3 Jahre, 10 Stunden täglich: Ich nutze einen OLED-TV am PC – Was ich beim Burn-in erlebe, sollte jeden Skeptiker überzeugen

Zeit für den jährlichen Check-up beim Einbrenn-Doc. Brauche ich jetzt schon einen neuen OLED auf dem Schreibtisch?

Ich beanspruche meinen OLED-TV mehr als fast jeder andere. Habe ich nach 3 Jahren Burn-in? (Bildquelle: Bethesda, Maxe S., GameStar) Ich beanspruche meinen OLED-TV mehr als fast jeder andere. Habe ich nach 3 Jahren Burn-in? (Bildquelle: Bethesda, Maxe S., GameStar)

Ich bin vermutlich eine der wenigen Personen, die Banane genug sind, einen TV gleich zweimal zu kaufen – und ihn dann auch noch einmal als Monitor zu verwenden.

Seit nunmehr drei Jahren steht der Philips OLED807 neben meinem Rechner und werkelt nahezu täglich über viele Stunden.

Habe ich Burn-in? Das seht ihr auf meinen Beweisvideos.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist seit 2016 Tech-Redakteur, und Fernseher waren schon immer sein Fachgebiet. LED, OLED, Mini-LED, Micro-LED: Völlig egal, er interessiert sich für alle Displays. Im Heimkino-Bereich kennt er sich außerdem bei Audiogeräten aus, von der Soundbar über Kopfhörer bis zur Surround-Anlage ist er nie um eine Empfehlung verlegen. 

Die Vorspeise: Fakten zur Nutzung

Kurz reingegrätscht: Wenn euch der Kontext rund um den TV und meine Nutzung nicht interessiert und ihr nur die Videos sehen möchtet, dann ist gibt es hier die Abkürzung: Das Eingemachte: Ist mein OLED-TV eingebrannt?

Natürlich will ich euch nicht nur zwei Videos zeigen, damit ihr wisst, ob ihr euren Augen (und ich meinen) trauen kann. Ich liefere euch ein paar Infos zum TV und seiner Nutzung.

Darüber hinaus nehme ich mir eure Kommentare aus dem letzten Jahr zu Herzen und beantworte etwaige Fragen hier gleich mit.

  • Der Philips OLED807 ist ein TV aus dem Modelljahr 2022; auf meinem Schreibtisch steht der Flachmann seit Juni 2023. 48 Zoll, 120-Hertz-OLED-EX-Display, 4k-UHD-Auflösung, Spitzenhelligkeit von 850 Nits.
  • Der TV läuft durchschnittlich 10 Stunden am Tag.
  • Ich nutze das Gerät vor allem für die Arbeit und zum Schreiben meiner Bücher. Ich surfe, schaue Filme und Videos und ab und an spiele ich.
  • Der Fernseher zeigt die meiste Zeit statische Fenster wie das nachfolgende.

Das Display ist 122 cm in der Diagonale, ich teile den Raum oft auf mehrere Fenster auf. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Das Display ist 122 cm in der Diagonale, ich teile den Raum oft auf mehrere Fenster auf. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Darüber hinaus wolltet ihr beim letzten Check-up wissen:

  • Ist die Taskleiste ausgeblendet? Ja, ist sie, allerdings vorrangig, weil ich das so mag und schon immer mache, und nicht wegen des Einbrennens (auch wenn’s natürlich eine kluge Entscheidung ist, sie deswegen verschwinden zu lassen).
  • Werden Präventivmaßnahmen durchgeführt? Jawohl, das Standardprozedere wie Pixelshift und die Bereinigung nach dem Ausschalten läuft bei mir.
  • Wie hell ist der TV? Ich nutze das Monitor-Preset, das von Natur aus ein bisschen heller justiert ist, das Gerät dimmt sich aber bei einem statischen Bild recht schnell selbst.
  • Wie sieht der Desktop aus? Bei mir stets recht aufgeräumt, da ich meinen Desktop als große Notiz verwende und Files lösche, wenn ich eine Aufgabe erledigt habe.

Momentan liegen auf meinem Desktop nur Dateien für das Lektorat meines aktuellen Manuskripts. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Momentan liegen auf meinem Desktop nur Dateien für das Lektorat meines aktuellen Manuskripts. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

  • Wie hoch ist der Anteil von Arbeit gegenüber Video schauen? Auf die Minute genau kann ich das nicht beziffern, aber ich schätze 75 Prozent Schreibarbeit mit statischen Bildern, 25 Prozent Videos und Spiele.
  • Ist der Bildschirmschoner an? Ja, und zu meinem Frust kann ich den leider auch nicht ausschalten.
  • Wird der TV irgendwie anders behandelt, um Burn-in vorzubeugen? Nein, ich nutze ihn so, wie ich auch einen Monitor (oder LC-Display) verwenden würde.

Das Eingemachte: Ist mein OLED-TV eingebrannt?

Genau wie letztes Jahr bin ich beim Testverfahren gleich vorgegangen und habe nachfolgendes Video auf YouTube durchlaufen lassen:

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Der Unterschied diesmal ist, dass ich euch keine Bilder präsentiere, sondern direkt die Aufnahmen. Dann könnt ihr jederzeit stoppen, zoomen und genau hinschauen.

Zusätzlich zum Testvideo habe ich noch eine Testseite von Monitorhersteller Eizo besucht, die Testbilder zur Verfügung stellt.

Nachstehend seht ihr nun zwei Videos, einmal frontal gefilmt und einmal schräg und näher am Display. Für die Aufnahmen gilt:

  • Durch die Video-KI auf meinem Handy können Fragmente herausgerechnet respektive glattgebügelt sein.
  • Die Bitrate von YouTube-Videos ist niedriger, weil sie wegen der Bandbreite komprimiert werden.

Das tut dem Experiment allerdings keinen Abbruch, denn wären eingebrannte Elemente zu sehen, hätte ich sie bemerkt und euch darauf hingewiesen.

Video starten 2:01 OLED-Burn-in 2026: Hat mein TV auf dem Schreibtisch Geisterbilder? (Frontal)

Video starten 2:00 OLED-Burn-in 2026: Hat mein TV auf dem Schreibtisch Geisterbilder? (Seitlich)

Das Dessert: Fazit

Ihr habt es ja eben selbst sehen können: Auch nach drei Jahren habe ich keinerlei Anzeichen von Burn-in, obwohl ich meinen OLED mit statischen Elementen mehr malträtiere als die meisten. Heißt auch: Wenn ich nicht wirklich 24/7 ein Gaming-HUD auf dem Schirm habt, braucht ihr keine Angst zu haben.

Auch 2026 muss ich feststellen: Im alltäglichen Gebrauch ist Einbrennen keine Gefahr mehr.

  • Weniger noch, wenn ihr einen OLED-TV wirklich dazu nutzt, wofür er gedacht ist (und nicht wie ich).
  • Neuere Modelle besitzen einen noch besseren Schutz davor.
  • Hersteller geben mittlerweile eine Garantie für Burn-in, LG und Panasonic beispielsweise fünf Jahre lang.

Auch im Dauerlauf bei den Kolleginnen und Kollegen von Chip haben die Geräte bereits Anfang 2025 bewiesen, dass man Einbrennen wirklich erzwingen muss.

Meine 4 wichtigsten Erkenntnisse mit einem TV als Monitor habe ich euch bereits aufgezählt. Wieso ich einen TV anstatt zwei Monitoren verwende, lest ihr in einem entsprechenden Artikel.

Nach drei Jahren habe ich immer noch keine Schatten und ausgebrannten Pixel – trotz meines Setups und der ungewöhnlichen Nutzung meines OLEDs.

Wir sehen uns dann in rund einem Jahr wieder, wo wir dann gemeinsam herausfinden, ob vier Jahre genug sind, um Geisterbilder zu erzeugen. Bis dahin halte ich es wie die Ghostbusters: I’m afraid of no ghost.


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