Der F25 Ultra war bislang Roborocks einziges Modell mit Dampf- und Heißwasserreinigung, kostete dafür aber auch am meisten (799 Euro UVP).
Wer stattdessen auf Aktivschaum und maximale Saugkraft setzte, griff zum günstigeren F25 Ace Pro.
Der neue F25 Steam ist im Kern ein verbesserter Ultra: gleiche Dampf- und Heißwassertechnologie, aber mit der höheren Saugkraft des Ace Pro (25.000 statt 22.000 Pascal) und einem spürbar niedrigeren Preis.
Mit 589 Euro UVP kostet der Steam weniger als der Ultra (799 Euro) und der Ace Pro (649 Euro). Zum Marktstart am 17. Juli gibt es ihn bis zum 9. August sogar für 459 Euro im Early-Bird-Angebot.
Ich habe das Gerät zwei Wochen lang als Vorabmodell vor dem offiziellen Marktstart getestet und meine Saug- und Wischroboter stehen lassen.
Und was soll ich sagen: Auch beim F25 Steam muss ich Kritikpunkte mit der Lupe suchen.
Erster Eindruck: Fühlt sich an wie der Ace Pro
Wer meinen Test des F25 Ace Pro gelesen hat, weiß, was ihn beim F25 Steam erwartet. Handling und Verarbeitung sind fast identisch – kein Wunder, gleichen sich die Geräte wie ein Zwilling dem anderen. Die Unterschiede liegen eher im Detail.
Drei Knöpfe am Griff reichen für die komplette Bedienung: Ein- und Ausschalten, Moduswechsel (Eco, Auto, Schwamm, Dampf), Selbstreinigung starten. Die Sprachansage lässt sich lauter, leiser oder ganz abschalten.
Eine App gibt es nicht, dazu gleich mehr. Alles, was sich sonst über eine App einstellen ließe, funktioniert stattdessen direkt am Gerät, teils über Doppelbelegungen wie gedrückt halten für eine Zweitfunktion.
Das funktioniert zuverlässig, aber ich musste anfangs immer mal wieder in die Anleitung lunzen, um mir alle Funktionen zu merken.
Eine App als schnelle Nachschlagemöglichkeit oder Fernsteuerung wäre bei diesem Preisschild wünschenswert gewesen, ist aber im Alltag kein nennenswerter Nachteil.
Einziger kleiner Stolperstein: Die Sprachausgabe war bei meinem Vorabmodell ab Werk auf Englisch gestellt. Doch auch die Sprache lässt sich mit den Knöpfen flugs umstellen.
Das 180-Grad-Scharnier funktioniert wie von Ultra und Ace Pro bekannt. Komplett flach auf den Boden gelegt, kommt der Steam bei einer Bauhöhe von 12,5 Zentimetern problemlos unter mein Sofa und unters Bett. Auch die Reinigung unter meinen Esstisch-Stühlen ist dadurch sehr angenehm.
Die Bürstenwalze soll laut Hersteller dank spezieller Zackenstruktur komplett ohne Haarverwicklung auskommen.
Meine Katze war während des Tests zum Glück kooperativ genug, um festzustellen: Der F25 Steam verleibt sich Haare anstandslos ein und landen im Schmutzwassertank, nicht in der Rolle.
F25 Steam vs. F25 Ultra vs. F25 Ace Pro im Vergleich
| Eigenschaft | F25 Steam | F25 Ultra | F25 Ace Pro |
|---|---|---|---|
| Reinigungstechnologie | Dampf 180 °C + Heißwasser | Dampf 150 °C + Heißwasser | Schaum |
| Saugkraft | 25.000 Pa | 22.000 Pa | 25.000 Pa |
| Akkulaufzeit | - bis 80 Min. (Herstellerangabe) - 46:30 Min. (gemessen, Automodus) | ca. 30 Min. mit Dampf/Heißwasser | bis 60 Min. (Herstellerangabe) |
| Frischwassertank | 1.000 ml | 1.000 ml | 1.000 ml |
| Selbstreinigung | 180 °C Dampf + 95 °C Heißluft | 90 °C Wasser + Heißluft | 95 °C Wasser + Heißluft |
| Frontlicht | ja | ja | nein |
| App/WiFi | nein | ja | ja |
| UVP | 589 Euro | 799 Euro | 649 Euro |
Auffällig: Beim Papier-Vergleich liegt der Steam bei Saugkraft und Frontlicht gleichauf oder vorn, kostet aber trotzdem am wenigsten.
Der einzige Ausstattungsverzicht gegenüber den teureren Geschwistern ist die fehlende App. Der F25 Ace Pro setzt sich mit seinem Aktivschaum ab.
Was uns zu einer wichtigen Frage führt...
Dampf gegen Schaum: Wer räumt hartnäckigen Schmutz besser weg?
Frische Flecken sind für den F25 Steam kein Thema. Milch, Ketchup und Teriyaki-Soße waren im ersten Durchgang restlos verschwunden, ganz ohne Dampf oder Schaum, einfach durch die reine Wisch- und Saugleistung.
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Roborock F25 Steam: Wischleistung im Video
Auch Sand aus den Kinderschuhen meines Sohnes, Apfelmus und Zuckersirup wischte der F25 Steam anstandslos weg. Mein Kühlschrank gab nichts her, was ihm Probleme bereitet hätte. Hier gibt's nicht zu meckern.
Spannender wird es bei hartnäckigem Schmutz. Eingetrocknete Teriyakisoße, Zahnpasta und Katzenerbrochenes (sorry dafür) waren in zwei Wischbewegungen wegpoliert.
Über Tage eingetrocknete und festgetretene Schokolade hingegen bekam der F25 Steam selbst mit Dampf nicht weg – dafür aber eingeweicht, um sie mühelos zu entfernen.
Für den normalen Hausgebrauch reicht das locker. Denn mal ehrlich: Niemand dürfte eine Flasche Rotwein oder eine Schüssel Müsli verschütten und eine Woche lang liegen lassen.
Da der Dampf in Fotos schwer einzufangen ist, hier noch ein Video:
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Roborock F25 Steam: Dampf im Video
Was ihr beim Dampfmodus beachten solltet: Es dauert rund 45 Sekunden, bis überhaupt Dampf aus der angewinkelten Düse kommt, dafür dann spürbar heiß.
Für den spontanen Fleck zwischendurch ist das zu langsam. Der Dampf eignet sich eher für die geplante Grundreinigung als für »mal eben wegwischen«.
Ich habe den Steam parallel mit dem Aktivschaum des F25 Ace Pro verglichen, den ich vor einigen Monaten getestet hatte. Mein Fazit: Es gibt keinen klaren Gewinner. Bei beiden Geräten waren hartnäckige Flecken nach ein bis zwei Wischbewegungen weg.
Der Schaum kommt dafür sofort auf Knopfdruck mit minimaler Verzögerung – praktischer für den akuten Notfall. Der Dampf punktet stattdessen mit chemiefreier Desinfektion, laut TÜV-SÜD-Prüfbericht des Herstellers werden über 99,9999 Prozent der Bakterien auf dem Boden beseitigt.
Apropos: Auch der F25 Steam hat einen eigenen kleinen Tank für Reinigungsmittel, das er bei Bedarf selbständig dosiert. Kein Muss, aber eine wünschenswerte Option, vor allem bei Haushalten mit Haustieren.
Akku und Lautstärke
Im Automodus hielt der Akku bei meinem Test 46:30 Minuten durch (bei gleichbleibender Intensität, nur einmal kurz manuell verstärkt).
Nach 37 Minuten kam die erste Ansage »Akku niedrig«, nach 42 Minuten blinkte der Restladebalken, nach 46:30 Minuten schaltete sich das Gerät ab. Aufgesaugt habe ich dabei unter anderem Holzspäne, Dreckkrümel und Sandkörner.
Das ist ein ordentlicher Wert! Bei mir war sogar der Frischwassertank leer, bevor der Akku schlappmachte. Je nach Verschmutzungsgrad dürfte im Alltag also meist der Tank das limitierende Element sein, nicht die Batterie.
Im Dampfmodus sieht die Rechnung anders aus: Hier hält der Akku nur 23 Minuten, weil das Aufheizen des Wassers ordentlich Energie zieht. Für eine gezielte Grundreinigung reicht aber auch das aus.
Beim Trocknen gibt es zwei Modi, und der Unterschied ist deutlich: Die Schnelltrocknung ist ziemlich laut, die geräuscharme Trocknung dagegen angenehm leise – 42 Dezibel aus einem Meter Entfernung, 39 Dezibel aus drei Metern (gemessen mit der Apple Watch Series 7).
Ich würde euch klar zur geräuscharmen Variante raten, sofern es nicht schnell gehen muss. Zum Vergleich: Der JONR H2 Pro, den ich ebenfalls getestet habe, kam beim Trocknen auf 61 Dezibel über rund drei Stunden. Der Unterschied ist im Wohnzimmer sofort spürbar.
Alltagstauglichkeit: Zwei Wochen ohne Saugroboter
Und wie fällt nun mein Fazit nach zwei Wochen aus?
Ehrlich gesagt: Ein Saugroboter ist bequemer. Ich muss selbst schieben, selbst den Schmutzwassertank reinigen – und zwar lieber früher als später, denn nach drei Tagen beginnt der Tank zu müffeln. Immerhin geht das Entleeren und Reinigen mit zwei Handgriffen, alles rastet gut ein.
Aber für besonders hektische Haushalte oder alle, die aus hygienischen Gründen auf Dampf schwören, kann der Steam eine ernsthafte Alternative sein.
Die Führung ist dank elektronischer Unterstützung angenehm leicht. Ich konnte das nach meinem Akkutest gut beurteilen: Auch nach 46 Minuten am Stück wischen tat mir nicht die Hand weh.
Wo der F25 Steam wirklich glänzt: bei spontanen Malheuren. Kippt mein Sohn die Müslischale um oder erbricht sich unsere 18 Jahre alte, kranke Katze mal wieder quer durchs Wohnzimmer, ist das Gerät sofort einsatzbereit.
Reinigung und Trocknung sind zusammen in unter drei Stunden erledigt, dabei angenehm leise – ich muss also nicht stundenlang ein lautes Gebläse ertragen, nur weil ein Missgeschick passiert ist.
An der Frontkante bleibt allerdings ein kleiner Rest stehen: Durch die Plastikabschirmung schafft es der Steam von vorne nicht ganz bis an die Wand heran, etwa 3 Zentimeter bleiben übrig.
Von der Seite kommt er dagegen bis an die Kante, nur die Fuge blieb minimal feucht. Für mich kein Dealbreaker, da sich das Problem durch seitliches Wischen einfach umgehen lässt.
Alternativen
Der Dreame T16 Pro Heat kostet 629 Euro, reinigt aber nur mit 90 Grad heißem Wasser, ganz ohne Dampf. Dafür hat er eine Saugleistung von 30.000 Pa.
Der Tineco Floor One S9 Artist Steam bringt zwar ebenfalls Dampf mit, kostet dafür aber je nach Ausstattung 849 bis 899 Euro.
Gemessen daran ist der F25 Steam für 459 Euro im Early-Bird-Zeitraum ziemlich fair bepreist für das, was er kann.
Mein Fazit
Für wen lohnt sich der F25 Steam?
- Wer Dampf- oder Schaumreinigung will, aber nicht den vollen Ultra- oder Ace-Pro-Preis zahlen möchte
- Wer eine schnelle, unkomplizierte Lösung für spontane Malheure sucht
- Wer keinen Wert auf App-Steuerung legt und lieber alles direkt am Gerät einstellt
Für wen nicht?
- Wer WiFi und App-Steuerung als Kaufkriterium hat
- Wer wirklich hartnäckigen, tagealten Schmutz zuverlässig in einem Durchgang komplett gelöst haben will
Lest auch: Die besten Saug- und Wischroboter 2026
Der F25 Steam ist ein hervorragender Saugwischer, der sich kaum Kritikpunkte leistet. Er reinigt so gut wie Ultra und Ace Pro, ist angenehm leise und bekommt sogar das Frontlicht, das dem Ace Pro fehlt. Wer auf Smart-Home-Spielereien verzichten kann, bekommt hier für deutlich weniger Geld fast das Komplettpaket.

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