Razer Wolverine V3 Pro im Test: Wir haben über 100 Controller getestet und das ist unser neuer Favorit

Unsere Controller-Experten haben sich den neuen Razer Wolverine V3 Pro genau angeschaut – und beide sind begeistert.

Der Razer Wolverine V3 Pro konnte mich und Nele überzeugen. Der Razer Wolverine V3 Pro konnte mich und Nele überzeugen.

Ist das der perfekte Controller, auf den wir all die Jahre gewartet haben? Diese Frage haben Nele und ich uns gestellt, als wir das erste Mal mit dem Wolverine V3 Pro gespielt haben.

Zusammen haben wir mehr als 100 Controller getestet und trotzdem hat der neue Razer-Controller es geschafft, unsere Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. In diesem Test verraten wir euch, warum er unser neuer Favorit ist, aber warum er doch nicht perfekt ist.

Transparenzhinweis: Razer hat uns den Controller für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Razer hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Herausragend
Razer Wolverine V3 Pro
Razer Wolverine V3 Pro
Beim Feature-Gesamtpaket und der Ergonomie hat Razer fast eine perfekte Punktlandung vollzogen. Die Tasten und das D-Pad verfügen über mechataktile Schalter und es gibt ganze sechs frei belegbare Tasten – vier auf der Rückseite und zwei neben den Schultertasten.

Die Joysticks verwenden magnetische Sensoren, was die Wahrscheinlichkeit für Stick Drift minimiert und sie verfügen über austauschbare Stickkappen mit unterschiedlichen Höhen.

Nur bei der D-Pad-Genauigkeit und dem Widerstand der ABXY-Tasten konnte der Wolverine V3 Pro nicht voll überzeugen.
  • Äußerst ergonomisch
  • Hall-Effekt-Sticks mit austauschbaren Modulen
  • Vier Paddles mit Mausklick-Schaltern
  • Zwei zusätzliche Schultertasten
  • Mechataktile Schalter
  • 1.000 Hz-Abtastrate
  • ABXY-Tasten mit hohem Widerstand
  • D-Pad-Genauigkeit
  • Paddles können unbeabsichtigt betätigt werden
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Wissenswertes zum Test
So haben wir getestet

Dieser Test wurde größenteils von Linh durchgeführt. Er hat den Controller jeden Abend etwa zwei bis drei Stunden für einen Zeitraum von zwei Wochen verwendet. Für eine zweite Meinung hat er den Controller Nele zugesendet, die ihn ein Wochenende lang getestet hat.

Spezifikationen
  • Gewicht: 304 Gramm
  • Konnektivität: Razer Hyperspeed Wireless per mitgeliefertem Adapter, kabelgebunden mit 3 Meter USB-C zu USB-A-Kabel
  • Systemvoraussetzungen: Xbox oder PC (ab Windows 11 64 Bit), Internetverbindung für Razer Controller App
  • Razer Chroma Lighting: Ja
  • Mechanische Aktionstasten: Razer Mecha-Tactile-Aktionstasten
  • Joysticks: Hall-Effekt, austauschbare Stick-Kappen mit längeren oder kürzeren Schaft
  • Belegbare Tasten: 6 (4 mit Mausklick-Schaltern)
  • Trigger: Hair-Trigger mit Mausklick-Schaltern und Hall-Effekt-Technologie
  • Abtastrate: maximal 1.000 Hz.
Preise und Verfügbarkeit

Der Razer Wolverine V3 Pro ist seit dem 28.08.2024 für einen Preis von 230 Euro verfügbar. Es gibt eine günstigere Tournament-Edition, die nur kabelgebunden verwendbar ist und nur 120 Euro kostet.

Was gefiel uns am Razer Wolverine V3 Pro besonders gut?

Verarbeitung und Komfort

Der Controller besteht aus Kunststoff, fühlt sich aber keineswegs schlecht verarbeitet an. Ganz im Gegenteil: Er wirkt hochwertig und ist gleichzeitig mit 304 Gramm trotzdem etwa 40 Gramm leichter als der Xbox Elite Series 2.

Hinzu kommt die hervorragende Ergonomie. Für uns ist das der bequemste Controller, den wir je in Händen gehalten haben. Die Form und Texturierung sorgt für einen besonders rutschsicheren Halt.

Es gibt keine scharfen Kanten und Ecken, alles ist abgerundet und Bedienelemente befinden sich an leicht erreichbaren Orten.

Die Tasten auf der Rückseite liegen an einer Position, an die unsere Finger sich natürlich anschmiegen und die zwei zusätzlichen Trigger sind ohne Probleme mit den Zeigefingern zu erreichen. 

Die Joysticks

Beim Razer Wolverine V3 Pro kommen Hall-Effekt-Joysticks (magnetische Sensoren für Positionsbestimmung) mit glatten Antifriction-Ringen zum Einsatz. Das sorgt einerseits für eine besonders reibungsfreie Bedienung und andererseits für eine bessere Langlebigkeit mit geringerer Wahrscheinlichkeit für Stick-Drift – einem Problem bei der Analog-Sticks Eingaben registrieren, obwohl sie nicht bewegt werden.

Die Joystick-Kappen sind wie bei vielen Premium-Controllern austauschbar. Im Lieferumfang findet ihr zwei Ersatzkappen:

  • Einen mit kurzem Schaft und konkaver Kappe, für schnelle Reaktionsfähigkeit
  • Einen mit längerem Schaft und konvexer Kappe, für mehr Präzision

Beim Einstecken der Sticks muss auf die korrekte Orientierung geachtet werden, da der Mechanismus nicht magnetisch ist. Dieser Kompromiss musste wohl zugunsten der Hall-Effekt-Sticks gemacht werden, um Interferenzen vorzubeugen. Beim Einstecken der Sticks muss auf die korrekte Orientierung geachtet werden, da der Mechanismus nicht magnetisch ist. Dieser Kompromiss musste wohl zugunsten der Hall-Effekt-Sticks gemacht werden, um Interferenzen vorzubeugen.

Die Trigger und Schultertasten

Der Controller verfügt über Trigger-Tasten mit Hair-Trigger-Modus. Das heißt, ihr könnt mit Schaltern auf der Rückseite den Aktivierungsweg der analogen Trigger verkürzen, damit die Taste schneller auslöst, was zum Beispiel in Shootern und Fighting-Games wichtig sein kann.

Beim Razer Wolverine V3 Pro wird im Hair-Trigger-Modus nicht nur der Weg verkürzt, sondern auch ein mechanischer Schalter dazwischengeschaltet.

Dadurch fühlt es sich nicht so an, als würde man den Trigger gegen eine physische Blockade drücken, sondern wirklich wie eine mechanische Taste mit taktilem Klick und kürzerem Weg.

Direkt neben den Trigger- und Schultertasten findet ihr zwei zusätzliche Tasten, die ihr frei belegen könnt.

Neben Trigger und Schultertasten findet ihr zwei weitere Bumper, die frei belegbar sind. Neben Trigger und Schultertasten findet ihr zwei weitere Bumper, die frei belegbar sind.

Sie befinden sich an einer einfach erreichbaren Position und sind trotzdem nahezu unmöglich versehentlich zu betätigen. Wie die Schultertasten besitzen sie ein zufriedenstellendes taktiles Feedback. 

Die Razer Controller App

In der Razer Xbox-Controller-App können einige Anpassungen vorgenommen werden, wie zum Beispiel die Rumble-Stärke, Empfindlichkeit der Joysticks oder die Beleuchtung des Razer-Schriftzuges. Wir haben uns für Lila entschieden, wie es sich für GameStar Tech gehört.

Die App ist sehr einfach aufgebaut und benutzerfreundlich. Allerdings vergisst der Controller unsere App-Einstellungen, wenn er zwischendurch ausgeschaltet wird und wir beim erneuten Anschalten die App nicht im Hintergrund laufen haben. Das passiert auch dann, wenn das Gerät sich bei Nichtbenutzung selbst abschaltet.

In der Razer Controller App können wir Profile anlegen und diverse Einstellungen vornehmen. Zum Beispiel die Vibrationsstärke, die Beleuchtung usw. In der Razer Controller App können wir Profile anlegen und diverse Einstellungen vornehmen. Zum Beispiel die Vibrationsstärke, die Beleuchtung usw.

Erfreulich ist jedoch, dass ihr die Belegung der Extra-Tasten auch ohne App machen könnt, indem ihr die Funktionstaste auf dem Controller drückt. Auch der 1.000 Hz-Turnier-Modus lässt sich ohne App per Tastenkombination einschalten.

Rückseitige »Paddles«

»Paddles« ist beabsichtigt in Anführungszeichen geschrieben, weil es eigentlich keine klassischen sind, wie ihr sie beim Xbox Elite Series 2 findet – wir meinen die paddelförmigen Hebel-Tasten auf der Rückseite, die ihr zusätzlich belegen könnt. Tatsächlich handelt es sich beim Razer Wolverine 3 Pro um Tasten, die eine ähnliche Form wie Paddles haben. 

Sie befinden sich an einer Position, auf der die Finger natürlich »hinfallen« und sind so praktischerweise zügig erreichbar.

Die zusätzlichen Tasten auf der Rückseite gehören zu den besten, die ich bisher getestet habe. Die zusätzlichen Tasten auf der Rückseite gehören zu den besten, die ich bisher getestet habe.

Unter den Tasten befinden sich mechanische Schalter, wie ihr sie von Razers Gaming-Mäusen kennt. Sie fühlen und hören sich sehr ähnlich an. 

Mit den zwei zusätzlichen Schultertasten hat dieser Controller also sechs frei belegbare Tasten, mit gut durchdachtem Design.

Mechataktile Tasten

Auch die restlichen Tasten des Controllers verfügen über mechanische Schalter, die zufriedenstellend klicken.

Das gilt gleichermaßen für das D-Pad, bei dem alle acht Richtungen einzeln klicken. Beim Drücken der Tasten spürt und hört ihr genau, ob sie ausgelöst wurde. 

Video starten 0:30 Wolverine V3 Pro: Razer stellt neuen Pro-Controller für Xbox und PC vor

1.000 Hz-Abtastrate macht einen Unterschied

Kabellos für Komfort: Sowohl mit dem PC als auch an der Xbox könnt ihr diesen Controller kabellos benutzen. Dafür muss allerdings der beliegende Wireless-Dongle verwendet werden.

Mit Kabel profitiert ihr von der hohen Abtastrate: Mit angesteckten Kabel profitiert ihr nicht nur von einer geringeren Eingabelatenz, sondern auch vom Turnier-Modus mit einer Abtastrate von 1.000 Hz. Das heißt, der Controller bestimmt 1.000-mal in der Sekunde, in welcher Position sich die Joysticks und Trigger befinden und welche Tasten gedrückt werden. Das sorgt für eine höhere Präzision und ein flüssigeres Spielerlebnis.

Wir konnten den Unterschied zum Xbox Wireless Controller direkt spüren, der nur eine sehr niedrige Abtastrate von 125 Hz besitzt. Nele hatte deswegen schon immer Probleme beim Zielen auf einen speziellen Gegner in Banishers. Mit der hohen Abtastrate konnte sie ihre Trefferquote erhöhen und besser kleine Ziele treffen.

Zielen in Banishers Auf die Laterne muss gezielt werden, um einen Sonderfernangriff des Gegners zu verhindern.

Gegner nah Von Nahem und auf einem unbewegten Screenshot sieht das leichter aus, als es im Spiel ist, in dem sich der Gegner auch noch bewegt.

Wenn euch eine möglichst schnelle Reaktionsfähigkeit und Präzision bei einem Controller wichtig ist, dann solltet ihr unbedingt Ausschau nach Modellen halten, die eine hohe Abtastrate, auch Polling-Rate, besitzen. Da gibt es auch besonders günstige Controller, wie den GameSir G7 SE mit 1.000 Hz, der viermal weniger kostet als der Razer Wolverine V3 Pro.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des Controllers beträgt laut Hersteller etwa 20 Stunden. In der Praxis ist diese Angabe recht akkurat. Nach etwa zwei bis drei Stunden Spielen pro Tag muss er einmal in der Woche aufgeladen werden. 

Was gefiel uns weniger?

Hoher Widerstand der ABXY-Tasten

Die ABXY-Tasten haben einen höheren Widerstand, als wir bei anderen Controllern gewohnt bin. Button-Mashing geht damit nicht so schnell und Rhythmus-Spiele wie DJ Max Respect V sind deswegen etwas schwerer. 

Nicht das beste D-Pad

Die Diagonalen des D-Pads sind sehr empfindlich. Bei Fighting-Games waren deswegen versehentliche Eingaben leider nicht selten. Die Diagonalen des D-Pads sind sehr empfindlich. Bei Fighting-Games waren deswegen versehentliche Eingaben leider nicht selten.

Mit dem D-Pad war es recht leicht versehentlich Diagonalen einzugeben, wenn man nach links oder nach rechts drückt.

Gerade in Fighting Games wie Tekken 8 kann das darüber entscheiden, ob man einen Angriff blockt oder von diesem getroffen wird und somit Sieg oder Niederlage beeinflussen. 

Unbeabsichtigte Eingaben

Die Paddles befinden sich zwar an einer einfach erreichbaren Position, jedoch kann es deswegen vorkommen, dass ihr sie unbeabsichtigt betätigt. Man kann sie leider auch nicht physisch sperren, wie z. B. bei dem SCUF Envision Pro oder anderen Controllern.

Nele: Der Controller lag bei mir perfekt in den Händen, aber ich bin immer wieder an die Backpaddles gekommen. Irgendwann konnte ich das unfreiwillige Betätigen aber locker ignorieren. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass man diese komplett blockieren kann. Nele: Der Controller lag bei mir perfekt in den Händen, aber ich bin immer wieder an die Backpaddles gekommen. Irgendwann konnte ich das unfreiwillige Betätigen aber locker ignorieren. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass man diese komplett blockieren kann.

Solltet ihr euch den Razer Wolverine V3 Pro kaufen?

Wenn ihr schon mehr als 200 Euro für einen kabellosen Controller für Xbox und PC ausgeben wollt, dann solltet ihr euch gleich den besten für euer Geld holen – und das unserer Meinung nach der Razer Wolverine V3 Pro. 

Der Razer Wolverine V3 Pro passt zu euch, wenn ...

  • ... ihr einen langlebigen Controller für eSports und Casual-Gaming sucht
  • ... euer Fokus nicht auf 2D-Plattformern, Fighting-Games und Rhythmus-Spielen liegt
  • ... euch eine gute Ergonomie besonders wichtig ist.
  • ... wenn ihr von sechs zusätzlichen Tasten profitieren könnt

Turnier-Edition für eSportler und Sparfüchse: Wenn ihr außerdem Geld sparen wollt und überwiegend E-Sports-Titel spielt, dann empfehlen wir euch die Tournament Edition von diesem Controller. Diese kostet über 100 Euro weniger bei nur geringen Kompromissen: 

  • Nur kabelgebunden verwendbar
  • Kein Case inklusive
  • Keine austauschbaren Joystick-Kappen
  • Keine RGB-Beleuchtung beim Razer-Schriftzug

Ansonsten sind die Controller identisch. Solange ihr nicht unbedingt einen kabellosen Betrieb benötigt, bietet euch die Tournament Edition ein viel besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn ihr einen längeren Joystick für mehr Präzision benötigt, könnt ihr einfach eine erhöhte Joystick-Kappe anbringen. 

Mehr Alternativen:

  • Turtle Beach Stealth Ultra: Dieser Controller ist auch kabellos mit PC und Xbox verwendbar, verfügt auch über mechataktile Tasten und Hall-Effekt-Joysticks. Zusätzlich erhaltet ihr eine nützliche Docking-Station zum Laden. Mit 200 Euro ist er etwas günstiger als der Razer Wolverine V3 Pro.
  • Asus ROG Raikiri Pro: Bei diesem Controller müsst ihr bei der Xbox auf eine kabelgebundene Verbindung zurückgreifen. Auf dem PC ist er kabellos verwendbar. Der ROG Raikiri Pro verfügt über vier zusätzliche Tasten, ein Design, das sehr nah an dem Original-Xbox-Controller ist und Hair-Trigger. Er kostet außerdem deutlich weniger und ist schon für Preise unter 120 Euro erhältlich.
  • GameSir G7 SE: Dieser Xbox- und PC-Controller ist oft für unter 50 Euro erhältlich, verfügt auch über eine Abtastrate von 1.000 Hz, Hall-Effekt-Joysticks und zwei belegbaren Tasten, die ihr sogar sperren könnt. Er ist allerdings ausschließlich kabelgebunden verwendbar.
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