»Echt nicht mehr lustig«: RAM-Preise explodieren förmlich und für die Community hat nur eine Industrie daran Schuld

Seit Monaten kennt der Preisgraph bei DDR5-Arbeitsspeicher nur eine Richtung: nach oben. Sowohl Branchenanalysten als auch die PC-Community haben dafür einen Hauptverantwortlichen ausgemacht.

RAM wird seit Monaten teurer - und ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht. RAM wird seit Monaten teurer - und ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht.

Anfang des Jahres prophezeiten Branchenanalysten einen starken Anstieg der Preise für Festplatten und Arbeitsspeicher. Die Aussicht auf die zweite Jahreshälfte 2025 wies demzufolge »ideale Bedingungen für einen Preisanstieg« auf. Neben Produktionskürzungen bei NAND-Speicher war insbesondere eine erhöhte Nachfrage seitens der »boomenden KI-Industrie« ein Zeichen an der Wand.

In den vergangenen Wochen muss die PC-Community feststellen: Diese Einschätzung hat (leider) voll ins Schwarze getroffen. Allein in den vergangenen 30 Tagen sind die RAM-Preise regelrecht explodiert, was natürlich keinem Kaufinteressierten gefällt.

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KI-Server als Hauptschuldige ausgemacht

Fangen wir mit der reinen Bestandsaufnahme an. Über das Preisvergleichsportal Geizhals können wir die Graphen der Preisentwicklung über festgelegte Zeiträume nachvollziehen. Beispielhaft nehmen wir hierfür die drei laut Geizhals beliebtesten Kits an 2x16 GByte DDR5-RAM und schauen uns die Kurve für die vergangenen 90 Tage an:

An den beispielhaften Graphen ist zu sehen, wie die Preisentwicklung von DDR5-Speicher tatsächlich steil nach oben zeigt. Der Anstieg der »Mustermodelle« beträgt zwischen 30 und 50 Prozent im Vergleich zum Tiefstpreis der vergangenen drei Monate – und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen.

Wie etwa die taiwanische DigiTimes unter Berufung auf den Speicherhersteller Adata berichtet, werden die Speicherpreise in Zukunft noch weiter steigen: Bis Ende 2026 sollen noch einmal weitere 30 Prozent an Preisboom hinzukommen.

Laut dem Adata-Vorstand Simon Chen gebe es derzeit »akute Angebotsknappheit«. Normalverbraucher sind allerdings nicht diejenigen, die alles wegkaufen. Adata »kämpft beim Bestand nicht mehr gegen Konkurrenten, sondern gegen CSPs«.

  • Gemeint sind die Anbieter von Cloud-Diensten (»Cloud Service Provider«), die im Rahmen des KI-Booms offensichtlich immer größere Mengen an Arbeitsspeicher beanspruchen.
  • Angesichts dessen habe Adata seine Mitarbeiter angewiesen, »spärlich zu verkaufen und Hauptkunden zu unterstützen«, während man gleichzeitig ein Auge auf den vorhandenen Lagerbestand wirft.

Natürlich geht so ein Thema auch an der PC-Community im Netz nicht spurlos vorüber. Einige Kommentare unter einem Beitrag des PCMR-Subreddits ziehen interessante Vergleiche, wie viel man noch vor wenigen Monaten für ein identisches RAM-Kit zahlen musste – und wie viel heute für diese Riegel draufgeht.

Auch hier schwanken die Vergleichswerte zwischen rund 30 und 50 Prozent. Der Tenor ist eindeutig: »Langsam ist es einfach nicht mehr lustig«.

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Mit »es« ist indes nicht nur der reine Preisanstieg gemeint, so ärgerlich der für sich stehend bereits ist. Vielmehr geht zahlreiche Kritik in Richtung der KI-Industrie, die laut der Community nach der Preisexplosion am GPU-Markt gewissermaßen die nächste Komponente für PC-Spieler ruiniert.

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