Die perfekte Pizza in 90 Sekunden: Wofür manche 800€ wollen, schafft dieser Ofen für 80€!

Ich LIEBE Pizza. Aktuell ist der Trend zum Selbermachen von Pizza, meist im neapolitanischen Stil, stark am Wachsen. Immer mehr Leute kaufen sich dafür teure Pizzaöfen. Aber muss das sein?

Ich liebe Pizza. Für selbstgemachte, neapolitanische Pizza nach italenischem Gebot braucht es aber nicht zwingend einen teuren Ofen. Ich liebe Pizza. Für selbstgemachte, neapolitanische Pizza nach italenischem Gebot braucht es aber nicht zwingend einen teuren Ofen.

Ich habe zu Beginn meines Studiums einige Zeit als Pizzabäcker gearbeitet. Ein Dank geht hier an meinen lieben Kollegen Anas, der mir damals enorm viel über echte Pizza und Pizzateig beigebracht hat. Noch heute, über 10 Jahre später, wirkt diese Zeit nach; meine Liebe zu Pizza ist aber gleich geblieben.

Aktuell gibt es den Trend zu teuren Pizzaöfen. Ich sage allerdings: Das macht eure Pizza nicht zwingend besser (aber auch nicht schlechter). Hier erkläre ich euch, warum es auch viel günstiger geht und welche Optionen es gibt.

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Frederic Hamann
Frederic Hamann

Frederic liebt alles, was mit Essen zu tun hat. Daheim hat er einen Smoker, er kocht leidenschaftlich gern und seine Frau hat sogar ein Restaurant; er hat also sogar Einblick in echte Gastronomieküchen und deren Gerätschaften. Gleichzeitig ist er großer von von jedweder Technik, die das Leben entweder schöner macht, erleichtert oder einfach spannend ist.

The Art of Pizza: Warum ein Pizzaofen nicht zwingend der beste Weg ist

Für die perfekte Pizza braucht ihr ein Zusammenspiel aus vier Dingen: ein guter Teig, Fermentation, große Hitze und kurze Backzeit. Eine richtig gute neapolitanische Pizza etwa benöigt 430 bis 480 Grad Celsius bei nur 60 bis 90 Sekunden Backzeit. Das ist sogar offiziell festgehalten!

Der geneigte Küchenprofi kennt das Wort Maillard-Reaktion sicherlich. Aminosäuren und Zucker reagieren bei so hoher Hitze miteinander und erzeugen Röstaromen und diese typische braune Kruste; vereinfacht gesagt.

Was ich damit sagen will: Es braucht keine Zauberei und kein High-Tech für perfekte Pizza. Nur eben diese paar Bausteine.

Auch günstige Öfen können Traum-Pizza - wenn die Temperatur stimmt

Auf Amazon bekommt ihr schon für 80 Euro einen Pizzaofen, der die 400°C-Marke knackt. Auf Amazon bekommt ihr schon für 80 Euro einen Pizzaofen, der die 400°C-Marke knackt.

Dass dafür kein 500-Euro-Gerät nötig ist, zeigt beispielsweise G3 Ferrari G10006 Delizia, den ihr bei Amazon schon für rund 80 Euro bekommt und der mit seinem feuerfesten Pizzastein bis zu 400°C erreicht. Er schafft also für gar nicht so viel Geld schon das, was die perfekte Pizza braucht. Wenn ihr ihn richtig vorheizt und (das ist wichtig!) den Stein auf Temperatur kommen lasst, dann habt ihr auch hier eine richtig tolle Pizza.

Rein von der Backphysik her macht ein teurerer Gasofen auch nicht viel mehr. Einen wirklich deutlich größeren Unterschied gibt's dann erst, wenn ihr mit einem echten Holzofen arbeitet. Das bedeutet aber deutlich mehr Arbeit.

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Ooni und sonstige Gas-Pizzaöfen: Was sind ihre Vorteile?

Wo liegt nun also die Berechtigung für Pizzaöfen, die hunderte Euros kosten? Ich sage zwar, dass sie nicht unbedingt nötig sind, aber sie haben schon ein paar Vorteile. Ob sie euch das Geld wiederum wert sind, das ist eure persönliche Nutzen-Kosten-Abwägung. Lohnen tun sie sich meiner Meinung nach erst, wenn ihr das wirklich sehr regelmäßig betreibt.

Die Gas-Pizzaöfen haben einerseits den Vorteil, dass sie nochmal eine höhere Temperatur hinbekommen als der Elektro-Ofen. Mit ihnen erreicht ihr gerne mal auch knapp die 500°C-Schwelle, seid also optimaler an der Wunsch-Temperatur dran.

Darüber hinaus sind sie oft etwas größer, heizen sehr gleichmäßig und kommen schneller wieder auf die richtige Temperatur, wenn ihr nacheinander mehrere Pizzas backt. Der Nachteil ist allerdings bei einigen von ihnen, dass ihr die Pizza drehen müsst, da sie nur auf einer Seite heizen und der Stein sich nur bei manchen Modellen dreht.

Von günstig bis teuer: Diese Pizza-Öfen sind richtig gut

Ooni ist ein ganz großer Player beim Pizza-Ofen-Business. Die Qualität ihrer Produkte gilt als sehr gut. Ooni ist ein ganz großer Player beim Pizza-Ofen-Business. Die Qualität ihrer Produkte gilt als sehr gut.

Noch besser wird's nur mit echtem Holzfeuer

Die beste Pizza kommt aus dem Holzofen. Und am allerbesten schmeckt die Pizza dann in Bella Italia selbst. Die beste Pizza kommt aus dem Holzofen. Und am allerbesten schmeckt die Pizza dann in Bella Italia selbst.

Wenn ich allerdings unabhängig von Preis, Aufwand und Platz die für mich beste Variante wählen müsste, wäre es trotzdem der klassische Holz-Steinofen, weil er extreme Hitze, einen perfekten heißen Boden und die traditionelle Art des Backens in einer Form verbindet, die Elektro- und Gasgeräte zwar hervorragend nachahmen, aber nicht vollständig ersetzen können.

Am Ende ist es jedoch im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache. Grundsätzlich gilt aber dennoch: Eine richtig gute Pizza braucht nicht zwingend einen teuren Ofen.

Kümmert euch dafür lieber ein bisschen mehr um den Teig. Mein Kollege Lorenz hat dazu mal ausführlicher etwas geschrieben:

Wer gute Pizza liebt, der sollte noch vor dem Ofen auf die Zutaten Acht geben. Schaut doch mal beim italienischen Großhandel in eurer Stadt vorbei - oder auf Amazon, sogar dort gibt es mittlerweile auch echte italienische Feinkost.

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