Am vergangenen Dienstag wurde die PlayStation 5 Pro vorgestellt. Die UVP der »Digital Edition« ist stattlich: Rund 800 Euro müsst ihr hinlegen, wenn ihr die neue Sony-Konsole euer Eigen nennen wollt.
Die Reaktion der Community fiel sowohl in den sozialen Medien als auch in den Kommentaren unter unseren Artikeln entsprechend negativ aus; zu teuer ist die PS5 Pro für viele von euch.
Einen positiven Aspekt soll die neue Sony-Konsole aber haben, denn die auf RDNA 3 basierende GPU der PS5 Pro bildet gewissermaßen einen Vorgriff auf kommende PC-Grafikkarten von AMD.
- In einem Gespräch mit dem Portal CNET erklärt PS5-Chefarchitekt Mark Cerny, dass man schon jetzt das »neue, fortgeschrittene Raytracing-Featureset« nutzt, das AMD erst im nächsten Schritt ihrer Architektur-Roadmap plant.
- Sony habe die Entwicklung dieser Funktionen zusammen mit AMD vorangetrieben und sei insbesondere über das Feedback der Entwickler sehr glücklich.
Im Zuge der technischen Präsentation zur PlayStation 5 Pro erklärte Sony, dass die neuen Features es ermöglichen, »Strahlen mit doppelter und manchmal sogar dreifacher Geschwindigkeit der aktuellen PS5-Konsole zu werfen«.
Ausgehend von einem Leak, der im vergangenen Juli zur Grafikeinheit der PlayStation 5 Pro auftauchte, dürfte es sich um folgende Funktionen handeln:
- »Double Ray Tracing Intersect Engine«: Eingesparte Rechenzeit durch Berechnung zweier Lichtstrahlen
- »RT instance node transform«: Effizientere Handhabung geometrischer Strukturen durch die Gruppierung ähnlicher Objekte
- »64B RT node«: Schnellere Berechnung durch größere Pakete
- »Ray Tracing Tri Pair optimization«: Optimierung der Berechnung von Dreiecken, wenn diese nahe beieinander liegen
- »Change flags encoded in barycentrics«: Schnellere Aktualisierung von Objekten, wenn diese ihre Position ändern
- »BVH Footprint Improvement«: Schnellere Gruppierung von Szenengeometrie
- »RT support for OBB and Instance Node Intersection«: Höhere Präzision der Oriented Bounding Box.
Wie hoch der tatsächliche Performancegewinn der PS5 Pro durch diese Funktionen ausfällt, bleibt angesichts fehlender unabhängiger Benchmarks abzuwarten – ebenso wie die Antwort auf die Frage, ob und welche der Raytracing-Features AMD tatsächlich zur RX-8000-Generation bringen wird. Bis dahin müssen wir uns noch bis nächstes Jahr gedulden.
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