Ein einziger Controller für fast alle Geräte: der neue PowerA Moga XP-Ultra könnte es sein, auch wenn er sicher keine Preise für den besten Namen gewinnt. Nach unzähligen Controllern, die schon durch meine Hände geglitten sind, gibt es kaum welche, die mich noch überraschen können.
Umso überraschter war ich, als ich den PowerA Moga XP-Ultra zum ersten Mal in die Hand nahm. Dank abnehmbarer Griffe, einem mitgelieferten Smartphone-Clip und großer Vielseitigkeit kann er aus der Menge herausstechen – aber das alleine reicht nicht aus.
Transparenzhinweis: PowerA hat mir den PowerA Moga XP-Ultra für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. PowerA hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Was mir gefallen hat
Sehr flexibel einsetzbar
Der Moga XP-Ultra kann kabellos mit verschiedenen Geräten verbunden werden, was ihn äußerst vielseitig macht.
PC: Ich kann den Controller entweder per Bluetooth Verbindung kabellos mit meinem PC oder per USB-C–Kabel verbinden. Weil es sich um einen offiziell lizenzierten Xbox-Controller handelt, funktioniert er auch problemlos mit den meisten Spielen.
Xbox: Der Moga XP-Ultra ist übrigens der erste lizenzierte Controller, der sich kabellos mit den Xbox Series-Konsolen verbinden kann und keinen Dongle dafür benötigt. Er wird mit der Konsole genauso gekoppelt, wie ein gewöhnlicher Xbox Series-Controller. Natürlich könnt ihr ihn auch kabelgebunden betreiben.
Smartphones: Inzwischen sind viele Controller kompatibel mit Smartphones, aber der PowerA Moga XP-Ultra geht einen Schritt weiter. Im Lieferumfang ist ein Smartphone-Clip enthalten, der sich einfach an die Oberseite des Controllers stecken lässt.
Der Clip kann dank zwei Daumenschrauben einfach in verschiedenen Winkeln fixiert werden und kann selbst dicke Outdoor-Handys festhalten. Gewöhnliche Smartphones mit Hülle stellen auch kein Problem dar.
Smart-TVs: Wie viele andere Bluetooth-Controller könnt ihr auch diesen mit einem kompatiblen Fernseher verbinden.
Die Modularität
Was den Moga XP-Ultra herausstechen lässt, ist seine Modularität. Wie man unschwer erkennen kann, sind die Griffe abnehmbar. Diese sorgen allerdings nicht nur für einen besseren Halt, sondern ergänzen das Gerät um zwei zuweisbare Tasten auf der Rückseite.
Beim Anbringen des Griffs klickt es sehr zufriedenstellend – erinnert mich an die Nintendo Switch und deren Joycons.
Wenn euch möglichst gute Ergonomie und Zusatztasten wichtig sind, dann könnt ihr die Griffe installiert lassen. Andernfalls löst ihr sie mit einem kleinen Hebel unten ab, um ihn zu einen der kompaktesten Xbox-Controller zu verwandeln.
Wenn ihr dann noch den Smartphone-Clip mitnehmt, habt ihr mit eurem Handy jederzeit eine kleine Gaming-Konsole dabei.
Ich persönlich liebe den kleinen Formfaktor ohne Griffe. So habe ich immer einen kleinen und leichten Controller bei mir, wenn ich bei Freunden oder Familie zu Besuch bin, die auch am PC oder an der Xbox verwenden kann. Oder ich packe ihn für kurze Multiplayer-Sessions zusätzlich zum Lenovo Legion Go ein, der praktischerweise einen Kickstand besitzt.
Gute Joysticks und Tasten
Die Bedienelemente des Controllers fühlen sich sehr präzise und reaktionsschnell an. Sie orientieren sich sehr stark am Xbox Wireless Controller.
Die Joysticks verwenden leider keine Hall-Sensoren, verfügen dafür aber über sehr glatte Antifriction-Ringe, die für eine reibungslose Bedienung sorgen. Die Tasten sind sehr taktil – man spürt und hört es, wenn sie aktiviert werden.
Sehr lange Akkulaufzeit
In das kleine Gehäuse hat PowerA einen ziemlich großen Akku mit 2.000 mAh gepackt. Zum Vergleich: Der Nintendo Switch Pro Controller, der für seine lange Akkulaufzeit von 40 Stunden bekannt ist, besitzt einen mit 1.300 mAh. Die Akkulaufzeit des PowerA Moga XP-Ultra beträgt daher etwa 60 Stunden.
In der Praxis müsst ihr euch nur sehr selten Sorgen darüber machen, ob der Controller geladen ist. Und wenn doch: Mit einer Taste auf der Vorderseite könnt ihr jederzeit checken, wie viel Ladung noch übrig ist.
Programmierbare Tasten ohne App-Zwang
Die Tasten auf der Rückseite der Griffe lassen sich direkt am Controller ohne zusätzliche Software belegen. Dafür muss nur eine Taste auf der Rückseite gedrückt gehalten werden, um den Zuweisungsmodus zu aktivieren.
3,5mm-Klinke und Rumble-Motoren
Der Controller hat an der Unterseite einen Anschluss für ein Gaming-Headset. Dieser ist auch verwendbar ohne den angebrachten Griff. Es befinden sich sowohl im Gamepad als auch im Griff Rumble-Motoren.
So habe ich getestet
Ich habe über einen Zeitraum von etwa einen Monat den PowerA Moga XP-Ultra als Controller für PC- und Xbox-Spiele verwendet. Die PC-Spiele habe ich außerdem immer wieder per Steam-Link am Handy gespielt.
Spezifikationen
- Plattformen: Android, Xbox Series X/S, Xbox One, Windows
- Gewicht: 395 Gramm
- Maße: 16 x 5,7 x 11 cm
- Konnektivität: Bluetooth (Keine Angabe über Version), USB-C
- Belegbare Tasten: Zwei
- Akkukapazität: 2.000 mAh
- Besondere Features: Rumble, Antifriction-Ringe, Smartphone-Clip, abnehmbarer Griff, Headset-Anschluss, »Designed for Xbox«-Lizenz
Preis und Verfügbarkeit
Der PowerA Moga XP-Ultra ist für einen Preis von 110 Euro verfügbar.
Was mir nicht gefallen hat
Laute Tasten
Ich glaube, das ist ungelogen das lauteste Gamepad, das ich jemals verwendet habe. Ich meine damit nicht die verbauten Vibrationsmotoren, sondern die Tasten. Ganz besonders L1 und R1 sind sehr laut und hören sich etwas »klapprig« an. Dieser Controller eignet sich also nicht für nächtliche Sessions, wenn ihr Mitbewohner nicht aufwecken wollt.
Keine Hair-Trigger
Für den Preis erwarte ich, dass Hair-Trigger, auch Trigger-Stops genannt, eingebaut sind. Damit lässt sich der Aktivierungsweg der analogen Trigger physisch verkürzen, was zum Beispiel bei Shootern von Vorteil ist. Darauf muss hier verzichtet werden.
Ein Problem beim Firmware-Update: Während des Testzeitraums habe ich ein Firmware-Update über die PowerA Gamer HQ-App installiert. Nach der Installation hat sich der Controller aufgehängt und konnte nicht mehr ausgeschaltet werden. Ich musste dann die Rückseite öffnen, den Akku vom Mainboard trennen und wieder verbinden. Danach ging er wieder. Das könnte ein einzelnes Problem auf meiner Seite gewesen sein, aber ihr solltet es zumindest wissen.
Solltet ihr euch den PowerA Moga XP-Ultra kaufen?
Wenn ihr auf der Suche nach einem besonders vielseitig einsetzbaren Controller seid, dann ist der PowerA Moga XP-Ultra eine sehr gute Wahl für euch. Bevor ihr ihn euch kauft, stellt euch am besten folgende Fragen:
- Will ich den Controller auch am Handy verwenden?
- Ist eine kabellose Verbindung mit der Xbox mir wichtig?
- Sehe ich einen Vorteil in der Modularität?
Solltet ihr mindestens zwei dieser Fragen mit »Ja« beantworten können, könnte der PowerA Moga XP-Ultra genau der richtige Controller für euch sein. Der größte Vorteil des Gerätes ist eben die hohe Flexibilität. Wenn euch diese nicht so wichtig ist, dann gibt es bessere Optionen, die weniger kosten:
Xbox Wireless Controller mit Smartphone-Clip: Für den Preis des PowerA Moga XP-Ultra könnt ihr euch auch einfach einen originalen Xbox-Controller holen (oder ihr habt schon einen) und einen Smartphone-Clip dazu. Das ist zwar nicht ganz so kompakt wie der PowerA-Controller, aber diese Kombination bietet im Großen und Ganzen eine ähnliche Funktionalität.
Gamesir G8 Plus: Hierbei handelt es sich primär um einen Teleskop-Controller (bei dem das Handy oder Tablet dazwischen gespannt wird), der auch als Konsolen- oder PC-Controller verwendet werden kann. Er bietet euch also ebenso eine hohe Flexibilität, allerdings ist er nicht mit der Xbox kompatibel. Dafür mit Nintendo Switch, Smartphones, Tablets und dem PC.
Turtle Beach Stealth Ultra: Der Stealth Ultra von Turtle Beach ist ein klassischer Pro-Controller, der ähnlich gut ausgestattet ist wie der Xbox Elite Series 2. Er ist zwar nicht so kompakt wie der PowerA Moga XP-Ultra, kann aber auch eine kabellose Verbindung zu eurer Xbox und eurem PC aufbauen. Dafür benötigt er allerdings einen USB-Dongle.
Der PowerA Moga XP Ultra kostet knapp 110 Euro, was nicht günstig, aber auch nicht so teuer wie viele Pro-Controller ist. Wenn ihr von der Modularität und der Vielseitigkeit profitieren könnt, dann kann er sich durchaus lohnen. Wenn ihr auf dieses Gesamtpaket oder dem kompakten Formfaktor verzichten könnt, reicht vielleicht auch einfach ein Smartphone-Clip für den Xbox Wireless Controller aus.

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