RingConn Gen 2 im Test: In einem Punkt überflügelt der Smart Ring seine Konkurrenz deutlich

RingConn schickt seine zweite Generation ins Rennen, die eine beeindruckende Akkulaufzeit hat.

Über vier Wochen trägt Patrick den RingConn Gen 2 nun am Finger. Zeit für den finalen Test. (Bild: GameStar Tech - Patrick Schneider) Über vier Wochen trägt Patrick den RingConn Gen 2 nun am Finger. Zeit für den finalen Test. (Bild: GameStar Tech - Patrick Schneider)

GameStar Plus Logo

Artikel auf einer Seite lesen

50% Rabatt auf euer erstes Jahr GameStar Plus

Jetzt nur für kurze Zeit: die ersten sechs Monate im Jahresabo mit dem Code »NEU50« sparen. Deine Vorteile:

Zugriff auf alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Exklusive Tests, Guides und Reportagen
Von Experten, die wissen, was gespielt wird
Keine Banner und viel weniger Werbespots
Jederzeit online kündbar

Du hast bereits GameStar Plus? Hier einloggen.

Smart Ringe gibt es seit über einem Jahrzehnt. In den letzten Jahren stampfen immer mehr Hersteller neue Modelle aus dem Boden wie etwa Samsung mit dem Galaxy Ring. Andere bringen stetig neue Versionen ihrer bestehenden Produktlinien auf den Markt, die mit besseren Sensoren, neuen Features und – ihr ahnt es bereits – Künstlicher Intelligenz überzeugen wollen.

In diese Kerbe schlägt RingConn mit seinem Gen 2, der mit einer deutlich längeren Akkulaufzeit auf sich aufmerksam macht. Ob der Ring hält, was die Folien des Herstellers versprechen, zeigt unser Test.

Transparenzhinweis: RingConn hat mir für den Test die Gen 2 kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und erhielt keinen Vorabzugriff auf den Test. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

RingConn Gen 2
RingConn Gen 2
Der RingConn Gen 2 überzeugt in einigen Bereichen, offenbart bei sportlichen Aktivitäten beziehungsweise hohen Herzfrequenzbereichen jedoch seine Kompromisse. Zu seinen Stärken zählen die besonders lange Akkulaufzeit von 12 Tagen, die vergleichsweise hohe Genauigkeit beim Schlafen und die übersichtliche App mit allen wichtigen Funktionen. Erfreulich ist auch, dass der Hersteller auf ein Abo-Modell verzichtet und alle Funktionen des Rings nach dem Kauf zur Verfügung stehen. Das ist leider längst keine Selbstverständlichkeit mehr.
  • Bärenstarke Akkulaufzeit
  • Genaue Daten zum Schlaftracking
  • Übersichtliche und hilfreiche App
  • Kein Abonnement
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Herzfrequenz bei hoher Belastung ungenau
  • Datenschutz lässt zu wünschen übrig
  • Schrittzählung nicht auf Smartwatch-Niveau
Preis bei Amazon prüfen
Mit einem Einkaufswagen markierte Links sind so genannte Affiliate-Links. Beim Kauf über diese Links erhalten wir je nach Anbieter eine kleine Provision - ohne Auswirkung auf den Preis. Mehr Infos.
Wissenswertes zum Test
Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet

Bis zum Erscheinen des Tests wird der Smart Ring 24/7 am Finger getragen und mithilfe verschiedener Referenzprodukte (Brustgurt, Pedometer) getestet, um eine objektive Vergleichbarkeit zu schaffen. Beim Schlaftracking werden über Nacht mindestens zwei weitere Geräte getragen.

Preise und Verfügbarkeit

Der RingConn Gen 2 ist bereits zu einer UVP von rund 350 Euro in den Größen 6 bis 14 erhältlich. Als Farben stehen Gold, Silber, Rose und Schwarz zur Verfügung.

Spezifikationen

EigenschaftSpezifikation
MaterialTitanlegierung
FarbenSchwarz, Silber, Gold, Rose
Gewicht2 bis 4 Gramm (je nach Größe)
AbmessungenBreite: 6,8 Millimeter
Dicke: 2 Millimeter
GrößenNeun Größen (US 6–14)
SensorenPPG (Herzfrequenz), Temperatursensor, 3D-Beschleunigungssensor, Zyklusüberwachung
MesswerteHerzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Blutsauerstoff (SpO₂), Hauttemperatur, Atemfrequenz
SchlaftrackingJa
AktivitätstrackingSchritte, Kalorien, Stehzeiten, Bewegungserkennung
StressüberwachungJa (Stressbewertung, Stressindex)
ZyklusüberwachungJa
Akkulaufzeitetwa 12 Tage pro Ladung
Ladezeitknapp 90 Minuten (USB-C-Ladedock)
LadecaseBis zu 150 Tage mit Ladebox (laut Hersteller)
WasserdichtigkeitIP68, 10 ATM (bis 100 Meter)
KonnektivitätBluetooth 5.0
KompatibilitätiOS und Android
AppKostenfrei, keine Abo-Gebühr
Besondere FeaturesSchlafapnoe-Erkennung, Wellness-Balance-Score, KI-gestützte Gesundheitsüberwachung und mehr

RingConn Gen 2: Design und Tragekomfort

Der Hersteller geht den gleichen Weg wie Samsung und Oura. Vor der Lieferung des Schmuckstücks erhaltet ihr ein Probierset, das ihr ernst nehmen solltet. Die Ringgröße spielt eine enorm wichtige Rolle.

Wählt eine Größe und tragt den Kunststoff-Ring mindestens einen Tag lang, um die ideale Passform zu ermitteln. Idealerweise tragt ihr das Gadget am Zeigefinger, da dieser allgemein für eine optimale Genauigkeit und Signalqualität empfohlen wird.

Was zusätzlich beachtet werden sollte:

  • Der Ring muss gut sitzen. Rutscht der Ring am Finger, können die Messungen potenziell beeinflusst werden.
  • Sitzt der Ring zu eng, wird er schnell unangenehm.
  • Bedenkt, dass sich die Dicke der Finger im Laufe des Tages verändert, abhängig von der Durchblutung, der Außentemperatur und mehr.
  • Wenn ihr zwischen zwei Größen unentschlossen seid, wählt die kleinere und wechselt bei Bedarf auf den Mittelfinger. Dieser Tipp hat mir zumindest geholfen.

Bei seiner zweiten Generation bringt RingConn die Sensoren in zwei kleinen Noppen unter, die sich an die Haut schmiegen. Diese Noppen hinterlassen zumindest bei mir ihre Abdrücke und können bei einem zu eng sitzenden Ring für ein unangenehmes Gefühl am Finger sorgen. Das hängt allerdings vom Typ ab. Mir gefällt die flache Innenseite eines Rings deutlich besser.

Davon abgesehen gibt es hinsichtlich der Verarbeitung nichts zu bemängeln, im Gegenteil. Der RingConn Gen 2 ist äußerst hochwertig aus Titan verarbeitet. Zumindest die Farbe Mattschwarz zeigt nach über vier Wochen keinerlei Gebrauchsspuren, obwohl ich das Accessoire am dominanten Finger trage. Das kenne ich von anderen, teils teureren Modellen, anders.

Lobenswerte Worte heimst sich das Wearable zudem beim Schlafen ein.

RingConn überzeugt im Schlaf

Meiner Meinung nach sind Smart Ringe beim Schlafen wesentlich angenehmer zu tragen als eine große Smartwatch. In der Regel liefern sie zudem genaue Messdaten. Der RingConn Gen 2 enttäuscht in dieser Hinsicht keineswegs und liefert im direkten Vergleich mit dem Oura Gen 4 ähnliche Ergebnisse.

Hinweis: Kein Wearable kann so präzise Daten liefern wie ein Schlaflabor. Die Daten sind daher immer mit einem gewissen Abstand zu genießen. Ich vergleiche die Testprodukte mit anderen Geräten, die für ihre Genauigkeit im Schlafbereich bekannt sind.

Der Vergleich soll vor allem zeigen, dass die Werte des Testprodukts nicht aus der Luft gegriffen sind und sich nicht zu stark vom Testfeld unterscheiden. Dazu führe ich mindestens sieben Messungen durch, um einen Gesamteindruck zu gewinnen. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo zwischen diesen Ergebnissen.

Schlaftracking-Vergleich
Messung 1

ModellGesamtschlafWachREMKernTief
Apple Watch Ultra 207:2300:2001:5804:1701:08
Oura Ring 407:1500:2702:0103:4801:27
RingConn Gen 206:5900:1701:5403:4401:04

Messung 2

ModellGesamtschlafWachREMKernTief
Apple Watch Ultra 208:1300:2502:0205:2800:43
Oura Ring 407:5500:4302:0104:1601:38
RingConn Gen 208:0000:1102:0504:2501:30

Messung 3

ModellGesamtschlafWachREMKernTief
Apple Watch Ultra 206:2600:1201:2304:0201:01
Oura Ring 406:1600:2101:1503:5001:11
RingConn Gen 206:1300:0701:0503:5801:10

In den Bereichen Ruhepuls, Herzfrequenzvariabilität und Blutsauerstoffsättigung gibt es im Testfeld ebenfalls keine abnormen Abweichungen. Hier zeigt der RingConn fast durchgehend identische Werte wie Oura.

Der RingConn Gen 2 verfügt zusätzlich über eine Schlafapnoe-Erkennung, die jedoch mit Vorsicht zu genießen ist. Es handelt sich nämlich nicht um ein medizinisch zertifiziertes Produkt, das strengen Tests und Vorgaben unterliegt.

Zusätzlich bietet der Ring eine Überwachung des Menstruationszyklus, die ich nicht testen konnte.

Video starten 11:59 Schlaftracker versus Schlaflabor - Wie genau sind Apple Watch und Co.?

Die App macht Freude

In dieser Hinsicht möchte ich besonders die App hervorheben, die für eine angenehme Übersicht sorgt. Ganz oben zeigt mir die Anwendung mein Gleichgewicht aus Schlaf, Aktivität, Vitalwerte und Stress an. Wie bei vielen anderen Wellness-Gadgets spiegelt sich das Gleichgewicht dieser Säulen in einem Wert zwischen 1 und 100 wider.

Im Grunde erkennt ihr alle wichtigen Details auf der Hauptseite. Im Grunde erkennt ihr alle wichtigen Details auf der Hauptseite.

Durch Antippen dieser Säulen erhalte ich einen kurzen Überblick über die letzte Nacht beziehungsweise den letzten Tag. Habe ich meine Ziele erreicht? Wie hat mein Körper beim Schlafen reagiert?

Wenn ich mehr Details möchte, finde ich diese unter den Menüpunkten Schlaf, Aktivität, Stress und Vitalzeichen. In Bezug auf den Schlaf erhalte ich in der entsprechenden Übersicht alle wichtigen Punkte inklusive Hinweise ganz oben. Wahlweise lässt sich eine subjektive Schlafbewertung in Form einer Skala von 1 bis 9 hinterlegen.

Detaillierte Informationen findet ihr in den einzelnen Bereichen wie Schlaf oder Aktiviät. Detaillierte Informationen findet ihr in den einzelnen Bereichen wie Schlaf oder Aktiviät.

Am nächsten Morgen muss mir ein Gerät oder eine App nicht zwangsläufig mitteilen, wenn eine Nacht nicht besonders erholsam war und mein Körper nicht leistungsbereit ist. In einem Fall spiegelte die App jedoch genau mein Gefühl wider.

Obwohl die Länge und Qualität des Schlafs gut waren, fühlte ich mich nicht erholt. Dies zeigte mir die App anhand der Herzfrequenzvariabilität. Im Vergleich zu den letzten Tagen veränderte sich offenbar dieser Wert, der potenziell auf eine geringere Erholung im Schlaf hindeutet.

Nochmals: Meiner Meinung nach sollten diese Daten als Anhaltspunkte betrachtet und nicht überbewertet werden. Aber diese Randnotiz wollte ich nicht unerwähnt lassen.

Die Schaltfläche in der Mitte ist eine KI-Hilfe, um bei Fragen zur Seite zu stehen. Allerdings ist sie nicht mehr als ein Gimmick. Die Schaltfläche in der Mitte ist eine KI-Hilfe, um bei Fragen zur Seite zu stehen. Allerdings ist sie nicht mehr als ein Gimmick.

Apropos Trends: In der Begleit-App findet ihr ebenfalls eine detaillierte Ansicht der letzten Woche, des Monats oder sogar des Jahres. Genau hierin sehe ich die größte Stärke derartiger Gadgets. Die detaillierte Auflistung der Daten liefert beim Reflektieren durchaus wichtige Erkenntnisse. Was trägt zu einem gesunden Schlaf bei? Was ist für mich persönlich schädlich? Hier fließen im Übrigen auch subjektive Bewertungen mit ein.

Wenn ihr ein Tagebuch über euren Schlaf oder euer allgemeines Wohlbefinden führen möchtet, gibt euch RingConn ein schönes Werkzeug an die Hand. Unter dem Reiter »Einblicke« können jederzeit Notizen festgehalten und mit Tags versehen werden. Diese persönlichen Einblicke werden von der App auch in den Trends erfasst.

Soweit zum Schlaf und der allgemeinen Datenaufbereitung. Wie schlägt sich der Ring bei Aktivitäten?

RingConn Gen 2: Das Zählen der Schritte ist eine Berg- und Talfahrt

Gleich vorweg: Wenn ihr ein Wearable sucht, das eure Schritte mit chirurgischer Präzision zählt, seid ihr hier falsch. Die Ergebnisse schwanken und weichen im Test mal mehr, mal weniger von den tatsächlich zurückgelegten Schritten ab.

Die folgende Tabelle zeigt die zwei besten Messungen und die schlechteste Messung:

Tatsächliche SchritteApple Watch Ultra 2Oura Ring 4RingConn Gen 2
Messung 110.00010.0039.42210.812
Messung 210.60010.59810.50110.449
Messung 314.54014.52814.83015.729
Wie messe ich die Schritte?
Hier tippen / klicken zum Aufklappen

Um die Genauigkeit der Smart Ringe zu untersuchen, verwende ich neben einer Apple Watch Ultra 2 zwei weitere Schrittzähler (Pedometer). Die Schrittzähler der Marken Omron und Realalt zählen Schritte äußerst genau. Es werden mindestens drei Tests (meistens mehr) durchgeführt, um ausreichende Informationen zu erhalten.

Leider kann ich nicht genau benennen, wie diese Unterschiede zustande kommen, da die Zählung während Wanderungen erfolgt und es im Ablauf kaum Unterschiede gibt.

In Anbetracht dessen, dass Schritte sich auf die Aktivität auswirken und diese wiederum den Wohlbefinden-Score beeinflussen, ist die sporadische Differenz bedauerlich. Wie wertvoll die Zahl zu meinem Wohlbefinden ist, sei mal dahingestellt.

Die gute Nachricht: Hersteller wie RingConn verbessern den Algorithmus offensichtlich stetig, um eine höhere Genauigkeit zu erzielen. In den letzten Wochen und Monaten sind Updates hinzugekommen, die zur Verbesserung beigetragen haben.

Wenn ihr vorhabt, ausschließlich mit einem Smart Ring die Schritte zu zählen und keine Genauigkeit von 99 oder 100 Prozent benötigt, wird euch dieser Makel weniger stören. Wenn ihr hingegen zusätzlich eine Smartwatch tragt, die Schritte möglichst genau zählt, werden euch die Unterschiede definitiv auffallen.

RingConn Gen 2: Die Herzfrequenzmessung offenbart die Schwäche

In der App stehen mit dem RingConn fünf Sportarten zur Verfügung:

  • Laufen im Freien
  • Laufen in Innenräumen
  • Indoor-Cycling
  • Radfahren im Freien
  • Wandern im Freien

Eine automatische Workout-Erkennung ist nicht vorhanden und es gibt auch kein GPS-Modul, das die Strecke und Distanz aufzeichnet. Für mehr Daten muss das Handy also beim Sport mitgeschleppt werden. Selbst mit Smartphone sollte man aber keine Datenaufbereitung wie bei einer Smartwatch erwarten.

Die Datenaufbereitung nach dem Training ist mau und kommt nichtmal im Ansatz mit der einer Sport-Smartwatch mit. Die Stärke des Rings liegt im Schlaf. Die Datenaufbereitung nach dem Training ist mau und kommt nichtmal im Ansatz mit der einer Sport-Smartwatch mit. Die Stärke des Rings liegt im Schlaf.

Bei der Messung der Herzfrequenz zeigt der RingConn Gen 2 im Vergleich zu einem Brustgurt leider größere Abweichungen. Das Gadget saß die meiste Zeit fest am Finger, verrutschte bei einem Lauftraining allerdings leicht, da die Finger schwitzig waren.

Daher habe ich drei weitere Messungen durchgeführt, bei denen das Wearable nicht verrutschte. Leider blieb das Ergebnis dabei gleich: Die Daten weichen von denen eines Brustgurtes ab.

Messung der Herzfrequenz
Messung 1

SchnittMax
RingConn Gen 2156182
Polar H10163187
Polar H10 RingConn Gen 2 Polar H10 RingConn Gen 2

Die Abweichungen beim RingConn Gen 2 sind größer. Allerdings verrutschte der Ring während des Lauftrainings. Bei anderen Messungen war der Ring zumindest etwas genauer, allerdings weniger genau als der Oura Ring.

Messung 2

SchnittMax
RingConn Gen 2163185
Polar H10167190
Polar H10 RingConn Gen 2 Polar H10 RingConn Gen 2

Messung 3

SchnittMax
RingConn Gen 2151176
Polar H10158184
Polar H10 RingConn Gen 2 Polar H10 RingConn Gen 2

Warum ein Brustgurt als Referenz?

Ein Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz gilt als Goldstandard und bietet gegenüber anderen Methoden wie der optischen Pulsmessung am Handgelenk entscheidende Vorteile.

Brustgurte messen die elektrischen Signale des Herzens direkt, was potenziell zu wesentlich genaueren Herzfrequenzmessungen führt. Externe Faktoren wie Hautfarbe, Haarbewuchs oder Passform des Geräts beeinflussen zudem die Messung mit einem Brustgurt weniger.

Schade. Beim Messen des Ruhepulses liegt der RingConn hingegen gleichauf mit dem Gurt und lässt keinen Raum für Kritik. Ebenfalls unkritisch ist die bemerkenswerte Akkulaufzeit, ganz im Gegenteil.

Bei der Akkulaufzeit setzt der RingConn Gen 2 eine Benchmark

Der Hersteller selbst gibt eine Akkulaufzeit von zehn bis zwölf Tagen an. Im Test hätte der Ring mit einer Restladung von 18 Prozent sogar noch einen weiteren Tag durchgehalten.

Zum Vergleich: Der Oura Ring 4 und der Galaxy Ring erreichen maximal sieben Tage Akkulaufzeit, die günstige Alternative von Amazfit schafft lediglich drei Tage.

Das Ladecase ist vergleichsweise wuchig. Das liegt am 500-mAh-Akku, der den Ring unterwegs und ohne Steckdose auflädt. (Bild: GameStar Tech - Patrick Schneider) Das Ladecase ist vergleichsweise wuchig. Das liegt am 500-mAh-Akku, der den Ring unterwegs und ohne Steckdose auflädt. (Bild: GameStar Tech - Patrick Schneider)

Chapeau! Eine derart lange Laufzeit in einem so dünnen Formfaktor unterzubringen, verdient Lob. Dabei geht RingConn noch einen Schritt weiter. Das Ladeetui selbst unterstützt ohne Stromzufuhr noch einmal 15 bis 20 vollständige Ladungen (laut Hersteller).

Datenschutz

Während die Suche nach den Datenschutzinformationen bei vielen Wearable-Herstellern einer Schnitzeljagd gleicht, sind diese bei RingConn ganz unten in den FAQs auf der Produktseite zu finden. Sehr lobenswert!

Der Hersteller gibt an, dass personenbezogene Daten, die außerhalb von China verarbeitet werden (etwa in Deutschland), auf Cloud-Servern im Vereinigten Königreich gespeichert werden.

Aber! Wenn ihr der Datenschutzrichtlinie von RingConn zustimmt, werden eure Daten potenziell von Dritten verarbeitet, wie im Abschnitt »Wie wir Ihre Daten speichern, übermitteln und aufbewahren« beschrieben.

  • Alibaba Cloud (China)
  • Sensors Data (China)
  • Tencent Push Notification Service (China)
  • Beijing Volcengine Technology (China).

Seid euch also darüber im Klaren, dass ein Teil der Nutzungs- und Gerätedaten – wenn auch nicht zwingend die rohen Gesundheitsdaten – an chinesische Technologiekonzerne fließt. Ferner gibt RingConn an, dass Gesundheitsdaten so lange aufbewahrt werden, wie das obligatorische RingConn-Konto aktiv ist.

1 von 2

nächste Seite


zu den Kommentaren (1)

Kommentare(1)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.