OpenAI befreit sich langsam von Microsoft und bringt Amazon 38 Milliarden Dollar

OpenAI investiert Milliarden in Amazon-Clouds: ein gigantischer Deal soll die nächste Generation von KI-Modellen absichern.

OpenAI-CEO Sam Altman sichert sich mit Amazon einen Mega-Deal – ein strategischer Schritt weg von Microsoft und hin zu mehr Unabhängigkeit. Bildquelle: Wikimedia Common. OpenAI-CEO Sam Altman sichert sich mit Amazon einen Mega-Deal – ein strategischer Schritt weg von Microsoft und hin zu mehr Unabhängigkeit. Bildquelle: Wikimedia Common.

OpenAI hat mit Amazon Web Services (AWS) einen Mega-Cloud-Deal in Höhe von 38 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Der Vertrag läuft über sieben Jahre und sichert dem ChatGPT-Entwickler den Zugriff auf hunderttausende Hochleistungs-GPUs von Nvidia, darunter die aktuellen GB200- und GB300-Modelle.

Die Rechenressourcen sollen das Training und den Betrieb kommender KI-Generationen ermöglichen.

Strategischer Schritt weg von Microsoft

Die Partnerschaft ist mehr als nur ein technisches Upgrade: Sie markiert einen strategischen Schritt in einem zunehmend angespannten Verhältnis zwischen OpenAI und Microsoft.

Zwar bleibt Microsoft ein zentraler Investor – zuletzt wurde ein zusätzlicher Azure-Deal über 250 Milliarden US-Dollar bekannt –, doch OpenAI bewegt sich bewusst in Richtung größerer Unabhängigkeit.

Die kürzliche Umstrukturierung innerhalb von OpenAI hat dem Unternehmen mehr betriebliche und finanzielle Autonomie verschafft, darunter auch die Aufhebung von Microsofts bevorzugtem Zugriffsrecht auf neue Infrastruktur-Deals.

CEO Sam Altman macht keinen Hehl aus der ambitionierten Vision: OpenAI will bis zu 1,4 Billionen Dollar in Rechenkapazität investieren, mit dem Ziel, jede Woche einen weiteren Gigawatt an Compute aufzubauen.

Durch die Zusammenarbeit mit AWS sendet OpenAI nun ein deutliches Signal. Neben Amazon gehören mittlerweile auch Google und Oracle zu den Cloud-Partnern des KI-Unternehmens – eine klare Strategie zur Dezentralisierung und Absicherung gegen Abhängigkeiten.

Signal für den Markt

Für Amazon ist der Deal ein bedeutender Imagegewinn: Die AWS-Sparte konnte zuletzt hinter Microsoft und Google als KI-Plattform zurückfallen. Der neue Vertrag mit OpenAI wertet das Cloud-Angebot nun deutlich auf – die Amazon-Aktie erreichte in Folge ein Allzeithoch und legte an nur einem Tag um fünf Prozent zu.

OpenAI beginnt sofort mit der Nutzung der AWS-Infrastruktur. Die volle Kapazität soll bis Ende 2026 verfügbar sein, mit Optionen auf weitere Ausbaustufen bis 2027 und darüber hinaus.

Die Vereinbarung unterstreicht die wachsende Nachfrage nach spezialisierten Cloud-Lösungen für KI-Anwendungen – und könnte ein Ausblick darauf sein, wie sich die Kräfteverhältnisse in der Tech-Welt verschieben.

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