Wer sich heute einen teuren High-End-OLED ins Wohnzimmer stellt, wähnt sich dank modernster Panel-Technologie meist sicher vor dem gefürchteten Geisterbild-Effekt.
Die kanadischen Technik-Experten von Rtings haben in einem Dauertest über 10.000 Stunden untersucht, ob sich die Langlebigkeit modernen OLED-Bildschirme in den letzten sieben Jahren verbessert hat.
Das Ergebnis der aktuellen Langzeitstudie: Aktuelle OLED-Fernseher weisen beim Thema Einbrennen (Burn-in) noch immer nahezu denselben Stillstand auf wie ältere Modelle aus dem Jahr 2017.
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Der Härtetest im Detail
Um herauszufinden, wie es um die Langlebigkeit wirklich steht, haben die Experten von Rtings einen großangelegten Fernseher- und Monitortest mit über 100 Modellen unter extremen Bedingungen durchgeführt.
Dabei wurden die Geräte einem simulierten Dauerbetrieb ausgesetzt, der die normale Nutzung in den Haushalten um ein Vielfaches beschleunigt.
Im Test flimmerten Inhalte mit unbeweglichen Elementen, wie etwa dauerhaft eingeblendete Menüs von Videospielen, bei maximaler Helligkeit über die Bildschirme.
Das Erreichen der 10.000-Stunde-Marke ermöglicht einen direkten Vergleich mit Testergebnissen aus dem Jahr 2017.
Das Resultat: Trotz jahrelanger Forschung und Entwicklung zeigen aktuelle OLED-Generationen bei statischen Inhalten nahezu denselben Verschleiß und deutliche Geisterbilder.
Trotz besserer Technik: der Verschleiß ist nahezu gleich
Aber wie ist dieser Stillstand zu erklären? Hersteller wie LG, Sony oder Samsung bewerbe ihre neuen Flaggschiffe regelmäßig mit fortschrittlicheren Panel-Technologien, effizienteren Leuchtmaterialien und speziellen Kühlkörpern.
Die Experten von Rtings liefern die Antwort: Die Technologie an sich ist durchaus besser geworden. Allerdings haben die TV-Hersteller die Verbesserungen nicht primär dafür genutzt, die Lebensdauer der Geräte bei gleichbleibender Leuchtkraft zu verlängern. Stattdessen wurde der Spielraum genutzt, um die Spitzenhelligkeit für eindrucksvollere HDR-Effekte nach oben zu schrauben.
Die Dioden werden thermisch und elektrisch daher weiterhin stark beansprucht, wodurch das Risiko für das ungleichmäßige Altern der Pixel auf dem Niveau von 2017 verharrt.
Entwarnung für normale Nutzer
Der Test ist ein gezielter Stresstest, der das schlimmste Szenario simuliert. Wer seinen Fernseher für ein abwechslungsreiches Programm nutzt – also einen Mix aus Filmen, Serien, linearem Fernsehen und verschiedenen Videospielen –, wird in der Regel auch nach vielen Jahren keine Probleme mit dauerhaften Schatten im Bild bekommen. Die internen Schutzmechanismen wie Pixel-Shift oder automatische Reinigungszyklen im Stand-by leisten hier gute Arbeit.
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Anders sieht es jedoch bei Nutzern aus, die einseitige Sehgewohnheiten haben. Wer den OLED-TV täglich acht Stunden als PC-Monitor für Office-Arbeiten nutzt, dasselbe Videospiel mit statischem HUD spielt oder den Fernseher auf immer demselben Nachrichtensender laufen lässt, spielt laut den Experten weiterhin mit dem Feuer.
Nun ist eure Meinung gefragt. Nutzt ihr bereits einen OLED-Bildschirm oder einen Fernseher oder Monitor mit einer anderen Technologie? Wie sieht es beim Thema Einbrennen aus? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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