Mittlerweile gehört es fast schon dazu, dass sich digitale Services früher oder später auch mit Werbeanzeigen finanzieren. OpenAI scheint das jetzt auch in ChatGPT zu testen, behauptet aber, dass es sich gar nicht um Werbung handelt.
Werbung auch in Bezahl-Apps
Dass KI-Firmen wie eben OpenAI oder Google früher oder später nach Wegen suchen werden, über Werbung die eigenen Einnahmen zu steigern, hatten viele Beobachter schon länger prophezeit. Die ersten Versuche kommen aber nicht besonders gut an.
2:30
ChatGPT Agent: OpenAI stellt das neue KI-Feature vor
Stein des Anstoßes war ein X-Post vom Nutzer Benjamin de Kraker. Der hat vor wenigen Tagen einen Screenshot von einem ChatGPT-Chat gepostet. Er selbst nutzt offenbar ein Bezahl-Abo.
Unter der Antwort ist ein Banner zu sehen, das direkt zu einem Angebot der Supermarkt-Kette Target führt. Der User regt sich darüber ziemlich auf, besonders, da er eben schon für den Service zahlt und ihn gar nicht kostenlos nutzt.
Den Post findet ihr hier:
Link zum Twitter-Inhalt
Nachdem der Screenshot mehrfach geteilt und intensiv diskutiert wurde, haben sich gleich mehrere Mitarbeiter von OpenAI dazu geäußert. Ein Data Scientist und der ChatGPT-Produktchef Nick Turley beharren darauf, dass es sich nicht um Werbung handelt.
Turley schreibt, dass es keine Tests zu Werbung gäbe und dass es sich bei den Screenshots nicht um Werbung handelt. Mark Chen, der Chief Research Officer von OpenAI, ist da schon weniger abblockend.
Link zum Twitter-Inhalt
Er schreibt, dass solche »Vorschläge« vorerst abgeschaltet worden seien, während man das Modell dahinter präzisiere. Es soll zudem an Möglichkeiten gearbeitet werden, so etwas abzuschalten, wenn man es nicht sehen möchte.
Letztlich ist das aber auch kein Versprechen, dass es nicht früher oder später Werbeanzeigen direkt in ChatGPT geben wird. Auch wenn es sich dabei eigentlich nur um »Vorschläge« von »Partnern« handelt. Letztlich werden die KI-Unternehmen vermutlich Wege finden, mehr Abos zu verkaufen oder ihre Produkte eben anderweitig zu finanzieren.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.