Normalerweise beschäftigen wir uns in jungen Jahren eher selten mit dem Tod, vor allem, wenn es dabei um Menschen aus unserer Generation geht. Doch manchmal hat das Leben einen anderen Plan und ein junges Alter schützt nicht vor tragischen Schicksalsschlägen.
Das musste Chrissy am eigenen Leibe erfahren. Vor drei Jahren hat die heute 25-Jährige ihren Partner verloren, wie sie Polygon erzählt. Jetzt hilft ihr ein ganz bestimmtes Videospiel dabei, ihre Trauer weiter zu bewältigen.
Zelda: Tears of the Kingdom als Trauerbegleiter
Chrissy erzählt dem Online-Magazin, wie sie Peyton im College kennenlernte. Bei einer Einführungsveranstaltung fiel er ihr auf, weil ein ziemlich nerdiges, japanisches Biografie-Drama als seinen Lieblingsfilm nannte. Die beiden kamen schnell zusammen und Peyton teilte seine Liebe zu Videospielen mit Chrissy.
Zusammen spielten sie Stardew Valley und Animal Crossing: New Horizons, schnell landete aber auch ein Spiel auf ihrer Liste, das man eigentlich allein spielt: Zelda: Tears of the Kingdom. Die beiden wechselten sich beim Spielen ab, Payton übernahm Erkundung und Kampf, während Chrissy sich gern in die Rätsel reinfuchste. Sie liebte es aber auch, ihm einfach beim Spielen zuzusehen.
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Nach seinem Tod sei es ihr schwer gefallen, Paytons Spiele auch nur anzusehen. Alles, was sie in den Spielen sah, rief schmerzvolle Erinnerungen hervor. Sie schreibt: »Als er so jung starb, fühlte es sich an, als wäre unser Leben nicht vollendet gewesen … es gab noch so viel zu erreichen, außerhalb unserer Beziehung.«
In den nächsten drei Jahren wagte sich Chrissy nicht mehr an Paytons alte Spiel ran. Erst nach einem Umzug in 2026 fasste sie den Entschluss, das zu beenden, was sie gemeinsam angefangen hatten.
Ich möchte sehen, was er gesehen hat, die Rätsel lösen, die er gelöst hat, und herausfinden, welche Freude er an dem Spiel hatte. [...]
Ich glaube, seinen Spielstand weiterzuspielen, ist für mich nicht nur eine Möglichkeit, mich an ein kleines Stück von ihm zu erinnern, sondern auch ein symbolischer Weg, nach vorne zu blicken ... sein Spiel zu beenden, wäre, als würde ich ein weiteres Kapitel unseres Lebens abschließen.
Doch bevor sie den gemeinsamen Spielstand von Tears of the Kingdom zu Ende spielt, möchte sie lernen, wie man den Titel allein bewältigt. Deshalb startete sie erst einmal einen eigenen Spielstand. Sie selbst berichtet, dass sie nicht besonders gut in Actionspielen ist und sich oft wünschte, dass Payton da wäre, um sie anzufeuern.
Trotzdem ist sie mit ihrem neuen Spielstand mittlerweile weiter gekommen als die beiden zusammen. Sie könnte jetzt den großen Kampf gegen Ganondorf aufnehmen, doch das hat sie vorerst verschoben.
Sie möchte jetzt mit Breath of the Wild erst einmal den Vorgänger von Tears of the Kingdom spielen, um die Geschichte besser zu verstehen. Dass sie mit ihrem Vorhaben wahrscheinlich noch viele Stunden beschäftigt sein wird, stört sie nicht. Für sie ist das wertvolle Zeit, die sie gemeinsam mit Payton verbringt.
Und außerdem: »Zelda wartete jahrelang darauf, dass Link sie findet.«
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