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Ohne Vorwarnung streicht Battlefield 6 einen populären Modus – Spieler bekommt daraufhin Steam-Refund trotz 470 Ingame-Stunden

Zuletzt entfernte EA einige Spielmodi wie Rush oder Squad-Deathmatch aus dem Matchmaking von Battlefield 6. Ein Spieler wollte sich das nicht gefallen lassen und forderte trotz hunderte Spielstunden sein Geld von Steam zurück.

Steam eilt zur Rettung: Auch nach hunderten Spielstunden zeigt sich Valve kulant. Steam eilt zur Rettung: Auch nach hunderten Spielstunden zeigt sich Valve kulant.

Eigentlich sind die Regeln klar: Wer ein Spiel auf Steam zurückgeben möchte, sollte nicht mehr als zwei Spielstunden vorweisen und die Rückerstattung innerhalb von 14 Tagen nach dem Kauf anfragen. Steam winkt diese Refunds meist anstandslos durch. Doch nach hunderten Spielstunden sehen die Chancen eigentlich schlecht aus.

Für Battlefield 6 wurde jetzt allerdings ein extremer Ausnahmefall ausgelöst: Der Reddit-Nutzer ExplorEverythingOnce forderte eine volle Rückerstattung für seine gekaufte Phantom Edition von Battlefield 6 (100 Euro), obwohl er bereits beeindruckende 470 Spielstunden auf dem Tacho hatte. Das Überraschende: Steam gibt ihm Recht und erstattet den vollen Kaufpreis zurück.

EA streicht den Rush-Modus

Hintergrund der Aktion war der Unmut der Community, nachdem EA mehrere Spielmodi aus dem Matchmaking des Shooters entfernte. Dabei flog der traditionelle 12v12-Angriffs- und Verteidigungsmodus Rush ersatzlos aus der regulären Spielersuche. Auch andere Modi wie King of the Hill und Squad Deathmatch wurden zuvor bereits entfernt.

Die Modi sind also nicht endgültig aus dem Spiel verschwunden, können aber nicht mehr direkt über das offizielle Matchmaking gesucht oder gespielt werden. Ihr könnt sie noch über Battlefield Portal (bzw. die benutzerdefinierten Server) finden, allerdings sind dort die Spielerzahlen geringer, da ein Großteil der Community nach wie vor die schnelle Spielsuche über das Matchmaking bevorzugt.

Für den betroffenen Steam-Nutzer war das der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Da Rush sein mit Abstand meistgespielter Modus in Battlefield 6 war, wandte er sich direkt an den Steam-Support und prangerte die Streichung an.

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Argumentation überzeugt Steam-Support

In seinem Beitrag auf Reddit, in dem er auch Screenshots der erfolgreichen Rückerstattung als Beweis teilt, schildert er sein Vorgehen:

Ich habe den Steam-Support kontaktiert und erklärt, dass mehrere Spielmodi fast ein Jahr nach Veröffentlichung des Spiels ohne Vorwarnung entfernt wurden. Ich habe ihnen die Battlefield-Website verlinkt, auf der alle Modi aufgeführt sind, die über das Matchmaking verfügbar sein sollen, und dazu den aktuellen Community Broadcast.

Dieser Argumentation habe der Steam-Mitarbeiter zugestimmt und die volle Rückerstattung der Phantom Edition von Battlefield 6 genehmigt. Die Diskrepanz zwischen Produktwerbung und tatsächlichem Ingame-Inhalt reichte offenbar aus, um einen Ausnahmefall auszulösen. Der Nutzer erhielt die vollen 109,24 US-Dollar zurück, die er zum Release bezahlt hatte.

Wirft man einen Blick auf die offizielle Website von Battlefield 6, wird dort tatsächlich noch mit den gestrichenen Modi geworben. Rush, Squad Deathmatch und King of the Hill werden weiterhin als feste Bestandteile des Shooters hervorgehoben.

Warum streicht EA diese Spielmodi?

Mittlerweile gibt es auch eine offizielle Begründung für die Streichung: Zu viele parallele Modi würden die Spielerschaft in Battlefield 6 zu stark aufteilen. Das führe zu längeren Wartezeiten und Runden, die zunehmend mit Bots aufgefüllt werden müssten.

Um dieser Zersplitterung entgegenzuwirken, haben die Entwickler das offizielle Matchmaking auf eine Auswahl der populärsten Modi beschränkt. Mit Season 5 soll zudem ein verbesserter Server-Browser integriert werden, über den solche Spielmodi wieder leichter gesucht und von der Community angeboten werden können.

Für Fans der gestrichenen Modi ist das vorerst aber nur ein kleiner Trost. Ob Steam weitere Refund-Anfragen aufgrund fehlender Matchmaking-Modi genehmigt, ist ebenfalls unklar. Valve behält sich in solchen Ausnahmefällen Einzelfallentscheidungen vor, die individuell von Support-Mitarbeitern bewertet werden.


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