Gerüchte zum Release: AMDs neue RX-7000-Grafikkarten erscheinen anders als gewohnt

Mit der kommenden Radeon-Generation beschreitet AMD wohl neue Wege, was die Release-Reihenfolge angeht.

von Kay Nordenbrock,
29.04.2022 12:48 Uhr

Die RX-7000-Karten von AMD erscheinen wohl in einer ungewöhnlichen Reihenfolge, wenn die neuesten Leaks stimmen. Die RX-7000-Karten von AMD erscheinen wohl in einer ungewöhnlichen Reihenfolge, wenn die neuesten Leaks stimmen.

Bei der momentanen Grafikkarten-Generation hat AMD zuerst die Topmodelle RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800 veröffentlich und dann nach und nach Grafikkarten mit weniger Leistung. Für die kommende Generation, Radeon RX 7000, geht AMD aber anscheinend andere Wege: Die schwächeren Karte sollen Gerüchten zufolge zuerst erscheinen.

Erst Low-, dann High- und am Ende Mid-End

Die jüngsten Meldungen stammen von Moores Law is Dead, dessen YouTube-Kanal quasi hauptsächlich Leaks zu Grafikkarten und Prozessoren verbreitet. Demnach erscheinen bei den RX-7000-Grafikkarten zuerst die mit der schwächsten Performance. Das sind die Modelle, welche auf dem Navi-33-Chip basieren. Sie erscheinen voraussichtlich im viertel Quartal dieses Jahres

Nach den Low-End-Karten folgen demnach ebenfalls im vierten Quartal, aber etwas später die High-End-Modelle. Diese arbeiten mit dem Navi-31-Chip und beinhalten laut Wccftech die RX-7900-Reihe.

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Die Mittelklasse soll schließlich erst im nächsten Jahr erscheinen, das Release-Fenster gibt Moores Law Is Dead hier mit der ersten Hälfte 2023 an. Es scheint außerdem Änderungen beim Namensgebungsschema seitens AMD zu geben. Denn Wccftech zufolge soll die RX-7800-Reihe nicht mehr zum High-End sondern zur gehobenen Mittelklasse zählen. Während RX 6800 (XT) und RX 6900 XT noch auf demselben Chip in Form von Navi 21 basieren, soll in der RX 7800 der Navi-32- anstatt des Navi-31-Chips sein verrichten.

Warum die ungewöhnliche Release-Reihenfolge?

Die voraussichtlichen Release-Termine könnten etwas mit dem Aufbau der Grafikkarten zu tun haben. Die Low-End-Karten der neuen Generation sollen laut Moores Law Is Dead auf ein klassisches monolithisches Design setzen. Das heißt, hier ist ein Chip verbaut, so wie es bislang bei den Grafikkarten der Fall war. 

Die High-End und Mittelklasse-Modelle setzen aber wohl auf ein sogenanntes Multi-Chiplet-Design. Hier besteht die Karte aus mehreren kleinen Chiplets, mit teils unterschiedlichen Aufgaben. Möglicherweise kommt es hier schlicht zu Verzögerungen, da die Technik bei Grafikkarten noch völlig neu ist. Denkbar ist aber auch, dass AMD die Reihenfolge verändert, um sich nicht selbst mit potenziellen RX-6000-Refreshes ins Gehege zu kommen. 

Die Leistung wurde noch mal bestätigt 

Zur Leistung der kommenden RX-7000-Karten hatten wir bereits einige Leaks. Moores Law Is Dead geht aber auch in seinem neuesten Video noch einmal darauf ein. Demnach wird das High-End-Modell der RX-7000-Reihe wohl eine Leistungssteigerung von 90 bis 130 Prozent bei der Rasterisierung gegenüber der RX 6900 XT, dem momentanen Spitzenmodell, aufweisen. Dabei soll das Modell 375 bis 450 Watt verbrauchen. 

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Die Low-End-Karte der neuen Generation soll die High-End-Modelle der alten ersetzen. Deswegen erwarten wir von der RX-7000-Karte mit Navi-33-Chip eine ähnliche Leistung wie sie die RX 6900 XT bietet, allerdings mit einer geringeren Leistungsaufnahme. Zur Performance der Mittelklasse-Karten wollte er sich noch nicht äußern, da der Release noch zu weit entfernt ist. 

Könnt ihr euch noch bis nächstes Jahr auf die neue Generation gedulden oder sind die Mittelklasse-Karten vom AMDs neuester Generation sowieso uninteressant für euch? Lasst es uns gerne wissen!

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