PlayStation 5: Sony meldet Rückgang der Verkaufszahlen - und erwägt Preissteigerungen

Sony hat in seinem aktuellen Geschäftsbericht einen Rückgang bei den Verkaufszahlen der PlayStation 5 vermeldet und erwägt nun als Reaktion darauf eine Preiserhöhung.

Die PlayStation 5 hat kein gutes Geschäftsjahr hinter sich. (Bildquelle: Sony) Die PlayStation 5 hat kein gutes Geschäftsjahr hinter sich. (Bildquelle: Sony)

Das Geschäftsjahr 2024/25 ist zu Ende. Damit stehen auch die Umsatzberichte für Unternehmen an, da macht Sony keine Ausnahme. Neben einem Einblick in die Verkaufszahlen der PlayStation 5 und PS5 Pro gibt es angesichts des (aus Sicht von Sony) Negativtrends Überlegungen, die kaum einem Kaufinteressierten gefallen dürften.

Der Sony-Geschäftsbericht im Überblick

Bisher hat Sony insgesamt 77,8 Millionen PlayStation 5-Konsolen verkauft, seit die Konsole Ende 2020 auf den Markt gekommen ist; diese Zahl ist inklusive der Pro-Version zu sehen.

  • Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025, das bei Sony am 31. März 2025 endete, wurden 18,5 Millionen Exemplare abgesetzt. Im Vorjahresvergleich lag dieser Wert noch bei 20,8 Millionen PS5-Konsolen.
  • Auch quartalsweise ist der Rückgang zu beobachten. Konnte Sony im ersten Quartal 2024 noch 4,5 Millionen Einheiten über die Ladentheke wandern sehen, waren es in den ersten drei Monaten 2025 nur noch 2,8 Millionen PS5-Konsolen.

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Strafzölle als Grund für schlechte Prognose

Im Anschluss an einen solchen Geschäftsbericht folgt auch bei Sony ein Gespräch mit den Investoren, die auf aktuellen Stand gebracht werden. CEO Hiroki Tokito erklärte hier, dass die US-Strafzölle eine negative Auswirkung in Höhe von rund 100 Milliarden Yen (rund 610 Millionen Euro) im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 haben können.

Eine der möglichen Lösungen laut Tokito sei es, schlicht die Fertigung anteilig in die USA zu verlegen, um den entsprechenden Zollgebühren aus dem Weg zu gehen.

Finanzchefin Lin Tao nennt in diesem Kontext allerdings auch eine andere Möglichkeit: Das Abfedern der genannten 100 Milliarden Yen, indem dieser Verlust durch die Kundschaft aufgefangen wird.

Dies wollen wir erreichen, indem wir strategische Lagerbestände in den USA aufbauen, die Zuteilung von Produktlieferungen weltweit anpassen, die Preise für bestimmte Produkte unter Berücksichtigung der Marktentwicklung erhöhen und weitere Maßnahmen ergreifen.

Zu den betroffenen Sparten zählen »I&SS« (Imaging and Sensing Solutions), »ET&S« (Entertainment, Technology and Services) und »G&NS« (Game & Network Services) - also eben auch die PlayStation-Konsolen. Komplett neu wäre der Vorgang der Preiserhöhung für die PS5 leider nicht, denn Sony hat hier schon zwei Mal nachgelegt:

Über die Gründe für den Rückgang der PlayStation-5-Verkäufe lässt sich indes nur spekulieren. Ist der Nachfrageboom infolge der Coronapandemie und den zugehörigen Lieferkettenproblemen endgültig gesättigt? Oder hat die PlayStation 5 noch immer nicht genug Argumente aufseiten der Spiele, um euch vom Kauf zu überzeugen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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