Ich habe die (fast) perfekte Fernbedienung gefunden

Findet meine schier endlose Quest nach dem optimalen Drücker jetzt endlich ein Ende?

Passt in eine Hand und hat kaum Knöpfe: So sollten Fernbedienungen aussehen. (Bildquellen: Maxe S., GameStar) Passt in eine Hand und hat kaum Knöpfe: So sollten Fernbedienungen aussehen. (Bildquellen: Maxe S., GameStar)

Fernbedienungen und ich – eine Hassliebe. Mein letzter Artikel zum Thema stammt aus dem Juli dieses Jahres. Darin tue ich meinen Unmut kund, dass die Drücker heute immer noch so aussehen wie anno dazumal, als der Wind noch aus Holz war.

  • Viel zu groß
  • Viel zu viele Knöpfe, die die meisten von uns wirklich nicht brauchen.

Jetzt schwingt das Pendel in die andere Richtung. Vergangenes Wochenende war ich bei meinen Eltern zu Besuch, die sich nach 13 Jahren endlich mal einen neuen TV gegönnt haben: einen Samsung S90F.

Mehr noch als der OLED selbst hat mich vor allem die Fernbedienung begeistert, die endlich fast all das bietet, was ich mir von einer TV-Steuerung wünsche.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist seit 2016 Tech-Redakteur, und Fernseher waren schon immer sein Fachgebiet. LED, OLED, Mini-LED, Micro-LED: Völlig egal, er interessiert sich für alle Displays. Ein Hühnchen hat er mit fast allen TVs zu rupfen: Wieso sind die Fernbedienungen eigentlich immer noch so vorsintflutlich?

Endlich: Eine Fernbedienung muss kein Prügel sein

Bevor ihr euch mit einem Wortschwall flute, lasse ich erst mal ein Bild für sich sprechen, das ich mit der Fernbedienung gemacht habe.

Optimal, wenn die Fernbedienung nicht mal eine Handlänge misst. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Optimal, wenn die Fernbedienung nicht mal eine Handlänge misst. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Ich weiß, manche haben gerne einen Klopper in der Hand, aber ich finde die schiere Größe an und für sich bereits unpraktisch. Egal, wie man die Fernbedienung hält, man erreicht nie alle Knöpfe mit dem Daumen.

Und dann sind da die Knöpfe selbst. Auf dem Exemplar von Hisense, um welches sich der verlinkte Artikel oben dreht, sind 46 Knöpfe zu finden – viel zu viele.

Auf dem Samsung-Exemplar sind 16 Knöpfe und zwei Kippschalter – und selbst hier würde ich persönlich sogar noch kürzen. So oder so, das ist mehr als genug für den Alltag, weil die wenigsten von uns weder dedizierte Senderplatzknöpfe noch Schnelltasten für Streaming-Dienste brauchen, bei denen wir eh kein Abo haben.

Video starten 41:46 OLED am Ende? - Das muss euer neuer TV für GTA 6 können

Die wirklich coole Funktion versteckt sich allerdings gleichzeitig auf der Rück- und der Unterseite.

Keine Batterien nötig

Ich finde Batterien ja archaisch – so praktisch sie auch sein können. Fast alle Elektrokleingeräte lassen sich heute an der Steckdose aufladen, bloß die meisten Fernbedienungen nicht.

Der Drücker meiner Eltern lässt sich bequem per USB-C laden.

Genau wie beim Handy könnt ihr die Fernbedienung einfach an den Strom hängen und laden. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Genau wie beim Handy könnt ihr die Fernbedienung einfach an den Strom hängen und laden. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Ich finde, dass das längt überfällig ist. Logisch, die meisten von uns werden irgendwo noch Batterien in der Schublade herumfliegen haben, aber welches Szenario fällt euch im Alltag noch ein, wo ihr sie wirklich braucht? Ich für meinen Teil besitze sie wirklich nur noch dafür, wenn der Fernbedienung der Saft ausgeht.

Eine weitere Überraschung verbirgt sich auf der Rückseite.

Vorderseite Rückseite Vorderseite Rückseite

Bei dem rot scheinenden Feld handelt es sich um ein Solarpanel. (Bildquellen: Maxe S., GameStar)

Ist mal kein Kabel zur Hand, dann lässt sich die Smart Remote mittels Sonnenlicht laden. Oder ich lade sie einfach nebenher, in dem ich die Fernbedienung in die Sonne lege.

Braucht’s das? Sicher nicht.

Ist es clever? Auf jeden Fall.

Zwei Dinge, die mir noch fehlen

Am liebsten hätte ich ja getitelt, die perfekte Fernbedienung zu haben. Dazu fehlen mir aber zwei Funktionen.

  1. Ein Mauszeiger. So, wie die Betriebssysteme und Apps auf TVs aufgebaut sind, klicken wir uns immer noch wie doof von einer Kachel zu anderen. Mit einem Mauszeiger könnte ich einfach auf das zeigen, was anschauen will. Dazu habe ich bereits eine ganze Kolumne verfasst.
  2. Knopfbeleuchtung. Das ist etwas so Triviales, dass man nicht weiß, was daran so toll sein soll, wenn man es nicht ausprobiert hat. Aber nicht wie ein Depp im Halbdunkel nach einem Film den richtigen Knopf suchen zu müssen, ist sehr viel wert.

Ob ich jemals die wirklich wahre perfekte Fernbedienung finden werde, wage ich zu bezweifeln. Für meinen Kollegen Heiko ist das beispielsweise die Logitech Harmony.

Für mich ist es ein Drücker, der klein genug ist, als dass ich alle Buttons mit dem Daumen erreiche und von denen es ohnehin nicht viele gibt. Navigieren tue ich dann ohnehin mittels Mauszeiger und wenn ich doch mal einen Knopf drücken muss, erkenne ich ihn sofort, weil er beleuchtet ist. Das wäre ein Traum, vor allem für jemanden, der seinen TV tagtäglich nutzt.


Kommentare(2)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.