von PCI CEM 6.0 sind die verkürzten Sensorik-Pins, die mit dem 12V-2x6-Anschluss (inoffiziell PCI CEM 5.1) eingeführt wurden, um möglicherweise schmelzende Kabel und Anschlüsse zu vermeiden.

12VHPWR geriet insbesondere wegen solcher Probleme häufiger in die Schlagzeilen:

Entsprechend ist die PCI CEM 6.0 Spezifikation nicht komplett neu, denn die eingangs erwähnten RTX-4000-Super-Grafikkarten setzen ausschließlich auf den 12V-2X6-Anschluss, gleiches gilt für die RTX 4090 bis hin zur RTX 4070 Ti.

Was sich für euch ändern würde

Vermutlich nicht viel, da der neue Stromanschluss via Adapter auch zu älteren Netzteilen mit ausreichend klassischen 8-Pin-Anschlüssen kompatibel ist, wie auch eine vermeintliche Nvidia-Quelle laut dem Video von MLID betont.

Solche Adapter werden oft von den GPU-Herstellern mitgeliefert, falls ihre GPU auf einen neuen Stromanschluss mit 16 Pins setzt.

Das dürfte auch für Nvidias langsamere Modelle der Reihen RTX 5070 und RTX 5070 (Ti) gelten, wenn sie im Gegensatz zu ihren Vorgängern der aktuellen Generation generell auf den neuen Stromanschluss setzen sollten.

Video starten 1:07 Nvidia stellt die neue RTX 40 Super-Serie mit einem Trailer vor

Wie steht AMD dazu? Eine weitere MLID-Quelle soll von AMD stammen und erklärt haben, dass der Hersteller über den 16-poligen Anschluss für die Radeon-GPUs nachgedacht habe.

AMD habe aber entschieden, dass es sich hierbei um »einen unnötigen neuen Standard« handelt, weshalb dieser auch nicht für RDNA 3 eingeführt wurde - und auch mit RDNA 4 werde sich dies aller Voraussicht nach nicht ändern.

Da auch neue Netzteile mehr und mehr ein Kabel mit 16-Pin-Anschluss bieten, bleibt gleichzeitig abzuwarten, inwieweit sich das in Zukunft bewahrheitet.

Das ursprüngliche Drama rund um den 12VHPWR-Anschluss beirrt Nvidia dem Leak zufolge keineswegs - und euch? Würdet ihr einem veränderten 16-Pin-Anschluss für eure Grafikkarte vertrauen oder haltet ihr es da mit AMD, die den Standard als unnötig betrachten? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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