Wenn ihr eine Nvidia-Grafikkarte habt, macht ihr wohl besser einen Bogen um den neusten Treiber: Viele Spieler berichten von Problemen

Der neuste Nvidia-Treiber soll wie schon der direkte Vorgänger auf einigen Systemen für große Probleme sorgen.

Der Nvidia-Treiber 595.71 soll unter anderem für Abstürze und Problemen in Spielen sorgen. (Bildquelle: Nvidia) Der Nvidia-Treiber 595.71 soll unter anderem für Abstürze und Problemen in Spielen sorgen. (Bildquelle: Nvidia)

Ein neues Treiber-Update soll eigentlich für flüssigeres Gaming sorgen – doch für viele Geforce-Besitzer gleicht die Aktualisierung aktuell eher einem Glücksspiel mit hohen Einsätzen. Nachdem Nvidia erst vor ein paar Tagen den fehlerhaften Treiber 595.59 aufgrund von Problemen wieder zurückziehen musste, geht das Software-Chaos nun direkt in die nächste Runde.

Seit der Veröffentlichung Anfang März häufen sich im offiziellen Nvidia-Forum und auf Tech-Portalen wie Computerbase die Berichte über den brandneuen GeForce-Treiber 595.71: Statt verbesserter Performance erleben betroffene PC-Spieler nach der Installation frustrierende Systemabstürze, Bluescreens (BSOD) und stark gedrosselte Taktraten.

Video starten 0:30 RTX 5060: Nvidia zeigt die neue Einsteiger-GPU

GeForce-Treiber 595.71 verursacht ebenfalls Probleme

Während der neue Treiber die Lüfterprobleme des zurückgezogenen Vorgängers laut Nvidia behebt, berichten eine große Anzahl von Nutzern im offiziellen Forum von teils schwerwiegenden Problemen mit dem neuen Treiber.

Hier eine Übersicht über die schwerwiegendsten:

  • Performance-Einbußen durch Takt- und Spannungs-Limits: Das wohl am häufigsten gemeldete Problem. Die Spannung soll bei betroffenen Karten künstlich limitiert sein. Dadurch kann es zu Rucklern und Einbrüchen der Bildrate kommen.
  • Systemabstürze: Die Stabilität des Systems soll sich nach der Installation des Treibers verschlechtern. Nutzer berichten von Bluescreens, schwarzen Bildschirmen und dem Einfrieren des Bildes.
  • Monitor-Probleme: Einige Nutzer berichten von Limitierungen auf 60 Hz, obwohl die Karte und der Monitor teilweise bis zu 240 Hz unterstützen würden. Dazu gibt es Vermerke zu HDR-Einschränkungen und dauerhaftes Flackern des Bildes nach dem Stand-by.

Nvidia hat sich bisher zu den geäußerten Problemen mit dem neuen Treiber nicht geäußert. Er ist weiterhin auf der offiziellen Webseite als Download verfügbar.

Betroffene Spieler, die das Update bereits installiert haben, können den Treiber deinstallieren, um den vorherigen bis zur offiziellen Behebung weiterzunutzen.

Unter Windows kann dies kurz nach Installation folgendermaßen geschehen:

  1. Drücke die Windows-Taste, gib Geräte-Manager ein und öffne diesen.
  2. Klicke auf den Pfeil neben den Grafikkarten, um das Menü aufzuklappen.
  3. Klicke auf die Grafikkarte doppelt, um die Details zu öffnen.
  4. Wechsel auf den Menüpunkt Treiber.
  5. Aktiviere den Punkt vorheriger Treiber. Ist dieser ausgegraut, funktioniert die Rücksetzung leider nicht mehr auf diesem Weg.
  6. Beantworte die Frage von Windows und bestätige die Rücksetzung mit der Auswahl von Ja. Windows stellt daraufhin den alten Treiber wieder her.

Die Probleme erinnern stark an das letzte Jahr, als Spieler ebenfalls bei der Installation von Nvidia-Treibern auf ähnliche Fehler gestoßen sind.

Bis Nvidia diese weitreichenden Fehler in den Griff bekommt und einen funktionierenden Hotfix oder eine komplett neue Treiber-Version nachreicht, gilt für PC-Spieler vorerst die altbekannte Devise: Abwarten und Tee trinken.

Wer das Update auf Version 595.71 noch nicht heruntergeladen hat, sollte den Installations-Button in der Nvidia App oder GeForce Experience aktuell besser ignorieren.

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