Plus-Folge 94: Die Gameplay-Formel - Warum wir manchen Spielen alles verzeihen

Es gibt Spiele, die klare Schwächen haben und uns trotzdem begeistern. Denn eine vermeintliche Kleinigkeit bestimmt maßgeblich über unseren Spielspaß.

von Michael Graf, Maurice Weber, Dimitry Halley,
03.10.2020 08:00 Uhr

Ghost of Tsushima hat deutliche Schwächen beim Open-World-Design und fesselt dennoch stundenlang. Warum? Ghost of Tsushima hat deutliche Schwächen beim Open-World-Design und fesselt dennoch stundenlang. Warum?

Es gibt Spiele, die uns fesseln, obwohl sie auf dem Papier klare Schwächen haben. Ein ausgenudeltes Setting beispielsweise, veraltetes Gamedesign, eine müde Story oder grottige Grafik. Trotzdem spielen wir sie rauf und runter. Etwa Ghost of Tsushima auf der PlayStation 4, das seine Open-World größtenteils mit Angreifern und Aktivitäten nach Schema F füllt, und das Dimi trotzdem 60 Stunden lang begeistert gespielt hat.

Welche Gameplay-Formel dahinter steckt, bespricht Dimi im Podcast mit Micha und Maurice, womit auch unser Gründertrio mal wieder vereint wäre!

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Der Reiz eines Spiels entstammt nämlich maßgeblich dem Core-Loop. Das ist - vereinfacht gesagt - das Gameplay, das wir die gesamte Spielzeit über permanent wiederholen. In einem Jump&Run etwa laufen, springen, schießen. Oder in Ghost of Tsushima laufen, reiten, Mongolen mit dem Katana zerlegen.

Dieser Core-Loop, diese kleinstmögliche Spielspaß-Einheit, muss zugleich möglichst simpel und möglichst abwechslungsreich sein. Also auf einfachen Regeln, Systemen und Aktionen beruhen, aus denen jedoch sehr viele unterschiedliche Situationen entstehen können, sodass die Dauerschleife nicht eintönig wird.

Das klingt kompliziert? Ist es auch! Aber erstens hat je niemand behauptet, es sei leicht, Spiele zu entwickeln. Zweitens erklären wir's im Podcast natürlich noch viel detaillierter.

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