Microsoft hat seine bisher größte Einzelinvestition getätigt: Bis 2031 fließen bis zu 19,4 Milliarden an ein der breiten Masse wohl bisher recht unbekanntes Unternehmen: Nebius Group N.V.
Der aktuelle Deal stellt sogar die bisherige Rekord-Investition in OpenAI in den Schatten.
Aber wieder geht es um dasselbe Thema: Künstliche Intelligenz.
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Microsofts Mega-Deal mit Nebius-Group
Die Nebius-Group ist ein in den Niederlanden ansässiges Unternehmen, das bis 2024 Yandex N.V. hieß und die Muttergesellschaft des russischen Yandex-Konzerns war.
- Mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine geriet Yandex – laut Reuters oft »das russische Google« genannt– aufgrund seiner Nähe zur russischen Regierung unter Druck.
- Yandex N.V. beschloss daraufhin, sich von ihren russischen Geschäften zu trennen, um sich vor den Auswirkungen der internationalen Sanktionen zu schützen.
- 2024 wurde der Verkauf der russischen Geschäftsteile von Yandex N.V. an ein Konsortium russischer Investoren für rund 5,4 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und die Firma laut Reuters schließlich in Nebius Group umbenannt.
- Heute fokussiert sich das Unternehmen nach eigenen Angaben auf seine internationalen Geschäftsbereiche, insbesondere auf die Entwicklung von Cloud-Infrastruktur und Rechenzentren für KI-Anwendungen.
Jetzt hat das Unternehmen einen Mega-Deal mit Microsoft abgeschlossen, wie aus einer Mitteilung der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht:
- Bis 2031 verpflichtet sich Microsoft, insgesamt 17,4 Milliarden US-Dollar zu investieren.
- Nebius stellt im Gegenzug dedizierte GPU-Infrastrukturkapazität in seinem neuen Rechenzentrum in Vineland, New Jersey, zur Verfügung.
- Diese Kapazitäten sollen in mehreren Tranchen in den Jahren 2025 und 2026 bereitgestellt werden, um die steigende Nachfrage nach KI-Diensten zu bedienen.
- Sollte Microsoft weitere Dienste und Kapazitäten von Nebius in Anspruch nehmen, erhöht sich das Investitionsvolumen um weitere zwei Milliarden auf 19,4 Milliarden US-Dollar.
Der Microsoft-Auftrag sorgte für einen massiven Kurssprung der Nebius-Aktie. Laut finanzen.net stieg der Aktienkurs des Unternehmens zeitweise um fast 50 Prozent auf knapp 96 US-Dollar.
Die Tech-Konzerne liefern sich einen Wettlauf um die leistungsstärkste KI
Nebius stellt mit seinem Rechenzentrum und den vorhandenen GPUs eine wichtige Infrastruktur für Microsoft zur Verfügung.
Während wir als Kunden den KI-Boom vor allem über Chatbots und Bildgeneratoren in Apps und Desktop-Anwendungen mitbekommen, ist der Bedarf nach dahinterliegender Hardware enorm.
KI-Anwendungen sind extrem rechenintensiv und die US-Tech-Konzerne liefern sich einen Wettlauf um die Dominanz auf dem Markt – so etwa auch Mark Zuckerbergs Konzern Meta:
- Nutzern begegnet Meta AI vor allem in Form eines blauen Kreises auf WhatsApp und über KI-generierte Bilder auf Instagram.
- Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Mark Zuckerbergs Konzern einige KI-Entwickler von OpenAI abgeworben hat – für Gehälter, die wir sonst eher von Spitzensportlern kennen.
Microsoft hatte früh massiv in den ChatGPT-Entwickler OpenAI investiert. Doch mittlerweile laufen hinter den Kulissen harte Verhandlungen um die Unabhängigkeit des relativen Newcomers mit dem Tech-Riesen Microsoft.
Mit dem Milliarden-Deal sichert sich Microsoft GPU-Kapazitäten für die nächsten Jahre und stärkt damit seine Azure-Cloud für den KI-Boom. Gleichzeitig rückt ein bisher unbekannter Anbieter ins Rampenlicht und wird zum zentralen Player im globalen Wettlauf um KI-Infrastruktur.
Der Vertrag zeigt, wie ernst Microsoft die Expansion seiner KI-Dienste wie dem Copilot nimmt. Für Nebius bedeutet der Deal einen massiven Sprung in die öffentliche Wahrnehmung und einen entscheidenden Schritt auf dem internationalen Markt.

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