Die Macher von ChatGPT wollen weltweit kritische Software-Projekte retten – und lassen sich dafür von einem Kultfilm der 90er inspirieren

Patch the Planet soll zu einem sichereren Internet führen. KI spielt dabei eine wichtige Rolle.

OpenAI möchte dabei helfen, die Sicherheit von kritischer Software zu verbessern. (Bild: Pete Linforth auf Pixabay) OpenAI möchte dabei helfen, die Sicherheit von kritischer Software zu verbessern. (Bild: Pete Linforth auf Pixabay)

OpenAI hat zusammen mit der Sicherheitsfirma Trail of Bits eine neue Daybreak-Initiative gestartet, um Maintainern zu helfen, kritische Open-Source-Software abzusichern. Viele davon geraten nämlich zunehmend an ihre Grenzen.

Ohne die Arbeit der Maintainer ist das Internet, wie wir es nutzen, allerdings kaum vorstellbar.

Neue Initiative soll Cybersicherheit stärken

Schätzungen zufolge findet sich Open-Source-Software in 96 Prozent aller kommerziellen Codebasen. Insgesamt soll quelloffener Code zwischen 70 und 90 Prozent aller Software ausmachen. Es ist quasi die unsichtbare Grundlage von fast allem im Internet.

Damit diese Grundlage auch sicher bleibt, muss der Code ständig gepflegt werden. Diese Arbeit übernehmen in erster Linie die sogenannten »Maintainer«. Dabei handelt es sich oft um ehrenamtliche Entwickler, die allerdings vermehrt von Meldungen und Anfragen überflutet werden.

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Mit »Patch the Planet« – offenbar eine Anspielung auf den Kultfilm »Hackers – Im Netz des FBI« aus dem Jahr 1995 – sollen diese überlasteten Maintainer nun unterstützt werden. Mehrere Unternehmen arbeiten dabei zusammen:

  • OpenAI gewährt beteiligten Projekten Zugriff auf die KI-Modelle GPT-5.5-Cyber und Codex Security
  • Trail of Bits stellt für den Start ihre komplette Forschungsabteilung zur Verfügung und arbeitet direkt mit den Projekt-Maintainern zusammen
  • HackerOne und Calif unterstützen zusätzlich bei Triage und Disclosure

Der Initiative geht es nicht nur darum, Lücken im Code zu finden, sondern diese auch zu validieren und mithilfe von menschlicher Expertise zu schließen. Zu den teilnehmenden Projekten gehören etwa cURL, NATS Server, pyca/cryptography, Sigstore, aiohttp, das Go-Projekt, freenginx, Python und python.org.


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Alleine im Linux-Kernel wurden schon mehr als 30 Millionen Zeilen Code untersucht, wobei zahlreiche sicherheitsrelevante Probleme entdeckt werden konnten.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden dabei bewusst nur teilweise veröffentlicht. Details zu Lücken werden in solchen Fällen erst geteilt, wenn sie schon geschlossen wurden. Wie lange das Projekt läuft und wie viele Projekte überhaupt betreut werden können, ist unklar.


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