RX 7000 Specs geleakt: Neue Radeon-Grafikkarten sollen bis zu 3-mal schneller werden

AMDs neue Generation Radeon RX-7000-Karten steht vor der Tür und wird immer konkreter. Neues Leaks wollen mehr über Aufbau und Performance wissen.

von Kay Nordenbrock,
19.04.2022 12:22 Uhr

Die neue Generation könnte weitaus mehr Rechenpower haben als seine Vorgänger. Die neue Generation könnte weitaus mehr Rechenpower haben als seine Vorgänger.

Bei der kommenden Generation Radeon-RX-Karten geht AMD neue Wege, indem sie auf ein sogenanntes Chiplet-Design setzen. Dabei besteht eine Grafikkarte nicht mehr nur aus einem Chip, wie es momentan üblich ist, sondern aus mehreren Chiplets, die zusammenarbeiten, um insgesamt deutlich mehr Leistung zu liefern. 

Mithilfe der jüngsten Leaks und Informationen aus seinen eigenen Quellen gibt der YouTuber RedGamingTech in einem aktuellen Video einen guten Eindruck davon, wie die Struktur und daraus abgeleitet auch die Specs der kommenden Generation von AMD aussehen könnte. 

Top-Modell mit 7 Chiplets

Dabei konzentriert er sich auf den Navi-31-Chip, also den stärksten der Generation, welcher mit den High-End-Modellen von Nivdias kommenden Karten konkurrieren soll. Demzufolge setzt sich die GPU folgendermaßen zusammen: 

  • Zwei GCDs (Graphics-Compute-Dies): Diese Chiplets kümmern sich um Aufgaben wie Rasterisierung, Raytracing und mehr
  • Vier MCDs (Multi-Cache-Dies): Das sind Speicherchiplets, welche AMD vorher als Infinity-Cache beworben hatte
  • Ein IC-Chiplet (Interconnected Controller): Dieser ist für die Kommunikation zwischen Grafikkarte und PC verantwortlich 

Diese Informationen hat nicht nur RedGamingTech, sondern auch der bekannte Leaker Greymon55, welcher diese auf Twitter aber mit einem Maybe, also einem Vielleicht, versieht. Damit scheint er jedoch auch auf das verwendete Produktionsverfahren der Chiplets abzielen:

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Demnach werden die GCD-Chiplets in einem 5-Nanometer-Verfahren hergestellt, während die MCD-Chiplets auf einem 6-Nanometer-Verfahren basieren. Insgesamt kommt er also auch auf sieben Chiplets. 

Dabei solltet ihr immer im Hinterkopf behalten, dass es sich hierbei um Gerüchte handelt und nicht um gesicherte Informationen von AMD. Die Leaks gehen aber noch weiter. Die Quellen von RedGamingTech wissen wohl auch, wie viele Shader, Speicher und dementsprechend auch, Rechenpower sich in den Chiplests befindet. Das hat er in einer Tabelle zusammengefasst:

Navi 31 Specs
Shader gesamt 15.360
Taktrate2.6 bis 2.8 Ghz Spiele-Takt
MCD4 MCD mit jeweils 64 MBytes Speicher
GCD2 GCD mit jeweils 7.680 Shadern
Infinity Cache512 oder 256 MByte
Speicherkonfiguration256-Bit GDDR6
Speicherkapazität16 GByte 
Rasterleistung gegenüber RX 6900 XT2.5x (konservativ geschätzt)
Raytracing vs RX 6900 XTMehr als 3x
FP32Über 75 TFLOPS
PCIeGen 5 x16
Leistungsaufnahme375 bis 450 Watt 

Bei der Rasterleistung gegenüber der RX 6900 XT sind sich die Quellen nicht ganz einig. Hier liegt der Wert irgendwo zwischen 2,5-mal mehr Leistung bis hin zu 3-mal mehr Leistung. Dabei handelt es sich um die theoretische Leistung in TFLOPS, welche man so aber nicht eins zu eins als mehr FPS in Spielen im Vergleich zu aktuellen Modellen sehen wird.

Völlig neu sind die Angaben zur theoretischen Rechenleistung übrigens nicht. Sie bestätigen lediglich bisherigen Gerüchte und Leaks. Wie viele Bilder pro Sekunde damit erreicht werden, steht noch einmal auf einem anderen Blatt und kann erst durch unabhängige Benchmarks gezeigt werden. Mehr zum Thema Grafikkarten und was das Jahr 2022 für GPUs bringt, erfahrt ihr außerdem in unserem Hardware-Podcast:

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Einsteiger-Karten mit High-End-Performance

Die schwächeren Modelle der kommenden AMD-Generation sollen es dabei mit aktuellen High-End-Modellen aufnehmen können.

Der Navi-33-Chip wird wohl für die neuen Low-End-Grafikkarten zum Einsatz kommen. RechTechGamings Quellen zufolge liegt die Performance auf einem Level mit der RX 6900 XT, also dem aktuellen Top-Modell von AMD. Auch das behaupten Gerüchte schon seit Längerem

Die schwächeren Modelle soll über 4.096 Shadern verfügen, 128 MByte Infinity Cache und 23 TFLOPS theoretische Rechenleistung bieten. Dafür brauchen sie angeblich 225 bis 250 Watt Strom. Die Preise für die Low-End-Karten sieht RedGamingTech bei 400 bis 500 US-Dollar, die Anschaffungskosten für die High-End-Modelle könnten sich zwischen 1.000 und 2.000 US-Dollar bewegen. 

Obendrauf gibt es noch schlechte Nachrichten für alle, die auf die neuen Generationen warten. Der Krypto-Boom könnte den UVPs wieder einmal einen Strich durch die Rechnung machen.

Haltet ihr die dreifache Leistung gegenüber dem Vorgänger für realistisch? Was erwartet ihr von den Preisen für AMDs kommende Generation? Eure Meinung ist gefragt.

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