RTX 4000 und RX 7000: Warum wir nun doch auf Preise nahe der UVP hoffen dürfen

Die kommenden neuen Geforce- und Radeon-Grafikkarten von Nvidia und AMD könnten doch besser Verfügbar sein, als wir bislang angenommen haben.

von Alexander Köpf,
29.04.2022 11:21 Uhr

Die Situation auf dem Markt für PC-Komponenten soll sich Experten zufolge weiter entspannen. Die Situation auf dem Markt für PC-Komponenten soll sich Experten zufolge weiter entspannen.

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Mit Blick auf die kommenden neuen Grafikkarten-Generationen von Nvidia und AMD in Form von RTX 4000 und RX 7000 drängt sich vor allem eine Frage auf: Werden sie wie RTX 3000 und RX 6000 erneut kaum verfügbar und damit so teuer sein, dass sie sich Normalsterbliche nur leisten können, wenn sie ihr Sparschwein schlachten?

Bisher sind wir davon ausgegangen, dass die Preise für die aktuellen Generationen aus der Geforce- und Radeon-Reihe tatsächlich das Niveau der unverbindlichen Preisempfehlung erreichen können, die kommenden neuen Modelle jedoch wieder deutlich darüber liegen. Was uns zu dieser Einschätzung bewog, erfahrt ihr in unserer Prognose.

Nun gibt es allerdings doch Hoffnung, dass wir auch RTX 4000 und RX 7000 zumindest nahe der UVP werden kaufen können. Das geht aus einem Bericht der Martkanalysten von Counterpoint Research hervor. Demnach soll sich die Liefersituation bei PC-Komponenten in der zweiten Jahreshälfte 2022 deutlich entspannen:

Bildquelle: Counterpoint Research Bildquelle: Counterpoint Research

RTX 4000 und RX 7000: Was für Preise nahe der UVP spricht

Counterpoint Research zufolge werde die Nachfrage nach Grafikchips das Angebot noch das gesamte Jahr um etwa zehn Prozent übersteigen. Das sei jedoch auch Ende 2021 schon der Fall gewesen. Dennoch beobachten wir seit Dezember einen kontinuierlichen Rückgang bei den Preisen für RTX 3000 und RX 6000.

Gleichzeitig gehen die Experten davon aus, dass die Nachfrage nach den wichtigen ABF-Substraten, die zur Fertigung von Leiterplatten sowohl für CPUs als auch GPUs benötigt werden, gesättigt ist beziehungsweise gesättigt sein wird. Ganz im Gegensatz zu einer Meldung von Ende 2021, die noch eine Knappheit bis ins Jahr 2026 prognostizierte:

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Knappe Grafikkarten

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So schätzen wir die Lage ein

Die Prognosen von Counterpoint Research klingen unserer Ansicht nach tatsächlich vielversprechend. Sollten sie sich als richtig erweisen, ist es realistisch, dass RTX 4000 und RX 7000 von vorneherein nahe der UVP in den Markt starten und dort auch verweilen.

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Dennoch raten wir lediglich zu verhaltener Vorfreude. Denn es gibt einige unsichere Faktoren, beispielsweise die Entwicklung mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Sowohl aus der Ukraine als auch Russland stammen wichtige Ressourcen für die Fertigung von Chips, etwa Edelmetalle, seltene Erden und Energie. Daneben könnten theoretisch auch die Kryptowährungen wieder eine größere Rolle spielen und damit einhergehend die Nachfrage nach Grafikkarten höher ausfallen, als erwartet.

Was meint ihr? Werden wir RTX 4000 und RX 7000 am Ende tatsächlich zumindest nahe der UVP sehen? Oder erwartet ihr wieder drastische Anstiege bei den Preisen für Grafikkarten? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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